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Autor: Karina Eckstein
Fach: Dolmetschen / Übersetzen
Details
Institut: Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) (Kommunikation und Medien)
Tags: Vergleichende, Analyse, Beispiel, Werkes, Hobbit, Tolkien, Theoretische, Probleme, Dolmetschens
Jahr: 2006
Seiten: 32
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 3 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 300 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54289-0
Die vorliegende Seminararbeit setzt sich mit den zwei Übersetzungen des Romans The Hobbit des englischen Schriftstellers John Ronald Reuel Tolkien auseinander. Verglichen werden Kapitel 1-5 des Originals mit den beiden Übersetzungen, zum einen von Walter Scherf Der kleine Hobbit und zum anderen von Wolfgang Krege Der Hobbit.
Textauszug (computergeneriert)
HOCHSCHULE MAGDEBURG-STENDAL
Fachbereich Kommunikation und Medien
Seminar: Theoretische und praktische Probleme des Übersetzens und Dolmetschens
7. Semester, SommerSemester 2006
Vergleichende Analyse der literarischen Übersetzung am
Beispiel des Werkes „The Hobbit“ von J.R.R. Tolkien
(Kapitel 1-5)
von: Karina Eckstein
Inhaltsverzeichnis
1. Ziel- und Aufgabenstellung der Arbeit 1
2. Materialgrundlage 1
3. Methodologisches Vorgehen 2
4. Theoretische Ausgangposition 3
4.1. Spezifika der literarischen Übersetzung 3
4.2. Einflussgrößen im Prozess der literarischen Übersetzung 4
4.3. Übersetzungsstrategien in der literarischen Übersetzung 5
4.3.1. Die AT-orientierte Übersetzung 6
4.3.2. Die ZT-orientierte Übersetzung 6
5. Beschreibung des klassifizierten Materials 7
5.1. Autor und Werk 7
5.1.1. Autor 7
5.1.2. Werk 8
5.2. Die Übersetzer 9
5.2.1. Walter Scherf 9
5.2.2. Wolfgang Krege 9
6. Ausgewählte Übersetzungsbeispiele und Analyse 10
6.1. Textmodifikationen und Übersetzungsunterschiede aufgrund unterschiedlicher Übersetzungsstrategien. 10
6.2. Texmodifikationen und Übersetzungsunterschiede aufgrund der Kompetenz der Übersetzer 16
6.3. Textmodifikationen und Übersetzungsunterschiede im Hinblick auf den Faktor Zeit 24
7. Zusammenfassung 28
8. Literaturverzeichnis 29
1. Ziel- und Aufgabenstellung der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit setzt sich mit den zwei Übersetzungen des Romans „The Hobbit“ des englischen Schriftstellers John Ronald Reuel Tolkien auseinander. Verglichen werden Kapitel 1-5 des Originals mit den beiden Übersetzungen, zum einen von Walter Scherf „Der kleine Hobbit“ und zum anderen von Wolfgang Krege „Der Hobbit“. Im theoretischen Teil sollen zunächst Ansätze in der Translationswissenschaft gesucht werden, die dem Übersetzer von literarischen Texten bei der Übertragung in die Zielkultur als Grundlage und Entscheidungshilfe gedient haben können. Im praktischen Teil der Arbeit werden Modifikationen der Zieltexte im Verhältnis zum Ausgangstext ermittelt und in Kategorien gegliedert. Ziel ist es das klassifizierte Material zu analysieren und die Auswirkungen auf den Informationsgehalt und die künstlerische Wirkung zu prüfen. Dabei gilt es zu untersuchen, ob es den Übersetzern gelungen ist die Funktionskonstanz beizubehalten.
2. Materialgrundlage
Für die Arbeit wurden ausgesuchte Beispiele aus dem Roman „The Hobbit“ von J.R.R Tolkien ausgewählt und mit den jeweiligen Textstellen (aus Kapitel 1-5) in den Übersetzungen zum einen von Walter Scherf „Der kleine Hobbit“ erschienen 1957 im Deutschen Taschenbuch Verlag München und die neuere Übersetzung von Wolfgang Krege, die 1997 im Klett-Cotta Verlag erschienen ist. Das Original „The Hobbit“ erschien erstmals 1937 im George Allen & Unwin Publishers Verlag. Sowohl im Handel als auch in den Bibliotheken sind ausschließlich diese beiden Übersetzungen erhältlich.
