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Autor: Martina Traxler
Fach: Kunst - Kunsttheorie, Allgemeines
Details
Institut: Universität für Künstl. u. Industr. Geschichte (Kunstgeschichte)
Tags: Theorie, Schönen, Mittelalter, Seminar
Jahr: 2000
Seiten: 24
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 256 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-13732-4
Textauszug (computergeneriert)
Theorie des Schönen im Mittelalter
VORWORT 3
1. DER MODERNE BEGRIFF DER ÄSTHETIK UND DIE MITTELALTERLICHEN THEORIEN VON DER KUNST UND DEM SCHÖNEN 4
1.1. DER KUNSTBEGRIFF DES MITTELALTERS 4
2. IM VERGLEICH: DER MITTELALTERLICHE UND DER NEUZEITLICHE KUNSTBEGRIFF 5
2.1. ARTES LIBERALES UND ARTES MECHANICAE 5
2.2. DIE MITTELALTERLICHE KUNSTPHILOSOPHIE ALS WISSENSCHAFTSTHEORIE ODER TECHNOLOGIE? 5
2.3. DAS KUNSTWERK ALS MITTEL ZUM ZWECK - ZWECKBESTIMMUNG - LEHRHAFTIGKEIT 6
2.3.1. Die Wirkung eines mittelalterlichen Kunstwerkes - Der Aufstieg zum Unsichtbaren 6
2.4. RESUME: 7
3. DIE SCHÖNHEIT DER KUNST IM MITTELALTER 7
3.1. SCHÖNHEIT: KEIN PRIMÄRER ZWECK EINES KUNSTWERKES 7
3.2. RESUME: 8
4. ANSCHAUBARKEIT UND UNIVERSALE SCHÖNHEIT 8
4.1. DIE OBJEKTIVITÄT DES SCHÖNEN 8
4.1.1. Kunst als Natur und Natur als Kunst 9
5. DIE KATEGORIE DER SCHÖNHEIT 9
5.1. KUNST UND PHILOSOPHIE 10
5.1.1. Die Anschauung als vollkommene Erkenntnis 10
5.1.2. Die Objektivität der Bedeutung - allgemein verständliche Symbole 11
5.2. RESUME: 11
6. ANSCHAUUNG DES UNIVERSALEN, THEORETISCHER CHARAKTER DER KUNST 11
6.1. DIE BEARBEITUNG VON MATERIE 12
6.2. DIE SCHÖNHEIT DER MATERIE 12
6.3. DIE SCHÖNHEIT DES ABBILDES 13
6.4. DAS MENSCHENBILD UND DIE ABSTRAKTEN DARSTELLUNGEN 13
6.5. DIE ARCHITEKTUR 14
6.6. DIE SCHÖNHEIT DES LICHTES 14
7. DEFINITION DES SCHÖNEN :FORMALE (MODERNE) UND MATERIELLE(MITTELALTERLICHE) DEFINITION 15
EINE HISTORISCHE VERORTUNG 16
1. DIE ANONYMITÄT DES KUNSTSCHAFFENS UND DER BEGRIFF DES SCHÖNEN AN SICH. VON DER VÖLKERWANDERUNG BIS ZUR KAROLINGISCHEN RENAISSANCE 16
1.1. KLASSIZISMUS UND ANTIKLASSIZISMUS 16
1.1.1. Der Künstler als Mittler 18
2. DIE ÄSTHETISCHEN IDEEN DER KAROLINGISCHEN RENAISSANCE UND DES JOHANNES SCOTUS 18
2.1. DER KAROLINGISCHE KLASSIZISMUS 18
2.1.1. Die Übernahme des Corpus Areopagiticum im Abendland 18
3. DIE AUFFASSUNG VOM SCHÖNEN IN DER OTTONISCHEN ZEIT UND IN DEN KLOSTERREFORMEN DES 10. JAHRHUNDERTS. 19
3.1. DER EINFLUSS DES PSEUDO DIONYSIUS 19
3.1.1. Cluniazensischer Orden und ottonisches Reich 20
4. DER BEGRIFF DES SCHÖNEN IN DER ROMANISCHEN EPOCHE 20
4.1. DER EINFLUSS DES PSEUDO DIONYSIUS. ROMANISCHE BASILIKEN 20
5. DIE GOTISCHE INTERPRETATION DES CHRISTLICHEN PLATONISMUS 21
5.1. CHARTRES, ST. VIKTOR UND CLAIRVAUX ALS MITTELPUNKTE DES ÄSTHETISCHEN DENKENS 21
5.1.1. Licht- und Zahlenmetaphysik 22
5.1.2. Die Farbe, die Proportion, die Linie 22
5.2. RESUME: 23
Vorwort
In Anschluss an die Vorlesung Kunstgeschichte des Mittelalters stellte sich für mich die Frage, warum erschienen manche Stile, Methoden, Dekorationen, ... den Menschen im Mittelalter als schön, als göttlich, als die beste Möglichkeit, und warum war die Gotik und später das Barock so andersartig gelagert.
