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Traineeprogramme: Funktionen aus Sicht von Unternehmen und Trainee

Autoren: Mag. (FH) Verena Stättner, Elke Vonach
Fach: Wirtschaft - Personal und Organisation

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Details

Institut: Fachhochschule Vorarlberg
Tags: Traineeprogramme, Funktionen, Sicht, Unternehmen, Trainee
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 27
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 11  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 242 KB
Archivnummer: V60126
ISBN (E-Book): 978-3-638-53879-4

Textauszug (computergeneriert)

Traineeprogramme: Funktionen aus Sicht
von Unternehmen und Trainee

von: Verena Stättner und Elke Vonach

7. Semester

 


INHALTSVERZEICHNIS

1. Einführung 2

2. Grundlagen im Zusammenhang mit Traineeprogrammen 3

2.1 Definitionen 3
2.2 Verbreitung bezüglich Branche und Ausrichtung  4
2.3 Einordnung von Traineeprogrammen in die Personalentwicklung  5
2.4 Charakteristika von Traineeprogrammen 6
2.5 Grundelemente von Traineeprogrammen 7
2.6 Vermeidung von Hindernissen und Problemen  9
2.7 Grundtypen von Traineeprogrammen 11

3. Traineeprogramme aus Sicht des Trainees 15

4. Traineeprogramme aus Unternehmenssicht 18

4.1 Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Programm – Verlauf 18
4.2 Funktionen eines Traineeprogramms für ein Unternehmen  20

5. Kritik an Traineeprogrammen 22

6. Zusammenfassung 25

Quellenverzeichnis 26
 



 

1. Einführung

Führungskräfte tragen mit ihren Qualifikationen entscheidend zum Unternehmenserfolg bei und sind ein bedeutender Wettbewerbsfaktor eines Unternehmens. Um den Unternehmensbestand und langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern, ist die Ausbildung von Nachwuchsführungskräften essentiell. Nur dadurch können bei Veränderungen in der Führungsebene das Risiko eines Zeitverlustes und erhöhten Kompetenzverlustes vermieden werden.

Eine moderne Personalentwicklungsmaßnahme für ein Unternehmen stellen in diesem Zusammenhang so genannte Trainee-Programme dar. Diese werden vor allem bei Absolventen von Wirtschaftsuniversitäten immer beliebter, da sie einen tiefen Einblick in die Geschäftsabläufe geben und eine praktische Grundlagenausbildung innerhalb einer Unternehmung ermöglichen. Zudem sind sie bei vielen Unternehmen für angehende Fach- und Führungskräfte inzwischen der einzige Weg, zu ihrer Position zu kommen. Wie Christiane Konegen-Grenier, Hochschulreferentin beim Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln erklärt, ist ein Traineeprogramm „einfach eine gute Methode, um Übergangsprobleme vom Studium zu Beruf zu bewältigen“.1 Da jede Personalentwicklungsmaßnahme idealer Weise mit einer Chance bzw. mit einem Risiko beider Parteien verbunden ist, stellt sich an dieser Stelle nicht nur die Frage, welche Zielfunktionen ein Traineeprogramm für den Trainee inne birgt, sondern auch welcher Nutzen für den Initiator sprich den Arbeitgeber damit verbunden sind. Dieser Frage soll die vorliegende Arbeit Schritt für Schritt auf den Grund gehen, indem zuerst Grundlagen wie unter anderem Definitionen, Bestandselemente und Ausprägungsarten von Traineeprogrammen geklärt werden und anschließend eine separate Betrachtung aus Trainee- und Unternehmenssicht stattfindet.

In Österreich wird keine bzw. nur sehr wenig Forschung im Bereich Traineeprogramme betrieben, deswegen sind die in der Arbeit erwähnten literarischen Quellen hauptsächlich durch Forschung in Deutschland und der Schweiz gestützt. Hervorzuheben ist das Institut für Organisation und Personal der Universität Bern (IOP) unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Thom, welches in Zusammenarbeit mit dem Institut für Studien- und Berufplanung in Köln landesweite Erhebungen über die Ausgestaltung von Traineeprogrammen in deutschen Unternehmen durchführt und damit grundlegende Quellen für die Arbeit bietet.

