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Diploma Thesis, 2006, 75 Pages
Author: Tino Böhle
Subject: Economics / Business: Investment and Finance
Details
Tags: Möglichkeiten, Grenzen, Liquiditätssicherung, Unternehmen, Leasing, Factoring
Year: 2006
Pages: 75
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 47 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-54208-1
File size: 549 KB
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Excerpt (computer-generated)
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Göttingen
Möglichkeiten und Grenzen der Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen durch Leasing und Factoring
Tino Böhle
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 1
2. Notwendige definitorische Abgrenzungen und grundlegende Darstellungen ... 1
2.1 Liquidität ... 1
2.1.1 Begriffsbestimmung ... 1
2.1.2 Kennziffern und Methoden zur Beurteilung der Liquidität ... 2
2.1.2.1 Kennziffern ... 2
2.1.2.2 Methoden ... 3
2.1.3 Liquiditätssicherung ... 4
2.1.4 Restriktionen der Liquidität ... 6
2.2 Mittelstand ... 6
2.2.1 Begriffsbestimmung ... 6
2.2.2 Zur Finanzierungssituation mittelständischer Unternehmen ... 7
2.3 Leasing ... 10
2.3.1 Begriffsbestimmung ... 10
2.3.2 Arten des Leasings ... 11
2.3.3 Abgrenzung zu anderen Finanzierungsformen ... 13
2.3.3.1 Eigenfinanzierung ... 13
2.3.3.2 Kreditfinanzierung ... 14
2.3.3.3 Mietkauf ... 15
2.4 Factoring ... 15
2.4.1 Begriffsbestimmung ... 15
2.4.2 Arten des Factorings ... 17
2.4.3 Abgrenzung zu anderen Finanzierungsformen ... 18
2.4.3.1 Zessionskredit ... 18
2.4.3.2 Warenkreditversicherung ... 19
3. Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen durch Leasing und Factoring ... 19
3.1 Beispielunternehmen ... 20
3.2 Möglichkeiten und Grenzen der Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen durch Leasing ... 21
3.2.1 Möglichkeiten von Leasing ... 21
3.2.1.1 Leasing als Finanzierungsalternative bei einer Investition ... 21
3.2.1.1.1 Quantitative Aspekte des Leasings im Vergleich zur Eigenkapital- und zur Kreditfinanzierung ... 21
3.2.1.1.1.1 Liquiditätswirkung von Leasing ... 22
3.2.1.1.1.2 Liquiditätswirkung von Leasing gegenüber der Eigenfinanzierung ... 24
3.2.1.1.1.3 Liquiditätswirkung von Leasing gegenüber der Kreditfinanzierung ... 26
3.2.1.1.2 Qualitative Aspekte für die Entscheidung der Leasingfinanzierung ... 28
3.2.1.1.3 Abschließende Zusammenstellung der Erkenntnisse beim Einsatz von Leasing als Finanzierungsalternative ... 30
3.2.1.2 Sale-and-lease-back ... 30
3.2.1.3 Schonung/Ausweitung des Finanzierungsrahmens durch Leasing ... 32
3.2.2 Grenzen der Liquiditätssicherung beim Leasing ... 33
3.2.2.1 Grenzen beim Leasing als Finanzierungsalternative für Investitionen ... 33
3.2.2.2 Grenzen von Sale-and-lease-back ... 35
3.2.2.3 Grenzen bei der Schonung/Ausweitung des Finanzierungsrahmens ... 36
3.2.2.4 Grenzen von Leasing durch die Prüfung des Leasingobjektes und des Leasingnehmers ... 37
3.2.3 Kritische Abwägung des Einsatzes von Leasing zur Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen ... 39
3.2.3.1 Eignung von Leasing zur Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen ... 39
