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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 18
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 4  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 86 KB
Archivnummer: V60585
ISBN (E-Book): 978-3-638-54227-2
Anmerkungen :
Laut Dozentin gut lesbarer und sehr spannender Überblick über die Entstehung und Ausbreitung des Lebens auf unserer Erde. Dabei liegt der Fokus auf den großen Übergängen: Bildung erster Bakterien, Evolution zur Mehrzelligkeit und Ursprung des Menschen. Anschließend werden die Prinzipien der natürlichen Selektion prägnant und kompetent vorgestellt (Autor hat ein Studium der biolog. Anthropologie erfolgreich abgeschlossen).

Textauszug (computergeneriert)

Albert – Ludwigs – Universität Freiburg i. Br.
IIG Abt. Kognitionswissenschaft
Seminar: Einführung in die Kognitionswissenschaft
SS 2001

Evolution

von: Ralf Bub

 


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG 2

1. DIE ENTWICKLUNG DES LEBENS 4

1.1 VON DER ENTSTEHUNG DER ERDE BIS ZU DEN ERSTEN BAKTERIEN 4
1.2 DIE ENTSTEHUNG VON KOMPLEXEM LEBEN  6
1.3 HOMO SAPIENS  9

2. DAS PRINZIP DER NATÜRLICHEN SELEKTION 10

2.1 FORMALE BETRACHTUNGSWEISE  10
2.2 DIE PRINZIPIEN DER NATÜRLICHEN AUSLESE  11

3. ON THE ORIGIN OF LANGUAGE 16

Literaturverzeichnis  18


 

 

Einleitung

Seit Menschen die Fähigkeit besitzen, über sich selbst und ihre Umwelt nachzudenken, oder noch exakter, seitdem der menschliche Geist von Fragen nach dem „warum?“, “was passiert hier?“, „wo komme ich her?“ heimgesucht wird, er des weiteren die Fähigkeit hat, sich über manche Dinge zu wundern und sich vor vielen Dingen zu fürchten, besteht ein existenzielles Bedürfnis nach Antworten, oder grundlegender, nach Sinngebung. Die längste Periode der menschlichen Geschichte gaben magisch – religiöse Erklärungsmuster den Menschen halt, in einer von eigentlich unerklärten Naturgewalten (haben wir sie geklärt?) und von abertausend wundersamen Tieren und Pflanzen beherrschten Welt. Der Urgrund alles Existierenden schien etwas Geistliches, Körperloses zu sein: Die Welt war bevölkert von Geistern, Dämonen oder Gottheiten, die alles beseelten, wie beispielsweise Ra der Sonnengott oder Poseidon der Gott des Meeres. Nach Aristoteles ist es die Seele, die dem Mensch das Leben einhaucht. In vielen Kulturen sah man den Atem als die Essenz des Lebens. Das lateinische Wort spiritus bedeutet zugleich „Geist“ und „Atem“, psyche war das ursprüngliche griechische Wort für „Atem- Seele“, und in den östlichen Religionen ist der Stellenwert des Atems immer noch beträchtlich. In den Vorstellungen der alten Kulturen konnte nur ein Gott, oder eine höhere immaterielle Macht die Natur zum Leben erwecken und ein Wesen mit Geist wie den Mensch erschaffen.

