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Hausarbeit, 2005, 33 Seiten
Autor: Kathrin Rühling
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Institution/Hochschule: Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Tags: Kinder, Leserechtschreibschwierigkeiten, Grundschule, Normaler, Spracherwerb, Kindern
Jahr: 2005
Seiten: 33
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 10 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-53645-5
Dateigröße: 242 KB
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Zusammenfassung / Abstract
In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema: Kinder mit Leserechtschreibschwierigkeiten und gehe dabei der Frage nach: „Wie können Sie in der Grundschule optimal gefördert werden?“. Ich verfasse diese Hausarbeit im Rahmen des Seminars „Normaler und gestörter Spracherwerb des Kindes“. Die deutsche Schrift ist eine alphabetische Schrift und ist von der Lautsprache abgeleitet. Kinder müssen beim Schriftspracherwerb u.a. den Unterschied zwischen Laut- und Schriftsprache und die besonderen Funktionen von Schriftsprache erkennen. Diesbezüglich passt dieses Thema sehr gut zu dem Seminar. Leserechtschreibschwierigkeiten gehören zu den häufigsten Problemen des Kindes- und Jugendalters. Es sind ca. 5%- 15% der Kinder in der Schule betroffen. Dabei ist, zumindest in Deutschland, der Anteil der Jungen und Mädchen gleich stark (vgl. Weber, Jutta (2003): Lese- Rechtschreibschwierigkeiten und Legasthenie. Verursachungsfaktoren und Fördermöglichkeiten. Hamburg: Dr. Kovac Verlag, S. 46). Ich finde das Thema interessant und vor allem wichtig im späteren Schulunterricht Bescheid zu wissen, wie ich Kinder mit normalem und gestörtem Schrift- und Leseerwerb bzw. –entwicklung erkennen und fördern kann. Denn ich werde im Unterricht u.a. bedingt durch mein Unterrichtsfach Deutsch viel mit Schülern sprachlich und somit auch schriftsprachlich arbeiten. Zu Beginn der Hausarbeit beschreibe ich zunächst, wie „normal entwickelte“ Kinder und Kinder mit LRS die Schriftsprache und das Lesen erwerben, damit man den Vergleich sieht und mein weiteres Vorgehen nachvollziehen kann. Danach gebe ich eine Definition von LRS und zeige mögliche Ursachen auf. Im Hauptteil gehe ich verstärkt meiner Fragestellung nach, indem ich die Konsequenzen für den Unterricht in der Grundschule darstelle, d.h. ich beschreibe die Diagnose und die Förderdiagnostik bei LRS, stelle zwei Methoden zum Überprüfen des Lernfortschritts vor und gebe Übungsbeispiele für die Förderung von Kindern mit LRS beim Rechtschreiben und Lesen im Unterricht. In einem weiteren Punkt stelle ich Präventionsmaßnahmen gegen LRS im Anfangsunterricht vor. Im Schlussteil beantworte ich meine Fragestellung.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Hannover
Fachbereich Erziehungswissenschaften
Fach: Deutsch
Seminar:
Normaler und gestörter Spracherwerb von Kindern
Hausarbeit
Kinder mit Leserechtschreibschwierigkeiten
- Wie können Sie in der Grundschule optimal gefördert werden?
eingereicht von:
Kathrin Rühling
Studiengang: Lehramt an
Grund-, Haupt- und Realschule
4. Semester
Wintersemester 2004/05
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort ... 2
2 Schriftspracherwerb ... 3
2.1 Rechtschreibenentwicklung ... 3
2.2 Rechtschreibenentwicklung bei Kindern mit LRS ... 6
2.3 Lesenentwicklung ... 8
2.4 Leseentwicklung bei Kindern mit LRS ... 10
3 Definition von Leserechtschreibschwierigkeiten ... 12
4 Ursachen von LRS ... 12
5 Konsequenzen für den Unterricht ... 13
5.1 Grundsätze der Schriftsprachvermittlung und Prävention vor LRS ... 14
5.2 Diagnostik von LRS zu Schulbeginn ... 16
5.3 Personenbezogener Ansatz (Entwicklungsansatz) ... 18
5.3.1 Förderdiagnostik ... 19
5.3.1.1 Schwerpunktbereiche der Förderdiagnostik ... 20
5.3.1.2 Methoden der Förderdiagnostik ... 22
5.4 Förderdiagnostische Konzepte für dem Anfangsunterricht ... 23
5.5 Feststellung des Lernfortschritts ... 24
5.5.1 Rechtschreiben ... 25
5.5.2 Lesen ... 26
5.6 Förderung von Rechtschreibung im Unterricht ... 28
5.7 Förderung von Lesen im Unterricht ... 29
6 Schlussteil ... 31
7 Literatur ... 32
1 Vorwort
In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema: Kinder mit Leserechtschreibschwierigkeiten und gehe dabei der Frage nach: „Wie können Sie in der Grundschule optimal gefördert werden?“.
