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Termpaper, 2004, 19 Pages
Author: Olesja Klipert
Subject: Psychology - Diagnostics
Details
Tags: Aufmerksamkeitsdiagnostik
Year: 2004
Pages: 19
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 15 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-53869-5
File size: 184 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Augsburg, Lehrstuhl für Psychologie
Seminar: Aufmerksamkeitsgestörte Kinder
Semester: 6, SS 2005
Aufmerksamkeitsdiagnostik
von: Olesja Klipert
Gliederung
1. Einleitung S.3-4
2. Aufbau der Arbeit S.4
3. Begriffsdefinition S. 4-5
4. Hauptteil S.5-17
4.1 Störung der Daueraufmerksamkeit, der selektiven Aufmerksamkeit, der geteilten Aufmerksamkeit und der Exekutiven Funktionen S.5-7
4.2 Kernsymptome der Aufmerksamkeits- Defizit- Hyperaktivitäts- Störung S.7-9
4.2.1 Unaufmerksamkeit S.7-8
4.2.2 Hyperaktivität S.8
4.2.3 Impulsivität S.8
4.3 Aufmerksamkeitsdiagnostik S.9-17
4.3.1 Anamnese der Krankheits- und Lebensgeschichte des Kindes S.10-11
4.3.2 Klinische und ärztliche Untersuchung S.11
4.3.3 Beobachtungen des Kindes im Alltag S.11-12
4.3.4 Fragebögen, Tests und Skalen S. 12-16
4.3.5 Psychologische Beurteilung S.16-17
5. Schlussteil S.17-18
6. Literaturverzeichnis S.18-19
1. Einleitung
Zunächst möchte ich hier erwähnen, dass ich mich primär für die Thematik des hyperaktiven Kinder interessiert habe, da ich in meiner Praxiszeit feststellen konnte, dass es offensichtlich immer mehr unruhige, leicht ablenkbare und konzentrationsschwache Kinder gibt. Ein weiterer Beweggrund für meine Wahl war hier auch, die oft vorschnelle Verurteilung von Kindern mit diesen Merkmalen seitens der Kindergartenpädagoginnen. Ich konnte z.B. beobachten, dass vor allem motorisch unruhige Kinder, welche sich nur schwer einer Sache widmen können, leichtfertig als hyperaktiv bezeichnet wurden. Tatsächlich wussten die Erzieherinnen jedoch oftmals nicht über die genauen Merkmale und Ursachen von Hyperaktivität Bescheid. Im Zuge meiner Recherchen konnte ich dann aber feststellen, dass es sich nicht ausschließlich die so genannten hyperaktiven Kinder mit auffälligem, impulsivem und zappeligem Verhalten gibt, sondern dass ebenso eher verträumte, unaufmerksame und motorisch nicht äußerst unruhige Kinder von dieser Störung betroffen sein können. Diese Kinder leiden unter ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) mit oder ohne Hyperaktivität. Es ist also kein Problem unserer so unruhigen Zeit, dass Kinder hyperaktiv oder in ihrer Aufmerksamkeit gestört sind, sondern ein Phänomen, das in seinen Auswirkungen schon lange bekannt ist. Das Aufmerksamkeits- Defizit- Syndrom ist heute die am häufigsten diagnostizierte Kinder- und jugendpsychiatrische Erkrankung in Deutschland. Angaben zur Häufigkeit sind international sehr unterschiedlich. Sie schwanken zwischen zwei und achtzehn Prozent, je nach den zugrunde gelegten Diagnosekriterien.
Lehrer und Erzieher klagen oft darüber, wie schwierig, unkonzentriert und unruhig die Kinder sind. Allerdings wird die Zahl der aufmerksamkeitsgestörten, hyperaktiven Kinder gerade bei Lehrern oft überschätzt. In Deutschland leiden ca.2 bis 6 % aller Kinder und Jugendlichen von ADHS (vgl. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2005, ADHS). Das sind über 1 Million Kinder bzw. zwei Kinder pro Schulklasse. Lehrer bezeichnen allerdings bis zu 15% ihrer Schüler als aufmerksamkeitsgestört und/oder hyperaktiv. Man muss also sehr sorgfältig prüfen, ob ein Kind wirklich belastet ist, und anhand anerkannter Merkmale entscheiden, ob eine derartige Problematik wirklich vorliegt. Bei einem Vergleich der Geschlechter zeigt sich im übrigen, dass Jungen weit häufiger betroffen sind als Mädchen. Jedoch gibt es in den wissenschaftlichen Untersuchungen erhebliche Diskrepanzen in der Häufigkeit des Auftretens von ADS, was darauf schließen lässt, das der Krankheitsverlauf nur schwer einzugrenzen ist.
2. Aufbau der Arbeit
Zu Anfang dieser Arbeit werde ich den Begriff ADS näher beleuchten. Im Zusammenhang mit Aufmerksamkeitsstörung ist die Unterscheidung zwischen selektiver Aufmerksamkeit, Daueraufmerksamkeit, geteilten Aufmerksamkeit und Exekutiven Funktionen von Bedeutung. Deshalb werde ich mich damit auch befassen. Dann gehe ich ganz kurz auf Symptomatik der ADHS nach DSM ΙV ein. Nachher befasse ich mich ganz gezielt mit der Diagnostik der ADS (ADHS), dazu gehören die Exploration des Kindes, die klinische und ärztliche Untersuchung, die Beobachtung des Kindes im Alltag und natürlich verschiedenen Fragebögen und psychologischen Testverfahren. Die Fragen, wie wichtig die Diagnostik ist, und warum die so wichtig ist, versuche ich in dieser Arbeit zu beantworten
3. Begriffsdefinition
Bei der Beschäftigung mit dem Thema ADS bin ich auf eine Reihe weiterer Begriffe gestoßen, die in Deutschland oft noch üblichen Begriffe Hyperaktivität bzw. HKS (Hyperkinetisches Syndrom oder Hyperkinetische Störung) stehen für ADS- Kinder mit Hyperaktivität, wobei die beiden erst genannten Bezeichnungen zunächst das ständige Zappeln und die exzessive Ruhelosigkeit, jedoch nicht das von vielen Fachleuten titulierte primäre Problem der Unaufmerksamkeit in den Vordergrund stellen (vgl. OptiMind, ADS bei Kindern).
Dr. med. Elisabeth Aust-Claus und Dr. Petra-Marina Hammer kritisieren an diesem Diagnosebegriff weiter, dass die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ohne Hyperaktivität unberücksichtigt bleibt (vgl. OptiMind, ADS bei Kindern). Seit dem Jahr 2000 wird nun in Deutschland in wissenschaftlichen Kreisen vermehrt der Begriff „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung“ (ADHS bzw. AD/HS) verwendet, welcher der Übersetzung von „Attention Daficit-/Hyperactivity Disorder“ (ADHD) aus den Amerikanischen entstammt, und deutlich macht, dass es sich bei diesem Krankheitsbild primär um eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung handelt und die Hyperaktivität je nach Ausprägung hinzu kommen kann( vgl. ADS- Hyperaktivität. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom und Hyperaktivität. Was ist das?).
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