Aus diesem persönlichen Interesse heraus habe ich mich entschieden, nicht eine Werkbeschreibung eines mittelalterlichen Kunstwerkes oder Bauwerkes zu schreiben, sondern mich mit dem theoretischen Thema der Theorie des Schönen, der Ästhetik auseinander zu setzten.
Ich habe mich in der folgenden Arbeit sehr stark and Rosario Assuntos Werk "Die Theorie des Schönen im Mittelalter" angelehnt Da mir auf diesem, mir bis dato unbekannten Gebiet der Kunsttheorie die Sprachbewandtnis fehlt, habe ich mich nicht zu weit von Assuntos Grundlagen und Textfluss weggewagt. Im Laufe der Arbeit ist mir immer mehr bewusst geworden, auf welch schwieriges Thema ich mich eingelassen hatte. Eine Verquickung von Kunst, Religion und Philosophie, eine neue mir beinahe unbekannte Art zu denken, in einer großen Einheit. In gewissen Abschnitten hat mir Umberto Eco mit seinem Werk "Kunst und Schönheit im Mittelalter" beim Verstehen geholfen, manche Sachverhalte und Gedankengänge bedürfen meinerseits noch stärkerer philosophischer und religionsgeschichtlicher Fundierung.
Diese Arbeit ist somit als ein erster Versuch einer Annäherung an die Kunsttheorie zu verstehen, keinesfalls ein eigenständiges, auf fundiertem Wissen basierenden Werk, was im Umfang dieser Arbeit leider nicht möglich gewesen ist.
1. Der moderne Begriff der Ästhetik und die mittelalterlichen Theorien von der Kunst und dem Schönen
Kann man von einer mittelalterlichen Ästhetik sprechen?
Das Mittelalter kennt den Begriff Ästhetik noch nicht, da es auch die Kunst nicht als eine subjektive, menschliche Schöpfung sieht. Im Mittelalter sind die Theorie des Schönen, die Kunsttheorie und Theorie der sinnlichen Wahrnehmung noch streng voneinander getrennt.
Für uns ist heute die Philosophie des Schönen und die Philosophie der Kunst dasselbe. Das Schöne wird als ein subjektiver menschlicher Ausdruck verstanden. Als solcher ist er eine die menschlichen Werke, seien es Kunstwerke oder mit Kunstfertigkeit geschaffene Dinge, näher bestimmende Eigenschaft. Für den mittelalterlichen Menschen war die Schönheit eine objektive Eigenschaft des Seins an sich. Die Eigenschaft konnte der Mensch aufdecken aber nicht hervorbringen. Also konnten die vom Menschen geschaffenen Dinge nur an der Schönheit teilhaben, sie aber nie verkörpern. Was wir heute Kunstwerk nennen, war im Mittelalter ein zu nützlichen Zwecken geschaffenes Ding.
Als leicht verständliches Beispiel: "Während wir die Natur als schön beurteilen, wenn sie sich der Kunst nähert, galt im Mittelalter die Kunst als schön, wenn sie sich der Natur anglich.
1.1. Der Kunstbegriff des Mittelalters
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