Ich verfasse diese Hausarbeit im Rahmen des Seminars „Normaler und gestörter Spracherwerb des Kindes“. Die deutsche Schrift ist eine alphabetische Schrift und ist von der Lautsprache abgeleitet. Kinder müssen beim Schriftspracherwerb u.a. den Unterschied zwischen Laut- und Schriftsprache und die besonderen Funktionen von Schriftsprache erkennen. Diesbezüglich passt dieses Thema sehr gut zu dem Seminar. Leserechtschreibschwierigkeiten gehören zu den häufigsten Problemen des Kindes- und Jugendalters. Es sind ca. 5%- 15% der Kinder in der Schule betroffen. Dabei ist, zumindest in Deutschland, der Anteil der Jungen und Mädchen gleich stark (vgl. Weber, Jutta (2003): Lese- Rechtschreibschwierigkeiten und Legasthenie. Verursachungsfaktoren und Fördermöglichkeiten. Hamburg: Dr. Kovac Verlag, S. 46). Ich finde das Thema interessant und vor allem wichtig im späteren Schulunterricht Bescheid zu wissen, wie ich Kinder mit normalem und gestörtem Schrift- und Leseerwerb bzw. – entwicklung erkennen und fördern kann. Denn ich werde im Unterricht u.a. bedingt durch mein Unterrichtsfach Deutsch viel mit Schülern sprachlich und somit auch schriftsprachlich arbeiten.
Zu Beginn der Hausarbeit beschreibe ich zunächst, wie „normal entwickelte“ Kinder und Kinder mit LRS die Schriftsprache und das Lesen erwerben, damit man den Vergleich sieht und mein weiteres Vorgehen nachvollziehen kann. Danach gebe ich eine Definition von LRS und zeige mögliche Ursachen auf. Im Hauptteil gehe ich verstärkt meiner Fragestellung nach, indem ich die Konsequenzen für den Unterricht in der Grundschule darstelle, d.h. ich beschreibe die Diagnose und die Förderdiagnostik bei LRS, stelle zwei Methoden zum Überprüfen des Lernfortschritts vor und gebe Übungsbeispiele für die Förderung von Kindern mit LRS beim Rechtschreiben und Lesen im Unterricht.
In einem weiteren Punkt stelle ich Präventionsmaßnahmen gegen LRS im Anfangsunterricht vor. Im Schlussteil beantworte ich meine Fragestellung.
2 Schriftspracherwerb
Das folgende Entwicklungsmodell für das Lesen- und Schreibenlernen verdeutlicht, welche Einsichten und Fähigkeiten das Kind beim Schriftspracherwerb erwirbt und in welchen Strategien sich dies beim Lesen und Schreiben zeigt. Bei jedem Kind verläuft der Schriftspracherwerb individuell, so dass unterschiedlich viel Zeit beansprucht wird und jedes Kind unterschiedlich lange auf einer Stufe beharrt oder auch mal eine Stufe zurückfällt. Das Modell ist nur eines unter vielen, alle gleichen sich jedoch in ihren Grundzügen und variieren nur in der Abgrenzung und Benennung der einzelnen Stufen.
(Abb. in: Naegele/ Valtin (1989): LRS in den Klassen 1-10. Handbuch der Lese- Rechtschreibschwierigkeiten. Band 1: Grundlagen und Grundsätze der Lese- Rechtschreib- Förderung. 4. Aufl., Weinheim; Basel: Beltz Verlag, S. 233)
Aus Darstellungsgründen sind Abbildungen und Tabellen nur in Kaufversionen enthalten
2.1 Rechtschreibentwicklung
Die folgenden Stufen kennzeichnen Phasen, in denen bestimmte Strategien überwiegen, die später von anderen abgelöst werden.
1. Stufe: Kritzeln
Auf der ersten Stufe des Schreibens ahmen Kinder die Tätigkeit des Schreibens nach und gewinnen so Einsicht in die äußeren Verhaltensweisen der Schriftverwendung. Die Kritzeleien ändern sich im Bewusstsein von Kindern schnell in die Funktion von Malen oder Schreiben, weil sie es von den Erwachsenen so abgeguckt haben. Vorschulkinder bezeichnen sehr unterschiedliche Darstellungen als Schrift, z.B. gegenständliche Zeichnungen, Kritzellinien oder Aneinanderreihungen von einzelnen Zeichen. Die verschiedenen Darstellungsarten bedeuten für Kinder Schrift, die sie selber produzieren und mit der sie sich äußern können. Dabei vermischen die genannten Darstellungsweisen auch.
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