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Autor: Corinna Truger
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Details
Institution/Hochschule: Universität Mannheim (Philosophische Fakultät / Lehrstuhl für Neuere dt. Literaturwissenschaft I )
Tags: Publizistik, Ernst, Jüngers, Seminar, Ernst, Jünger
Jahr: 2005
Seiten: 18
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 170 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54305-7
Textauszug (computergeneriert)
Universität Mannheim
Philosophische Fakultät
Lehrstuhl Neuere Germanistik I
PS Ernst Jünger
Die politische Publizistik Ernst Jüngers
eingereicht von:
Corinna Truger
Sommersemester 2005
Inhalt
1 Einleitung ... 3
2 Chronologischer Überblick ... 3
2.1 Ausgangssituation ... 3
2.2 Publikationszeit ... 4
2.3 Ausklang ... 6
3 Ideologie und Inhalte ... 7
3.1 Der Neue Nationalismus ... 7
3.2 Einflüsse ... 12
3.3 Nationalsozialismus und Judenfrage ... 14
4 Resümee ... 17
5 Bibliographie ... 18
1 Einleitung
Diskussionen über das Werk Ernst Jüngers rufen in der Regel zunächst Assoziationen mit dessen literarischen Arbeiten hervor und diese sind es auch denen in der Interpretation meist Rechnung getragen wird. Aufgrund des Umfangs und der Bedeutung dieser literarischen Beiträge ist dies sicherlich legitim und nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz darf bei einer solchen Analyse auch Jüngers politische Publizistik der 20er und 30er Jahre nicht vergessen werden, die unter den vielen Veröffentlichungen des Autors sicherlich eine besondere Rolle einnimmt. Auch wenn Jünger nach eigenen Aussagen auf eine Trennung von Politischem und Literarischem Wert legt, muss berücksichtigt werden, dass diese Phase als radikaler politisierender Autor nicht nur biographisch einen prägenden Abschnitt darstellt, sondern auch Ausgangspunkt für die folgende literarische Karriere ist. Nicht zuletzt vollzieht sich der entscheidende Schritt – die Niederschrift von Das Abenteuerliche Herz – in Jüngers radikalster Phase. Im Sinne dieser Bedeutsamkeit soll diese Arbeit nun zunächst eine Übersicht über die Rahmenbedingungen jener Publikationszeit vermitteln, um im Anschluss daran in einem zweiten Teil die inhaltlichen Aspekte, die Jünger hier vertrat, genauer zu durchleuchten.
2 Chronologischer Überblick
Dieser erste Teil der Arbeit beschreibt den Verlauf von Ernst Jüngers Karriere in der Domäne der politischen Publizistik in chronologischer Abfolge. Der Schwerpunkt liegt hier weniger bei inhaltlichen Aspekten als vielmehr darin, sich einen Überblick zu verschaffen über die Art der politischen Veröffentlichungen und deren Anzahl, die Publikationsmittel, den zeitlichen Rahmen und ähnliche Hintergrundinformationen.
2.1 Ausgangssituation
Um den Weg Ernst Jüngers in die Welt der politischen Veröffentlichungen nachvollziehen zu können, ist es nötig, sich ein Bild von der Ausgangssituation des jungen Soldaten zu machen. Anfang der 20er Jahre ist Jünger noch nicht der große Schriftsteller, als den wir ihn heute kennen. Nach der Niederlage im Krieg, der Enttäuschung durch die Reichswehr und seinem darauf folgenden Ausscheiden aus derselben immatrikuliert sich Ernst Jünger im Oktober 1923 an der Universität Leipzig und beginnt ein Studium der Zoologie, das er allerdings bereits 1926 wieder abbricht.1
Als seine Karriere als politischer Publizist 1925 richtig beginnt, ist Ernst Jünger ein frisch verheirateter, hochdekorierter Leutnant, der durch seine drei veröffentlichten Kriegsbücher aber allenfalls jungen Frontsoldaten, die sich wie Jünger selbst um eine geistige Bewältigung des Krieges bemühen, ein Begriff ist. Nichtsdestotrotz hat er eine klare Zielsetzung vor Augen. Er will einen Glauben, eine Botschaft verkünden: die Ideen des „neuen Nationalismus“. Diese Zielstrebigkeit und dieses Selbstbewusstsein legen auch den Schluss nahe, dass das Abwenden vom Heer und der damit einhergehende Eintritt in die Publizistik in der offenkundigen Unmöglichkeit verankert sind, in seiner Position als Teil der Reichswehr eine wie von ihm erwünschte und erhoffte Wirkung zu entfalten.2 Aus dieser Situation heraus entsteht die Karriere Jüngers als politischer Publizist.
[...]
1 vgl. Martus 2001:39
2 vgl. Schwarz 1962:97f
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