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Die Reflexion des Amerikanischen Bürgerkriegs im US-Film

Autor: Klaus Genschmar
Fach: Geschichte - Ausland

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Details

Veranstaltung: Der Amerikanische Bürgerkrieg - Phänomen-Ursachen-Wirkung
Institution/Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena (Historisches Institut)
Tags: Reflexion, Amerikanischen, Bürgerkriegs, US-Film, Amerikanische, Bürgerkrieg, Phänomen-Ursachen-Wirkung
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 26
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 13  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 244 KB
Archivnummer: V59694
ISBN (E-Book): 978-3-638-53560-1
ISBN (Buch): 978-3-638-67625-0

Zusammenfassung / Abstract

(Auszug aus der Einleitung) [...] Die Hausarbeit "Die Reflexion des Amerikanischen Bürgerkriegs im US-Film" beschäftigt sich mit einem Kapitel der Amerikaninsichen Geschichte, das wie kein anderes so stark im Bewusstsein seiner Landsleute verankert und ein ausschließlich im US-Film beheimatetes Thema ist. Im ersten Teil der Arbeit möchte ich zunächst auf Definitionsprobleme im Zusammenhang mit dem Genre "Kriegsfilm" aufmerksam machen und anschließend einen filmhistorischen Abriss zur Entwicklung des Bürgerkriegsfilms skizzieren. Im zweiten Teil werde ich anhand fünf verschiedener Filmbeispiele analysieren, welche inhaltlichen und thematischen Aspekte in diesen Filmen zum besagten Ereignis angesprochen bzw. ausgelassen werden. Zusätzlich wurden jedem Film (außer "Gods and Generals") zeitgenössische Kritiken hinzugefügt, um auf die unterschiedliche Wahrnehmung der Filmbeispiel seitens den Kritikern aufmerksam zu machen. Mit Ausnahme von "Gone With the Wind" stammen alle Filmbei-spiele aus jüngerer Zeit. Denn meiner Meinung nach bieten gerade die Filme der letzten 20 Jahre im Vergleich zu den älteren ein vielschichtigeres Bild hinsichtlich bestimmter thematischer Aspekte. [...]

Textauszug (computergeneriert)

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Historisches Institut

Hauptseminar:

Der Amerikanische Bürgerkrieg. Ursachen, Phänomen und Wirkung

Thema:

„Die Reflexion des
Amerikanischen Bürgerkriegs im US-Film“

Angaben zum Verfasser:

Klaus Genschmar

6. Fachsemester: LA Gym. Geschichte/Ev. Religionslehre
Sommersemester 2005

 

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung ... 3

Hauptteil: „Die Reflexion des Amerikanischen Bürgerkriegs im Film“  ... 5

1. Der Bürgerkrieg als cineastisches Ereignis ... 5
1.1 Das Genre des Kriegsfilms ... 5
1.2 Die Entwicklung verschiedener Bürgerkriegsverfilmungen ... 6
1.2.1 Allgemein ... 6
1.2.2 Die Stummfilm-Ära ... 7
1.2.3 Die Tonfilm-Ära ... 9
1.2.4 Der moderne Bürgerkriegsfilm ... 10

2. Ausgewählte Filmbeispiele – Inhaltliche und thematische Aspekte ... 12
2.1 „Gone With the Wind“ (1939)  ... 12
2.2 „Glory“ (1989)  ... 15
2.3 „Ride With the Devil“ (1999)  ... 17
2.4 „Gods and Generals“ (2002)  ... 20
2.5 „Cold Mountain“ (2003) ... 22

Schluss/Fazit ... 26

Literaturverzeichnis ... 28

 

 