3.2.3.2 Gründe die gegen Leasing sprechen ... 40
3.2.3.3 Fazit des Einsatzes von Leasing bei einem mittelständischen Unternehmen zur Liquiditätssicherung ... 41
3.3 Möglichkeiten und Grenzen der Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen durch Factoring ... 42
3.3.1 Möglichkeiten der Liquiditätssicherung durch Factoring ... 42
3.3.1.1 Optimierung der Liquidität durch Factoring ... 42
3.3.1.2 Verringerung des Forderungsausfalls ... 44
3.3.1.3 Nutzung der Dienstleistungsfunktion ... 45
3.3.1.4 Kosten/Nutzen-Vergleich ... 46
3.3.2 Grenzen der Liquiditätssicherung durch Factoring ... 48
3.3.3 Grenzen bei der Wirkung auf den Cashflow ... 49
3.3.3.1 Allgemeine Grenzen des Factorings ... 49
3.3.4 Kritische Abwägung ... 52
3.3.4.1 Eignung von Factoring zur Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen ... 52
3.3.4.2 Gründe die gegen Factoring sprechen ... 53
3.3.4.3 Fazit des Einsatzes von Factoring bei einem mittelständischen Unternehmen zur Liquiditätssicherung ... 53
4. Schlussbetrachtung ... 54
Anhang ... 57
5. Darstellungen und Schemen ... 57
5.1 Schematische Darstellung der Definitionen von Umlaufvermögen, monetären Umlaufvermögen, flüssigen Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten ... 57
5.2 Eigenkapitalausstattung des Mittelstandes in Deutschland im Verhältnis zur Bilanzsumme 1999-2005 ... 57
5.3 Schematische Darstellung vom direkten und indirekten Leasing ... 58
5.4 Schematische Darstellung der Beziehungen zwischen den Beteiligten beim Factoring am Beispiel des offenen Factorings ... 58
5.5 Unternehmensfinanzierung – der Finanzierungsmix ... 58
5.6 Ausgangsdaten der Firma Holzbau ... 59
5.7 Darstellung der Bilanzveränderungen beim Einsatz von Factoring in Verbindung mit der Schuldtilgung oder der Bildung einer Barreserve ... 59
6. Modellrechnung Leasing-Kauf ... 59
6.1 Allgemeines und getroffenen Annahmen ... 59
6.2 Zusammenstellung aller Annahmen ... 61
6.3 Das Leasingmodell ... 61
6.4 Das Eigenfinanzierungsmodell ... 62
6.5 Das Kreditkaufmodell ... 64
6.6 Wirtschaftlichkeitsvergleich ... 65
6.7 Wirtschaftliches Entscheidungsmodell Effektivzins ... 65
6.8 Liquiditätsvergleich ... 66
Literaturverzeichnis ... 68
1. Einleitung
Der Bestand an finanziellen Mitteln entscheidet in der Wirtschaft über das „Leben“ und das „Sterben“ von Unternehmen. Doch gerade im Bereich der mittelständischen Unternehmen zeichnet sich dort ein Engpass und somit eine Problemsituation ab.
Mittelständische Unternehmen weisen in ihrer Eigenheit eine sehr dünne Eigenkapitaldecke, eine hohe Abhängigkeit von Bankkrediten und hohe Außenstände in Form von Forderungen aus Lieferung und Leistungen gegenüber ihren Abnehmern auf.
Doch die Situation der mittelständischen Unternehmen scheint sich an dieser Stelle nicht zu verbessern. Die schlechte Zahlungsmoral und die verstärkte Nutzung von Lieferantenkrediten deuten weiterhin auf einen Anstieg bzw. auf einen Verbleib der Außenstände auf hohem Niveau hin. Die mittelständischen Unternehmen gehören schon Heute zu den größten Kreditgebern in Deutschland und müssen somit ihren Umsatz durch Eigen- und Fremdkapital vorfinanzieren. Sie belasten somit ihre eigene Liquidität.