3. Methodologisches Vorgehen
Die Auswahl des Themas erfolgte in erster Linie aus persönlichem Interesse. Nachdem ich das Buch in der deutschen Ausgabe „Der kleine Hobbit“ in der Übersetzung von Walter Scherf gelesen hatte sowie im Anschluss das Original „The Hobbit“ von J.R.R. Tolkien, las ich in einem Online Artikel, dass es mittlerweile eine neuere Übersetzung aus dem Jahr 1997 von Wolfgang Krege gibt. Ich stellte mir die Frage, wie unterschiedlich die Strategie der Übersetzer gewesen sein möge, immerhin liegt zwischen den beiden Übersetzungen ein Zeitraum von 40 Jahren. Nachdem ich mir auch die neuere Übersetzung besorgt hatte, stellte ich sofort erhebliche Unterschiede fest. Zunächst wollte ich die Ursachen für diese unterschiedliche Realisierung und Interpretation herausfinden und versuchte mit Hilfe verschiedener Fachliteratur Aufschluss über verschiedene Translationstheorien und die Spezifika der literarischen Übersetzung zu erlangen. Parallel zur Rezeption der fachspezifischen Bücher fand eine umfangreiche Recherche im Internet statt, um Hintergrundinformationen über die Beweggründe der Übersetzer für die Übersetzung und die Einordnung des „Hobbits“ in das Gesamtwerk Tolkiens in Erfahrung zu bringen. Die Seminararbeit ist in zwei Teile gegliedert. Zu beginn der Arbeit soll die theoretische Ausgangsposition dargestellt werden. Weiterhin sollen die Spezifika der literarischen Übersetzung sowie die Einflußgrößen im Prozess der literarischen Übersetzung erläutert werden. Darauf aufbauend erfolgt im Hauptteil der Arbeit die Auswertung ausgewählter Beispiele für Textmodifikation aufgrund der verschiedenen Einflussgrößen, durch die sich Auswirkungen auf die künstlerische Wirkung oder den Informationsgehalt ergeben. Für eine bessere Überschaubarkeit werden die Modifikationen in Kategorien unterteilt und die betreffenden Textstellen hervorgehoben. Soweit erforderlich werden Verbesserungsvorschläge unterbreitet.
4. Theoretische Ausgangposition
4.1. Spezifika der literarischen Übersetzung
Ebenso wie andere Formen der Kunst findet das literarische Übersetzen in einem künstlerischen Schaffensprozess statt, bei dem allerdings ein Werk in einer anderen Sprache als Vorlage dient. Hierbei muss der Text für die Zielsprache bzw. Zielkultur neu geschaffen werden. Zu beachten ist dabei, dass eine neue komplexe Einheit von Inhalt und künstlerischer Norm entsteht. Die zu treffenden Übersetzungsentscheidungen müssen immer mit Blick auf die unterschiedlichen Ausdrucksmittel in der Ausgangs und Zielsprache oder verschiedenen Eigenheiten der Zielkultur getroffen werden; die Übersetzung kann dadurch an bestimmten Stellen vom Originaltext abweichen. Der Übersetzer hat sozusagen einen gewissen (Interpretations-) Spielraum, in dem er sich bewegt; das heißt Veränderungen bezüglich Inhalt, Form und Gehalt des Originalwerkes darf der Übersetzer nur insoweit vornehmen, dass der Charakter des Originals bewahrt wird. Zum Wesen der literarischen Übersetzung und den notwendigen Veränderungen äußert sich Leppla folgendermaßen: „[…] sie wird in der Absicht unternommen, das Original als solches, als individuellen Organismus, erzeugt von fremdem Geist, in einer neuen Sprachwelt heimisch zu machen, die Ausdruck einer neuen national eigentümlichen Geisteswelt ist“ (Leppla 1928/29, S. 397, zit. n. Salevsky 2002, S. 385).
Sie, so Leppla weiter, „erstrebt völligen Besitz des fremden Originals durch Aufhebung der sprachlichen Verschiedenheit, wünscht aber nicht, den Originalcharakter der Vorlage durch selbständige Veränderungen zu beseitigen oder durch Zerschlagung der Gestalt Subtanz für eine neue Gestalt zu gewinnen“ (Leppla 1928/29, S. 397, zit. n. Salevsky 2002, S. 385). Dieser Interpretationsspielraum ergibt sich aus bestimmten Einflussgrößen.
4.2. Einflussgrößen im Prozess der literarischen Übersetzung
[...]
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