Einleitung

In dem Buch „The Memory of the Civil War in American Culture“ nennt Stuart McConnell neben den historisch-kritischen auch verschiedene Formen populärhistorischer Erinnerung an den Amerikanischen Bürgerkrieg: Kunstgemälde, Lieder, Folklore, Touristensouvenirs, Werbung oder die Inszenierung von Schlachten auf historischem Gelände.1 Während die Forschungsergebnisse der professionellen Geschichtsschreiber meist nur einem kleinen Kreis von Historikern zugänglich und nachvollziehbar sind, sind die Produkte der Populärkultur allen Menschen zugänglich. So wundert es kaum, dass gerade das Bild des Amerikanischen Bürgerkriegs in der US-Gesellschaft weniger durch formale historische Abhandlungen als vielmehr durch populäre Medien wie dem Film beeinflusst und geprägt wurde. Stuart meint sogar, dass mehr Menschen einen einzelnen fiktionalen Film wie Gone With the Wind gesehen als die Arbeiten aller professionellen Historiker zusammen gelesen zu haben.2 Demzufolge kommt dem US-amerikanischen Kino eine bedeutende Rolle bei der Formung des allgemeinen Geschichtsbildes in Bezug auf den Amerikanischen Bürgerkrieg zu. Ob dieses Geschichtsbild für den Historiker brauchbar bzw. unbrauchbar ist, sprich authentisch oder nicht, spielt zunächst einmal keine Rolle. Der Film, besonders der US-Amerikanische Film, ist zunächst reine Unterhaltung. Dennoch ermöglichen Filme zu bestimmten historischen Ereignissen wie zum Beispiel dem Amerikanischen Bürgerkrieg einen ganz anderen Zugang. Sie involvieren den Zuschauer mittels Bild und Ton viel emotionaler, leibhaftiger und einprägsamer in historische Ereignisse als es die historische Literatur vermag. Zudem orientieren sich Filme stets am zeitgenössischen Geschmack des Publikums bzw. den aktuellen Problemen in der Gesellschaft. Dies trifft im besonderen Maße für die Filme zum Amerikanischen Bürgerkrieg zu, bei denen sich die Herangehensweise an kontroverse Themen, wie zum Beispiel der Rassenfrage, über die Jahrzehnte hin deutlich gewandelt hat. Waren in den frühen Filmen oftmals rassistische Einstellungen (wenn auch manchmal geschickt kaschiert) gegenüber den schwarzen Sklaven allgegenwärtig, so nehmen die Filme der Gegenwart eindeutig Stellung gegen Intoleranz und Benachteiligung aufgrund der Hautfarbe.

Diese Hausarbeit möchte sich mit der Reflexion des Amerikanischen Bürgerkriegs im Kinofilm, speziell im US-Film, beschäftigen, da gerade dieses Ereignis wie kaum ein anderes so stark im Bewusstsein der Amerikaner verankert und ausschließlich ein im amerikanischen Film beheimatetes Thema ist. Im ersten Teil der Arbeit möchte ich zunächst auf Definitionsprobleme im Zusammenhang des Genres Kriegsfilm aufmerksam machen und anschließend einen filmhistorischen Abriss zur Entwicklung des Bürgerkriegsfilms skizzieren. Im zweiten Teil werde ich dann anhand fünf verschiedener Filmbeispiele analysieren, welche inhaltlichen und thematischen Aspekte zum besagten Ereignis angesprochen bzw. ausgelassen werden. Zusätzlich habe ich zu jedem Film (außer bei Gods and Generals) zeitgenössische Kritiken hinzugefügt, um auch auf die unterschiedliche Wahrnehmung zwischen den Kritikern aufmerksam zu machen. Mit Ausnahme von Gone With the Wind stammen alle Filmbeispiele aus jüngerer Zeit. Denn meiner Meinung nach bieten gerade die Filme der letzten 20 Jahre im Vergleich zu den älteren ein vielschichtigeres Bild hinsichtlich bestimmter thematischer Aspekte. Am Ende möchte ich mit einem abschließenden Fazit die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammenfassen.

Hauptteil: „Die Reflexion des Amerikanischen Bürgerkriegs im US-Film“

1. Der Bürgerkrieg als cineastisches Ereignis

1.1 Das Genre des Kriegsfilms

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind moderne Kriege, welcher Art auch immer, zu allererst visionäre Medienereignisse. Die Wahrnehmung moderner Kriege, wie z.B. jüngst das Einschreiten der USA gegen das Hussein-Regime im Irak, ist geprägt durch eine televisionäre Vermittlung, die Bilder von Opfern und Zerstörungen zwar explizit zeigen, jedoch über die Flüchtigkeit von Momentaufnahmen nicht hinausgehen. Emotional mögen diese Bilder den Zuschauer kurzfristig ansprechen, längerfristig geraten sie aber meist in Vergessenheit, da sie wiederum durch neue mediale Kriegsereignisse überschattet werden. Zudem nimmt die Wahrnehmung des Bevölkerungsanteils, der einen Krieg in Mitteleuropa (und speziell in Deutschland) selbst miterlebt hat, immer mehr ab.

[....]


1 Vgl. McCONELL, Stuart, Epilogue: The Geography of Memory, in: The Memory of the Civil War in American Culture, FAHS, Alice/WAUGH, Joan [Hrsg.], Chapel Hill NC [u.a.], 2004, S. 258/259.

2 Vgl. Ebd., S.259.

Kommentare

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