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Das Verhältnis von Sport und Medien in den USA sowie das Selbstverständnis des US-amerikanischen Sportjournalisten

Autor: Lukas Peuckmann
Fach: Sport - Medien und Kommunikation

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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 19
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 21  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 218 KB
Archivnummer: V60129
ISBN (E-Book): 978-3-638-53882-4
ISBN (Buch): 978-3-638-77575-5

Zusammenfassung / Abstract

Sport begeistert Menschen auf der ganzen Welt gleichermaßen. Großartige Sportarten wie der Fußball werden in fast allen Ländern der Welt gespielt. Mit dem regen Interesse der Gesellschaft am Sport ist auch das Interesse der Medien hoch, über ihn zu berichten. Galten Sportjournalisten noch vor 30 Jahren als zweitrangige Vertreter ihres Faches, stehen sie heutzutage häufig im Mittelpunkt des Interesses. Diese Entwicklung nahm vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika seinen Anfang. Seit jeher ist das Verhältnis von Sport und den Medien in den USA ein besonderes. Beide waren schon immer enger verzahnt als in Europa und führten zu einer außergewöhnlichen Entwicklung. Zu Stars wurden so neben den Sportlern auch die Sportjournalisten und Reporter. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Sport-Medien-Phänomen in den USA. Zunächst wird das Verhältnis vom Sport zu den Medien aufgezeigt. Diese Analyse findet vor allem in einem historischen Abriss statt, um die Entwicklung bis heute genauer nachzuvollziehen. Im Hauptteil der Arbeit wird das Selbstverständnis der Sportjournalisten in den USA durchleuchtet. So werden der Berufsstand vorgestellt, Entwicklungen gezeigt und mit historischem Hintergrundwissen eine Einordnung vorgenommen. Des Weiteren wird der Forschungsstand über den Sportjournalismus in den USA analysiert, denn gerade in den USA sind viele Studien, etwa über die Frauenrolle oder ethische Normen im Sportjournalismus, erhoben worden. Abschließend wird mit einem kleinen Exkurs der berühmte Sportreporter Dick Vitale vorgestellt, um im Konkreten die Rolle des amerikanischen Sportjournalismus und Sportreporters zu analysieren.

Textauszug (computergeneriert)

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Kommunikationswissenschaften
Reflexionskurs: Mediensport und Sportmedien
Wintersemester 2005/2006, 3.Fachsemester

Das Verhältnis von Sport und Medien in den USA sowie das
Selbstverständnis des US-amerikanischen Sportjournalisten

von: Lukas Peuckmann

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung S.1

2. Das Verhältnis von Sport und Medien in den USA S.1

3. Das Selbstverständnis des US-amerikanischen Sportjournalisten S.4

3.1. Ethische Normen bei Sportjournalisten in den USA S.6
3.2. Der Stand der amerikanischen Forschung über Sportjournalisten S.9

4. „It’s awesome, baby!“ – oder die mediale Inszenierung des amerikanischen Sportreporters Dick Vitale S.12

5. Schlussbetrachtung S.15

6. Literaturverzeichnis



 

1. Einleitung

Sport begeistert Menschen auf der ganzen Welt gleichermaßen. Großartige Sportarten wie der Fußball werden in fast allen Ländern der Welt gespielt. Mit dem regen Interesse der Gesellschaft am Sport ist auch das Interesse der Medien hoch, über ihn zu berichten. Galten Sportjournalisten noch vor 30 Jahren als zweitrangige Vertreter ihres Faches, stehen sie heutzutage häufig im Mittelpunkt des Interesses. Diese Entwicklung nahm vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika seinen Anfang. Seit jeher ist das Verhältnis von Sport und den Medien in den USA ein besonderes. Beide waren schon immer enger verzahnt als in Europa und führten zu einer außergewöhnlichen Entwicklung. Zu Stars wurden so neben den Sportlern auch die Sportjournalisten und Reporter.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Sport-Medien-Phänomen in den USA. Zunächst wird das Verhältnis vom Sport zu den Medien aufgezeigt. Diese Analyse findet vor allem in einem historischen Abriss statt, um die Entwicklung bis heute genauer nachzuvollziehen. Im Hauptteil der Arbeit wird das Selbstverständnis der Sportjournalisten in den USA durchleuchtet. So werden der Berufsstand vorgestellt, Entwicklungen gezeigt und mit historischem Hintergrundwissen eine Einordnung vorgenommen. Des Weiteren wird der Forschungsstand über den Sportjournalismus in den USA analysiert, denn gerade in den USA sind viele Studien, etwa über die Frauenrolle oder ethische Normen im Sportjournalismus, erhoben worden. Abschließend wird mit einem kleinen Exkurs der berühmte Sportreporter Dick Vitale vorgestellt, um im Konkreten die Rolle des amerikanischen Sportjournalismus und Sportreporters zu analysieren.