2. Grundlagen in Zusammenhang mit Traineeprogrammen

2.1 Definitionen

TRAINEE

Der Begriff „Trainee“ kommt aus dem angelsächsischen Sprachraum und wird „(…) synonym für verschiedene Gruppen von in Ausbildung stehenden Personen, so auch für Auszubildende und Praktikanten“2 verwendet.

PROGRAMM

Unter einem Programm innerhalb einer Ausbildung versteht man im übertragenen Sinne die Notwendigkeit, einzelne Ausbildungsmaßnahmen bzw. –stationen in sinnvolle Abläufe und eine strukturierte Ordnung einzelner Elemente von Personalentwicklungsmaßnahmen zu bringen. Der Programmcharakter ist aufgrund der dadurch entstehenden Präzisierung von Lernzielen, der zielbezogenen Auswahl von Lehrmaßnahmen sowie der zielbezogenen Steuerung und Kontrolle ein wichtiges Merkmal von Ausbildungsprogrammen.3

TRAINEEPROGRAMM

Der Begriff des Traineeprogrammes wird unterschiedlich definiert. Im Allgemeinen versteht man unter einem Traineeprogramm ein Ausbildungsprogramm für Führungskräftenachwuchs, im deutschen Sprachraum sind Traineeprogramme fast ausschließlich auf Hochschulabsolventen ausgerichtet.4 Dabei handelt es sich folglich um einen Teilnehmerkreis, welcher sich durch einen weitgehend homogenisierten Vorbildungsstand auszeichnet. Die Teilnehmer treten in der Regel unmittelbar nach einem qualifizierten Abschluss in einen Betrieb ein, um das Ausbildungsprogramm zu durchlaufen.5 Nach Georg von Landsberg ist das Traineeprogramm ein Personalentwicklungselement, das als „(…) betriebliche Vollendung der universitären Leistung“ 6 gesehen werden kann.

Eine durchaus akzeptable Zusammenfassung mehrerer in der Arbeit angeführten Autoren bietet Norbert Thom, indem er das Traineeprogramm wie folgt beschreibt: „Durch das Traineeprogamm soll ein ausgewählter Kreis von Hochschulabsolventen eine Grundlagenausbildung für die spätere Übernahme von Führungsfunktionen erhalten, die Kenntnisse über eigene Fähigkeiten und Neigungen vertiefen, Kommunikationsbeziehungen aufbauen, Organisationsstruktur und –kultur einer Unternehmung kennen lernen können. (..) Die programmveranstaltende Unternehmung beabsichtigt eine gesicherte Vorsorge mit qualifizierten Führungsnachwuchskräften für freiwerdende bzw. neu schaffende Positionen sowie eine Verbesserung ihrer Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt der Hochschulabsolventen.“7

Während unter dem Instrument in der Nachkriegszeit vorwiegend eine Informations- und Orientierungsveranstaltung verstanden wurde, etablierte sich der Begriff des „Traineeprogrammes“ schlussendlich in den sechziger Jahren, als immer mehr Unternehmen begannen, Ausbildungsgänge für Jungakademiker innerhalb des eigenen Unternehmens als ein solches zu bezeichnen.8 In Vorarlberg wird unter dem Begriff Traineeprogramm allerdings meistens ein eher allgemein zugängliches Programm verstanden, welches –je nach den Anforderungen der einzelnen Unternehmen - auf Schul- und Studiengänger sowie auf Personen „auf der Suche nach dem Richtigen“ ausgerichtet ist. In der vorliegenden Arbeit soll vor allem die Definition von Thom herangezogen werden sprich das Traineeprogramm wird als Ausbildungsprogramm für Hochschulabsolventen betrachtet.

2.2 Verbreitung bezüglich Branche und Ausrichtung

[...]


1 Vgl. Schwertfeger (2002)

2 Förderreuther (1998), S.17

3 Thom (1987), S 219

4 Vgl. Lang (2004), S.3

5 Vgl Gulden (1996), S.3

6 Kramer/ v. Landsberg (1981), S. 87

7 Thom (1987), S.218

8 Vgl. Thom/Meyer-Ried (1988), S. 47

Kommentare

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