Gerade dieses Bild macht sie sehr empfindlich gegenüber der aktuellen Einengung ihres Finanzierungsspielraumes durch die restriktive Kreditvergabe der Banken. Auslöser sind dabei die neuen Vorschriften aus der Neuen Baseler Eigenkapitalübereinkunft (Basel II) und die allgemeine vorsichtige Kreditvergabepolitik der Kreditinstitute. Die Banken fordern immer mehr Sicherheiten zur Absicherung von Krediten, die die mittelständischen Unternehmen einfach nicht bieten können.
Doch andererseits brauchen die mittelständischen Unternehmen Kapital und daraus liquide Mittel um ihre Zahlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Nur so können sie die laufenden Betriebskosten decken und weitere Investitionen und Expansionen tätigen.
Der Begriff der Liquiditätssicherung wird für mittelständische Unternehmen immer wichtiger.
Im Fortfolgenden soll somit untersucht werden, in wie weit die Instrumente des Leasings und des Factorings die mittelständischen Unternehmen bei der Liquiditätssicherung unterstützen. Speziell werden dabei die Möglichkeiten und die Grenzen beider Formen betrachtet und abschließend dargestellt.
2. Notwendige definitorische Abgrenzungen und grundlegende Darstellungen
2.1 Liquidität
2.1.1 Begriffsbestimmung
Der Begriff Liquidität stammt von dem lateinischen Begriff „liquidus“ ab und bedeutet übersetzt „flüssig“. Eine eindeutige Definition ist jedoch in der Betriebswirtschaft nicht zu finden. 1 Ein Ansatz ist die Unterscheidung nach der zeitlichen Ausrichtung. Einerseits ausgerichtet auf einen Zeitraum2 definiert sie sich als „die Fähigkeit eines Unternehmens, die … zwingend fälligen Zahlungsverpflichtungen [jederzeit und] uneingeschränkt zu erfüllen“.3 Sie beschreibt somit die Eigenschaft eines Wirtschaftssubjektes.
Bezieht sich der Begriff der Liquidität anderseits auf einen Zeitpunkt, so ist sie eine Bestandsangabe an geldnahen Vermögensgegenständen. Sie beschreibt somit die Eigenschaft eines Vermögensgegenstandes. Nach dieser Definition lassen sich die Bilanzpositionen nach absteigender Liquidität folgendermaßen gliedern:
- Kasse, Bank, Postscheck
- Forderung aus Lieferung und Leistung
- Warenbestände, Fertigfabrikate
- Halbfabrikate
- Rohstoffe usw.4
Es wird deutlich, das bei dieser Betrachtung die Fungibilität bzw. Liquidierbarkeit im Vordergrund steht.5
2.1.2 Kennziffern und Methoden zur Beurteilung der Liquidität
2.1.2.1 Kennziffern
Um die Liquidität eines Unternehmens zu beurteilen, werden in der Praxis verschiedene Kennziffern verwendet. Drei dieser möglichen Kennziffern stellen die Grade der Liquidität dar. Im Zentrum ihrer Ermittlung steht die Frage, ob die vorhandenen liquiden Mittel ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken.6 Das Ergebnis sollte immer größer gleich eins sein, d.h. langfristige Mittel sollten ebenfalls zur Finanzierung von kurzfristigen Vermögen verwendet werden.7
[...]
1 Vgl. Niggemann 1980, S.7
2 Vgl. Wöhe 2002, S.667
3 Ertl 2000, S.1
4 Vgl. Wöhe 2002, S.667-668
5 Vgl. Ertl 2000, S.144
6 Vgl. Wöhe 2002, S.673
7 Vgl. Eickemeyer 2003, S.7; Wobei es in der Praxis unterschiedliche Ansätze gibt. So zum Beispiel definiert Haas als Grenzwerte für die Liquidität 3. Grades einen Wert > 120 % als Optimum und einen Wert von 110 % als Minimum. Vgl. Haas 1996, S.200
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