Autor: Daniela Schäfer
Fach: Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Details
Institution/Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen (Institut für Erziehungswissenschaft)
Jahr: 2005
Seiten: 17
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 177 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-53787-2
In dieser Hausarbeit geht es um den Bildungsgedanken, den Platon in seinem Höhlengleichnis darstellt. Zunächst wird Platon vorgestellt, danach wird das Höhlengleichnis genauer betrachtet (Form, Inhalt, Interpretation...).
Textauszug (computergeneriert)
Justus-Liebig-Universität Giessen
Fachbereich für Sozial- und
Kulturwissenschaften
Institut für Erziehungswissenschaft
Allgemeine Wissenschaftstheorie und Probleme pädagogischer Theoriebildung
Wintersemester 04/05
Abgabetermin: 28.04.2005
Der Bildungsgedanke in Platons Höhlengleichnis
von
Daniela Schäfer
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Platon: Sein Leben 3
3. „Politeia“ - Der Staat 5
4. Zur äußeren Form 7
4.1 Die Dialogform 7
4.2 Sokrates als Gesprächsführer 7
5. Das Höhlengleichnis (im engeren Sinn) 8
5.1 Deskription 8
5.2 Interpretation 10
5.3 Pädagogische Relevanz 13
6. Schlussbetrachtung 15
7. Literaturverzeichnis 16
8. Anhang 17
1. Einleitung
In dieser Hausarbeit geht es um die Frage nach dem Bildungsgedanken in Platons Höhlengleichnis.
Bevor ich auf den Bildungsgedanken in dem Gleichnis eingehe, erscheint es mir sinnvoll, zunächst Platon als Person vorzustellen, um dem Leser einen Eindruck von seiner Lebenssituation zu geben.
Da das Höhlengleichnis nicht als eigenständige Schrift verfasst wurde, sondern in ein anderes Werk Platons („Politeia“) eingebunden ist, gehe ich außerdem darauf ein. Anschließend werde ich das Höhlengleichnis an sich beschreiben und auf die äußere Form – der des Dialoges – eingehen.
Daran schließt sich die Deutung sowie eine Zusammenfassung des Hauptgedankens an. Peter KAUDER stellt eine These auf, der zufolge das Höhlengleichnis „das Paradigma europäischen Bildungsdenkens“1 sei. Auf diese These werde ich gegen Ende der Arbeit noch einmal zurückkommen.
2. Platon: Sein Leben
Platons Leben exakt darzustellen gestaltet sich schwierig, da antike Quellen über Platons Leben häufig lückenhaft und teilweise unseriös sind.
Ich beziehe mich im Folgenden auf M. BORDT2, der sich besonders auf den siebten Brief – dessen Verfasser Platon sein soll – und auf Platonbiographien aus der Zeit unmittelbar nach Platons Tod – wie beispielsweise von Aristoteles – beruft.
Platon wurde zwischen 428 und 427 v. Chr. entweder in einem Viertel der Athener Oberschicht oder auf der Insel Ägina geboren. Er war der jüngste Sohn einer bekannten und wohlhabenden Familie der Athener Oberschicht. Platon hatte drei Geschwister: seine Brüder Glaukon und Adeimantos sowie seine Schwester Potone.
Der Peloponnesische Krieg (431-404 v. Chr.),ein Krieg zwischen Sparta und Athen, prägte Platons Kindheit und Jugend. Als Sparta den Krieg 404 v. Chr. endgültig für sich entscheidet, ist Platon 24 Jahre alt.
Platon wurde ab seinem siebten Lebensjahr in den Fächern Grammatik (was Lesen, Schreiben und Rechnen umfasst), Gymnastik und „mousiké“3 unterrichtet. Schon als Kind soll er Gedichte und Komödien geschrieben haben.
Mit etwa 20 Jahren schließt Platon sich einer Gruppe junger Leute an, die sich um Sokrates scharen. Sokrates ist etwa 40 Jahre älter als Platon. Sokrates schrieb oder unterrichtete nicht, er hatte eine besondere Art zu philosophieren: Er ging zu öffentlichen Plätzen und führte dort philosophische Gespräche mit den Menschen. Er belehrte sie nicht, er stellte lediglich Fragen, die ihn selbst beschäftigten und auf die er keine eindeutigen Antworten wusste.
Der Gruppe junger Leute, die ihn zu solchen Gesprächen begleitete, lehrte er auf diese Weise, Fragen zu stellen und über philosophische Probleme zu diskutieren.
Sokrates wurde zu Platons Freund. Daher stellten dessen Verurteilung zum Tode und die darauf folgende Hinrichtung einen gravierenden Einschnitt in Platons Leben dar.
Platon war sehr beeindruckt von Sokrates Persönlichkeit. Er bewunderte seine Tapferkeit, seine Auseinandersetzung mit dem Tod, seinen Gerechtigkeitssinn und vieles mehr. Im Besonderen imponierte Platon die Art der philosophischen Fragestellung und die Auseinandersetzung damit auf Sokrates Art und Weise. Man könnte sagen, sie sei der Anstoß für Platons eigene Philosophie gewesen.
BORDT legt dar, man könne Platons Philosophie als einen „Versuch verstehen, den Fragen und Problemen, die Sokrates aufgeworfen hat, philosophisch konsequent nachzugehen.“4.
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1 Kauder, Peter: Der Gedanke der Bildung in Platons Höhlengleichnis. Eine kommentierende Studie aus pädagogischer Sicht. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren, 2001. S. 99.
2 Bordt, Michael: Platon. Freiburg im Breisgau: Herder Verlag, 1999.
3 Ebd., S. 16.
4 Bordt, Michael: 1999, S. 18.
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