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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 19 Pages
Author: Viola Draude
Subject: German - Grammar, Style, Working Technique
Details
Tags: Rezept, Vorlage, Bilderbuchanalyse
Year: 2002
Pages: 19
Grade: 2,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-13667-9
File size: 166 KB
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Excerpt (computer-generated)
Rezept / Vorlage zur Bilderbuchanalyse
von Viola Draude
Inhalt
1. Einleitung
2. Bilderbuch - eine Definition
3. Die Geschichte des Bilderbuchs
4. Typologien des Bilderbuchs
4.1 Allgemein
4.2 Bedeutung für die ausgewählten Seiten
5. Funktionen des Bilderbuchs
5.1 Allgemein
5.2 Bedeutung für die ausgewählten Seiten
6. Leserbezug/Rezeption
6.1 Allgemein
6.2 Bedeutung für die ausgewählten Seiten
7. Bild und Text
7.1 Bild
7.2 Text
7.3 Bild-Text-Interdependenzen
7.4 Bedeutung für die ausgewählten Seiten
8. Schluss
Literatur
1. Einleitung
Mit dieser Vorlage soll eine Anregung geboten werden, wie man eine Bilderbuchanalyse durchführen könnte. Dabei ist zunächst der Theorieteil zu beachten und dann ist dieser speziell auf das jeweilige Bilderbuch anzuwenden.
In der Einleitung einer solchen Bilderbuchanalyse sollte zunächst eine Kurzbeschreibung des Buches vorgenommen werden. Ebenso sollte erwähnt werden, auf welche Literatur man sich sekundär bezieht.
2. Bilderbuch - eine Definition
Das Bilderbuch fällt unter den Begriff der Kinder- und Jugendliteratur, dennoch bildet es durch seine verminderten Textanteile und erhöhten Bildanteile eine eigene Gattung der Literatur. Dennoch wird es von der Literatur- und Kunstwissenschaft kaum wahrgenommen. In seiner pädagogischen Funktion und Wirkung wird es meist unterschätzt.
Das Bilderbuch ist ein Buch, in dem die Illustration über den Text dominiert. Charakterisierend für ein Bilderbuch ist die enge Wechselwirkung von Bild und Text. Durch diese Wechselwirkung lässt sich das Bilderbuch in die Gattung der Wort-Bild-Beziehungen einordnen. Es grenzt sich dadurch klar vom illustrierenden Buch ab, wo die Bilder nur erläuternde, kommentierende Funktionen zum Text haben. Im Bilderbuch stellen Bild und Text zusammen ein komplexes symbolisches Gebilde dar, in dem meist Stoffe fiktionalen Charakters erzählt werden. Damit bildet das Bilderbuch ein primär narratives Medium. Die Bilder haben dabei meist einen größeren Aufforderungscharakter, eine tiefere Wirkung und Nachhaltigkeit als der Text. Das Bilderbuch hat sinnlich-ästhetische Qualitäten und erzählt in relativ wenigen Bild-Text-Einheiten die Geschichte, denn es ist meist vorrangig den kindlichen Adressaten zugedacht. Das quantitative Verhältnis zwischen Bild und Text lässt sich nicht verallgemeinern. Das Bilderbuch bedarf zunächst der Vermittlung durch Ältere.
Baumgärtner beschreibt das Bilderbuch als ein überaus komplexes Gebilde, das an den Betrachter die verschiedenartigsten Ansprüche stellt und begründet damit die mißliche Lage auf dem Gebiet der Bilderbuchforschung.
3. Die Geschichte des Bilderbuchs
Erste Bilderbücher gab es schon vor Jahrhunderten. Ursprünglich wurden sie für Erwachsene gemalt und geschrieben. Im Laufe seiner Geschichte entwickelte sich das Bilderbuch zu einer Spezialkunst für Kinder. Literarisch und künstlerisch hat es sich in seinem Selbstverständnis von freien künstlerischen Ideen abgekoppelt und sich auf die Seite einer pädagogisch-psychologisch begründeten Gebrauchskunst geschlagen. Die Kategorie des Einfachen wurde zu einer zentralen Maxime für Bild und Text, auch im Hinblick auf den Adressaten Kind. Durch neue Forschungsergebnisse über die kindliche Psyche, nach denen Kinder als schutzbedürftige, zu lenkende Wesen angesehen wurden, konnten normative Setzungen über kindgemäße Bild-Text-Produktion und -Rezeption formuliert werden. Sie dienten der ästhetischen Bildung, der Erziehung, Lenkung und Disziplinierung der Kinder. Erst die Forschungen über die kindliche Psyche führten zu einer Spezialkunst Bilderbuch, die ausschließlich Kindern zugedacht war. Diese Spezialisierung hat sich bis heute hin fortgezogen. Früher hatten Bilder nur illustrierenden Charakter zum Text.
Im 19. Jahrhundert vollzog sich eine Trennung von Kunst und Kunstgewerbe. Durch Verbindung von ästhetischen, pädagogischen und ökonomischen Bedingungen wurde das Bilderbuch frühzeitig auf den Typus eines kommerziellen Produktes festgelegt. Schaulust trieb die Popularität des Bilderbuchs im 19. Jahrhundert voran. Es wurde immer mehr zum Massenartikel und erhielt einen Gebrauchswert, wodurch auch die Bilder zweckgebundener waren. Es wurden Volkssagen, Dichtung und Märchen in immer wieder neuen illustrieten Ausgaben gedruckt. Erst durch die Spezialisierung der Illustratoren auf Kinder-, Tier- und Naturdarstellungen geriet das Kind als Motiv und Adressat mehr und mehr in das Blickfeld der Illustratoren. Meist zeigten die Bilder, als Folge auf den Jugendstil, extrem künstliche Kinderwelten, wie die Erwachsenen sie sahen (Kinder in Zwergengröße etc.).
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