2. Das Verhältnis von Sport und Medien in den USA

Seit der Gründung 1776 spielt der Sport für die Vereinigten Staaten von Amerika eine herausragende Rolle. Bereits die ersten Siedler brachten europäische Ballspiele mit nach Amerika. Einflüsse erlebte der Sport in Amerika auch durch die Indianer, u.a. durch Frühformen des Lacrosse-Spieles. Dieses Mischverhältnis und die ´sportliche Isolierung` von Europa führte die amerikanische Sportkultur in eine eigene Richtung, auch als „amerikanischer Sonderweg“1 bekannt. So ist der amerikanische Sport vor allem geprägt durch die national bedeutsamen Ballsportarten Football, Baseball und Basketball. Aber auch Einzelsportarten wie Golf oder Motorsport erfreuen sich großer Beliebtheit. Fußball hingegen konnte sich in den USA nie wirklich als national prägende Sportart durchsetzen.

Hintergrund der Sportbegeisterung vieler Amerikaner ist in der Entstehungsgeschichte des Landes zu sehen. Die ersten Siedler mussten bei der Besiedlung des weiten Landes harten Bedingungen trotzen. Durchhaltevermögen, Ausdauer und Anspruchslosigkeit waren unablässig, um zu überleben. Diese Werte sind tief verankert im amerikanischen Denken und gerade im Sport finden viele Amerikaner Werte wie Teamgeist, Fairness und körperliche Fitness wieder.

Früher als etwa in Europa setzt sich der Sport in den USA als Massenphänomen durch. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts bildeten sich zu den beliebtesten Sportarten größere Turniere oder Wettkampfligen, etwa im Baseball die National League (1876) und im Football die NFL (1922). Als der Franzose Pierre de Coubertin 1896 die ersten olympischen Spiele der Neuzeit in Athen inszenierte, vertraten 13 Amerikaner ihr Land. Trotz langer und strapaziöser Anreise gewann sie 11 Goldmedaillen und somit die Nationenwertung.2 Dies war der Auftakt für die durchgängig erfolgreichen Teilnahmen der USA an Olympischen Spielen. Es spiegelt in besonderer Form die hohe Sportbegeisterung und frühe Professionalität der USA wieder. Mit zunehmender Popularität stieg auch das Interesse der Wirtschaft und der Medien am Sport. Sportler wie der Baseballspieler Georg Hermann Ruth von den New York Yankees oder der Boxer Rocky Marciano wurden bereits zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Nationalhelden gefeiert. Die Zeitungen berichteten in eigenen Kolumnen und die Industrie entdeckte ihre Werbewirksamkeit. Heute setzt die Sportindustrie in den USA Milliarden von Dollar um, sieben Mal mehr als die Filmindustrie und doppelt so viel wie die Autoindustrie. Im Jahr 2004 wurden so 213 Milliarden Dollar erzielt, mehr als in ganz Europa zusammen (165 Milliarden Euro).3 Großen Anteil daran hatten zum Beispiel die Werbeeinnahmen mit 14,1% oder der Verkauf von Sportartikeln mit 13,2%. Um diesen enormen Gewinn zu erzielen und den Sport professionell zu vermarkten, arbeiten Wirtschaft und Sport eng mit den Medien zusammen, sie werden auch als magisches Dreieck bezeichnet.

[...]


1 Näher nachzulesen unter: http://www.zeit.de/2002/51/P-Fu_a7ball

2 Digel, Helmut et. al. (2005): Hochleistungssport in den USA. Weilheim/ Teck, S. 59

3 Schultz Jorgensen, Soren (2005): The World’s best Advertising Agency: The Sports Press. In: Mandag morgen Nr. 37 / 2005

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