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Europäische Häfen im Welthandel

Termpaper, 2005, 58 Pages
Author: Sebastian Schmidt
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics

Details

Event: Logistik
Institution/College: University of Applied Sciences Heide
Tags: Europäische, Häfen, Welthandel, Logistik
Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 58
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 18 + 21 Internet  Entries
Language: German
Archive No.: V60012
ISBN (E-book): 978-3-638-53782-7
ISBN (Book): 978-3-638-71379-5
File size: 3140 KB

Abstract

Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über die Thematik der europäischen Häfen im Welthandel gegeben werden. Diese sind aufgrund der enormen Veränderungen im Rahmen der Globalisierung, insbesondere im Seeverkehr, von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Ursache aller Handelsvorgänge, und damit auch des Welthandels, ist die Tatsache, dass Gebiete mit Güterüberschuss und Gebiete mit Gütermangel räumlich auseinander liegen. Die weltweiten Güterverkehre sind daher Warenströme zwischen weit gestreutem Überschuss- und Mangelgebieten. Die Seeschifffahrt ist der bedeutendste Verkehrsträger im internationalen Warenhandel. Rund zwei Drittel aller Welthandelsgüter werden über Seewege befördert. Die leistungsfähigsten und größten Wirtschaftsräume der Welt werden von den USA und Kanada, der Europäischen Union sowie Asien und Japan gebildet. Sie gehören zur Gruppe der hoch entwickelten Industrieländer und dominieren im Welthandel. Welthäfen verfügen über umfangreiche infrastrukturelle und suprastrukturelle Einrichtungen. Im Allgemeinen bündeln sich also in den Seehäfen die Handelsströme des Weltseeverkehrs und werden mit den Landesverkehrsmitteln verknüpft. Die seewärtig orientierte Wirtschaft, die man auch als maritime Wirtschaft bezeichnet, stellt in Deutschland über 300.000 Arbeitsplätze. Diese verteilen sich im Wesentlichen auf vier große Wirtschaftsbereiche. Im engeren Sinne wird die maritime Wirtschaft von den Unternehmen der Seeschifffahrt und des Schiffbaus sowie den Seehäfen als eigene Wirtschaftsunternehmen gebildet. Hinzu kommen, als vierter Wirtschaftsbereich, die sonstigen Dienstleistungen, die sich durch eine Fülle maritimer Spezialunternehmen auszeichnet.


Excerpt (computer-generated)

Hochschule für Wirtschaft & Technik

Europäische Häfen im Weltwandel

von

Sebastian Schmidt

Studienschwerpunkt Logistik
Betriebswirtschaftslehre
6. Fachsemester

 

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis II
Tabellen und Schaubilder IV
Abkürzungsverzeichnis V
Management Papier VI

1 Einleitung 1
1.1 Geschichtlicher Abriss 1
1.2 Die Bedeutung von Wasserwegen und Häfen 1

2 Hafentypen 2
2.1 Binnenhäfen 2
2.2 Seehäfen 5
2.2.1 Multifunktional-/Universalhäfen 5
2.2.2 Monofunktional-/Spezialhäfen 5
2.3 Sonstige Häfen 7

3 Weltweiter Seehandel 7
3.1 Schiffsverkehrsrouten und deren Entwicklung 7
3.2 Häfen als „Tor zur Welt“ 8
3.2.1 Entwicklung des Welthandels 9
3.2.2 Containerverkehr 11
3.2.3 Hafenengpässe 11
3.2.4 Zukünftige Entwicklung im weltweiten Containerumschlag 14
3.2.5 Große Reedereien 16

4 Europäische Seehäfen 17
4.1 Bedeutendste Seehäfen Europas 17
4.2 Die Nord Range 17
4.2.1 Hub-and-Spoke-System 19
4.2.2 Entwicklungstendenzen innerhalb der Nord Range 21
4.3 Hinterlandverbindungen 24
4.3.1 Infrastruktur 24
4.3.2 Suprastruktur 26
4.3.3 Problematik 26
4.4 Wirtschaftliche Entwicklungsschübe als Wachstumsfaktoren 28
4.4.1 Maritime Wirtschaft 28
4.4.2 Wirtschaftliche Bedeutung 31
4.5 Port Package 33
4.5.1 Begriffserklärung 33
4.5.2 Obligatorischer Genehmigungsvorbehalt 34
4.5.3 Aufhebung bestehender Genehmigungen 35
4.5.4 Selbstabfertigung 36
4.5.5 Fazit Port Package 37