Anfang des 17 Jahrhunderts führte ein französischer, streng katholischer Mathematiker eine radikal veränderte Sicht der Welt ein: Descartes trennte die res extensa, die materielle Substanz, von der res cogitans, der denkenden Substanz. Allein dem Menschen sprach er eine Seele zu, während der Rest des Universums seelenlos, objektiv und nur von rein mechanischen Prinzipien bestimmt, nach von Gott aufgestellten, allgemeinen Gesetzen funktionieren sollte. Das war der von der Religion gebilligte Startschuß dazu, sich von der „Anbetung“ der Natur ihrer systematischen naturwissenschaftlichen Untersuchung zuzuwenden. Bahnbrechende Erfolge sollten in der Folgezeit zum Triumphzug der Naturwissenschaften beitragen, während dessen durfte sich der Mensch immer mehr als Beherrscher seiner Umwelt fühlen. Die wahrscheinlich wichtigste (neben Newtons Gesetzen) und zugleich „gefährlichste“ Theorie stammt von einem Engländer: Charles Darwin. In der Zeit vor dem 19 Jahrhundert kursierten in den Gesellschaften verschiedene Schöpfungsmythen, die Welt wurde als nicht veränderbar wahrgenommen und alle Arten schienen schon seit Beginn der Zeit, welcher z.B. von einem Bischof im 17 Jahrhundert auf 4004 v. Chr. datiert wurde, in dieser Weise die Erde zu bevölkern. Bis der Naturforscher Darwin 1859 sein Werk „On the origin of species“ vorlegte, dessen Nachbeben bis zum heutigen Tage nicht verklungen sind. Er postulierte den gemeinsamen Ursprung allen Lebens, das aufgrund eines langen, mechanistischen und schrittweise verlaufenden Ausleseprozesses in der heutigen Vielfalt, Komplexität und erstaunlichen Angepasstheit zu bewundern ist. Die Konsequenz seiner Gedanken war das Zurückkatapultieren des Menschen in die schmutzige, „niedrige“ Natur. Der Mensch wurde mit dem Affen auf eine Stufe gestellt und er mußte seine Abstammung mit einer Amöbe teilen. Gott war überflüssig geworden um die Wunder der Natur zu erklären und der Mensch konnte sich in der kosmischen Pyramide nicht mehr in seiner Nähe wähnen. Die Ideen Darwins wurden in der Folgezeit immer weiter ausdifferenziert, ergänzt und bestätigt, so dass die natürliche Selektion als Grundprinzip des evolutionären Fortschritts bis heute alle Kontroversen beinahe unbeschadet, eher sogar gestärkt, überstanden hat. Innerhalb des vorherrschenden mechanistischen, newtonschen Weltbildes hat ihr noch keine andere Theorie das Wasser reichen können. Nichtsdestotrotz mangelt es nicht an anderen Erklärungsversuchen, nicht zuletzt von renommierten Biologen und Naturwissenschaftlern, welche nach eingehenden Studien zu dem Schluß gelangen, dass die Evolution (noch) von anderen grundlegenden, bis jetzt empirisch nicht belegbaren, Prinzipien geleitet werden muß. Aber was ist überhaupt das Erstaunliche am Leben, das wir auf der ganzen Welt beobachten können? Aus physikalischer Sicht ist der hohe Grad an Ordnung nicht zu erklären. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass in jedem System, das sich bewegt oder Energie verbraucht, die Entropie, d.h. die Unordnung, zunimmt.

Deswegen strebt das Universum dem sicheren Wärmetod entgegen. Man sollte sich vor Augen führen, dass die Erde zum Zeitpunkt ihrer Entstehung (vor ca. 4 ½ Milliarden Jahren) dieselbe „Elementenbilanz“ vorzuweisen hatte wie heute (der Anteil der Meteoriten und der Objekte, welche wir ins Weltall geschossen haben, ist verschwindend gering, ebenso unbedeutend, wie der Wasserstoff, der mangels Anziehungskraft ins Weltall entweicht). Die Menge an Wasserstoff, Kohlenstoff, Phosphor, Stickstoff usw. ist also gleich geblieben. Trotz der unwirtlichen Zustände am Anfang der Erdgeschichte hat das Leben das Ruder auf unserem Planeten übernommen und ist heute in der Form von Eichhörnchen anzutreffen, „aufgebaut“ aus den schon immer vorhanden Elementen, welche aber in so einer Komplexität angeordnet sind, das sie über Sinnesorgane die Umwelt wahrnehmen können. Welche gewaltige Kraft kann diese „Wunder“ vollbracht haben? Gehen wir in der Zeit zurück, um uns die entscheidenden Schritte anzusehen.

1. Die Entwicklung des Lebens

1.1 Von der Entstehung der Erde bis zu den ersten Bakterien

[...]

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