5 Der Hamburger Hafen 38
5.1 Die Geschichte des Hafens 38
5.2 Welthafen Hamburg 39
5.3 Hamburger Hafen in Zahlen 42
5.3.1 Hafenfläche 42
5.3.2 Staatliche Investitionen und Hafeninfrastruktur 43
5.4 Umschlagsentwicklung 43
5.5 Entwicklungsprognose Containerverkehr 46

6 Häfen im Wandel 46

7 Schlusswort 47

8 Literaturverzeichnis 48

Tabellen und Schaubilder
Abb. 1 Haupttransportgüter der Binnenschifffahrt 2002 2
Abb. 2 Binnenwasserstraßen in Deutschland 4
Abb. 3 Anteile am Containerumschlag 9
Abb. 4 Top 10 Welt-Containerhäfen 2004 10
Abb. 5 Prognostizierte Hafenauslastung bis 2009 12
Abb. 6 Entwicklung der weltweiten Containerschiffsflotte 2000-2005 13
Abb. 7 Containerumschlag 1989 – 2004 nach Kontinenten in TEU 15
Abb. 8 Die 25 größten Container Carrier (per Jan. 2004) 16
Abb. 9 Verkehrsaufkommen in den Europäischen Häfen, 2000 17
Abb. 10 Übersicht über die Schifffahrtsrouten innerhalb der Nordrange 18
Abb. 11 Welt-BSP, Welt-Seehandel und Containerumschlag 19
Abb. 12 Grafische Darstellung des Hub-and-Spoke-Systems 19
Abb. 13 Top 20 Häfen im Intra- und Extra-EU-Handel 20
Abb. 14 Umschlagzahlen von 2002 bis 2004 der Häfen in der Nordrange 21
Abb. 15 Geplante Entwicklung d. Umschlagkapazitäten in der Nordrange 22
Abb. 16 Entwicklung der Flotte der Vollcontainerschiffe 23
Abb. 17 Wassertiefen an Liegeplätzen und in Zufahrten 23
Abb. 18 Güterverkehr nach Verkehrsträgern 28
Abb. 19 Wirtschaftsbereiche der maritimen Wirtschaft 29
Abb. 20 Der wirtschaftliche Kernraum Europas „Blaue Banane“ 30
Abb. 21 Top 10 – Wichtige Handelspartner des Hafens Hamburg 41
Abb. 22 Seegüterumschlag im Hamburger Hafen in 1.000 Tonnen 44
Abb. 23 Stückgutumschlag im Hafen Hamburg 45

 

 

Management Papier

Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über die Thematik der europäischen Häfen im Welthandel gegeben werden. Diese sind aufgrund der enormen Veränderungen im Rahmen der Globalisierung, insbesondere im Seeverkehr, von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Zunächst sind zur thematischen Eingrenzung die verschieden Hafentypen zu unterscheiden. Nach der Meereslage trennt man offene und geschlossene Seehäfen. Nach der Funktion unterscheidet man multifunktionale und monofunktionale Handelshäfen. Unter dem Gesichtspunkt der Verkehrsbedeutung gibt es Lokal-, Regional- und Welthäfen. Weltweit existieren mehr als 7000 Seehäfen, die jedoch überwiegend lokale oder regionale Aufgaben erfüllen. Den Status von Welthäfen haben nur rund 1500 dieser Seehäfen.

Ursache aller Handelsvorgänge, und damit auch des Welthandels, ist die Tatsache, dass Gebiete mit Güterüberschuss und Gebiete mit Gütermangel räumlich auseinander liegen. Die weltweiten Güterverkehre sind daher Warenströme zwischen weit gestreutem Überschuss- und Mangelgebieten. Die Seeschifffahrt ist der bedeutendste Verkehrsträger im internationalen Warenhandel. Rund zwei Drittel aller Welthandelsgüter werden über Seewege befördert. Die leistungsfähigsten und größten Wirtschaftsräume der Welt werden von den USA und Kanada, der Europäischen Union sowie Asien und Japan gebildet. Sie gehören zur Gruppe der hoch entwickelten Industrieländer und dominieren im Welthandel.

Die Nordrange hat für den europäischen Markt eine hohe Bedeutung, da über sie ca. 80% des Import- und Exporthandels Europas abgewickelt werden. Mit der Nordrange werden die Häfen entlang der Schifffahrtsroute Le Havre bis Hamburg bezeichnet. Kennzeichnend für die wichtigsten Nordrange-Häfen (Rotterdam, Antwerpen, Hamburg und die bremischen Häfen) ist das Hub-and- Spoke-System unter Nutzung des Feederverkehres.

Welthäfen verfügen über umfangreiche infrastrukturelle und suprastrukturelle Einrichtungen. Im Allgemeinen bündeln sich also in den Seehäfen die Handelsströme des Weltseeverkehrs und werden mit den Landesverkehrsmitteln verknüpft. Die seewärtig orientierte Wirtschaft, die man auch als maritime Wirtschaft bezeichnet, stellt in Deutschland über 300.000 Arbeitsplätze. Diese verteilen sich im Wesentlichen auf vier große Wirtschaftsbereiche. Im engeren Sinne wird die maritime Wirtschaft von den Unternehmen der Seeschifffahrt und des Schiffbaus sowie den Seehäfen als eigene Wirtschaftsunternehmen gebildet. Hinzu kommen, als vierter Wirtschaftsbereich, die sonstigen Dienstleistungen, die sich durch eine Fülle maritimer Spezialunternehmen auszeichnet.

Unter Port Package versteht man die angestrebte Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über den Zugang zum Markt für Hafendienste. Hauptziel ist die Liberalisierung aller Verkehrssektoren im Interesse der Verbraucher wie auch Unternehmen. Bei der oben genannten Richtlinie soll vor allem eine Verbesserung der Dienstequalität in den Häfen erreicht werden. Das Port Package in der momentan vorliegenden Form ist allerdings bei den Unternehmen, Gewerkschaften und Politikern aller Länder sehr umstritten.

Der Hamburger Hafen ist größter deutscher Seehafen und einer der führenden Universalhäfen in Europa. Er liegt rund 100 Kilometer von der offenen See entfernt und stellt daher aufgrund seiner geographischen Lage eine äußerst günstige Position für die Verteilung der Güter ins Hinterland dar. Der Hafen unterliegt den Gezeiten und ist ein offener Tidehafen. Durch den historisch bedingten Freihafen wird die zollrechtliche Abwicklung vereinfacht.

1 Einleitung

Schon immer waren Häfen das Bindeglied des Handels zwischen den Ländern dieser Erde. Auch heute noch nehmen sie im Rahmen der Globalisierung eine sehr wichtige Funktion in Betrachtung auf den Welthandel ein. Ziel dieser Arbeit ist es, mit Hilfe einer kurzen, aussagekräftigen Darstellung die heutige Bedeutung der Häfen für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa herauszuheben. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung mit Ausblick auf kommende Entwicklungen.

1.1 Geschichtlicher Abriss

1.2 Die Bedeutung von Wasserwegen und Häfen

Wasserwege sind die ältesten Handels- und Verkehrswege überhaupt. Ihre Bedeutung nahm auch mit der zunehmenden Entstehung von Strassen nicht ab, sondern ist auch gerade heute von großer Wichtigkeit. In der Vergangenheit waren es vor allem der schlechte Zustand vieler Wege und Strassen, der den Transport von Waren besonders auf längeren Distanzen problematisch machte (was natürlich auch heute in vielen Ländern eine Rolle spielt). Hinzu kamen Wegzölle und die beschränkten Transportmöglichkeiten. Zudem ließen verkehrstechnische Gründe eine Beförderung solch großer Mengen, wie sie heute von Schiffen bewältigt werden, nicht zu. Die räumliche Anordnung von Handel und (später) Industrie, und somit auch die wirtschaftliche Bedeutung einer Region oder eines (Stand)ortes, ist somit ursprünglich immer an Wasserwege gebunden gewesen.

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