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Erich Fromm: Die Kunst des Liebens - Die Trennungsangst und ihre drei Formen der Überwindung

Hauptseminararbeit, 2001, 6 Seiten
Autor: Viola Draude
Fach: Theologie - Systematische Theologie

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 6
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V6076
ISBN (E-Book): 978-3-638-13747-8

Dateigröße: 105 KB


Textauszug (computergeneriert)

Die Kunst des Liebens (nach Erich Fromm)

Die Theorie der Liebe (A):
Die Trennungsangst
und ihre drei Formen der Überwindung
(nach Erich Fromm)

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung/Vorwort

2. Die Trennungsangst und ihre drei Formen der Überwindung

2.1 Erste Form: Orgiastische Zustände
2.2 Zweite Form: Konformität mit der Gruppe
2.3 Dritte Form: Schöpferische Tätigkeit
2.4 Die drei Formen der Trennungsangstüberwindung im stichpunktartigen Überblick
2.5 Resultat

3. Schlußwort

Literaturverzeichnis

 

1. Einleitung/Vorwort

In meiner Arbeit schreibe ich über einen Teil der Theorie der Liebe, speziell über die Trennungsangst und ihre drei Formen der Überwindung. Diese drei Formen werde ich näher erklären und dazu noch ein zusammenfassendes Resultat angeben.
Als Basis für meinen Text habe ich einen Teil des Kapitels ,,Die Theorie der Liebe. Liebe als Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz." aus Erich Fromms Buch ,,Die Kunst des Liebens" herangezogen.
Erich Fromm ist der Sohn orthodoxer Juden im 20. Jahrhun-dert, was seine Empfindungen, die er in seinen Schriften unter anderem ausdrückt, sicherlich beeinflußt hat.

2. Die Theorie der Liebe (A):
Die Trennungsangst und ihre drei Formen der Überwindung

Zunächst beschreibt Fromm die Bedeutung von ,,Getrennt-sein" und der damit verbundenen ,,Angst".
Der Mensch ist allein und schutzlos seiner Umwelt ausge-liefert. ,,Er würde dem Wahnsinn verfallen, wenn er sich nicht aus diesem Gefängnis befreien könnte - wenn er nicht in irgendeiner Form seine Hände nach anderen Menschen ausstrecken und sich mit der Welt außerhalb seiner selbst vereinigen könnte. ,,(FROMM, Erich: Die Kunst des Liebens, S. 18)
Das Abgetrenntsein, so meint Fromm, ist der Ursprung aller Angst und es entspringt daraus ebenfalls die ,,Scham und das Schuldgefühl" (FROMM, Erich: Die Kunst des Liebens, S. 18). Er begründet dies mit der biblischen Geschichte von Adam und Eva, die sich wegen ihrer Nacktheit schämten, nachdem sie verbotenerweise vom ,,Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen" gegessen hatten, wodurch ihnen ihre Blöße erst bewußt wurde (Gen. 3,7). Sie erkannten den Unterschied von Mann und Frau und somit ihre Getrennt-heit, die sie nicht überwinden konnten, da ,,sie nicht ge-lernt" hatten ,,sich zu lieben" (FROMM, Erich: Die Kunst des Liebens, S. 19).

Die Überwindung der Trennungsangst ist das größte Bestreben des Menschen. Sie kann durch Liebe gelingen. Jedoch muß dies nicht unbedingt die Liebe zu einem Menschen sein, es kann auch die Liebe zu Gott, zu einem Hobby, zur Arbeit, zu Tieren oder zu einer Sucht sein. Dies liegt in der Individualität des Menschen selbst.
Ein Kind zum Beispiel begnügt sich, solange sein Ich noch wenig entwickelt ist, mit der Nähe der Mutter, um seine Trennungsangst zu überwinden. Später aber wird ihm dies nicht mehr genügen und es wird neue Wege suchen, um da-rüber hinwegzukommen.

2.1 Erste Form: Orgiastische Zustände

Eine Form die Trennungsangst zu überwinden, sind orgiastische Zustände.
Die Betroffenen werden in einen autosuggestiven Trance-zustand versetzt, oft mit Hilfe von Drogen, der sie die Außenwelt und somit auch die Abgetrenntheit von ihr, ver-gessen läßt. Wenn diese Rituale in einer Gruppe vollzogen werden, ist die Wirkung noch größer, da dann noch die Vereinigung mit der Gemeinschaft hinzukommt. Bei primi-tiven Stämmen, wie zum Beispiel im Regenwald, kann man dies sehr deutlich erkennen. Sie versetzen sich durch Tänze in Trancezustände.
Eine ähnliche Wirkung kann auch der sexuelle Orgasmus haben, der als primitives Ritual auch in der Gemeinschaft vollzogen werden kann. Nach diesem Erlebnis hat der Mensch das Gefühl nicht mehr so sehr ,,unter seinem Abge-trenntsein zu leiden" (FROMM, Erich: Die Kunst des Liebens, S. 21), aber sehr schnell nimmt die Trennungsangst wieder zu und das Ritual muß wiederholt werden um sie zu lin-dern.
Solange diese Rituale in der Gruppe geschehen, ist die Situation für die einzelne Person kein Problem. Wenn man jedoch allein damit ist, so leidet man an Schuldgefühlen und Angstzuständen und flüchtet sich oft in Alkohol oder andere Drogen, was wiederum ein orgiastisches Erlebnis vermittelt. Wenn dieser Zustand jedoch vorüber ist, so fühlt man sich noch isolierter als zuvor. Es ist ein einziger Teufelskreis, aus dem es schwer ist, zu entrinnen.

,,Alle Formen der orgiastischen Vereinigung besitzen drei Merkmale: Sie sind intensiv, ja sogar gewalttätig; sie er-fassen die Gesamtpersönlichkeit, Geist und Körper; und sie sind vorübergehend und müssen regelmäßig wiederholt werden."(FROMM, Erich: Die Kunst des Liebens, S. 22/23)

2.2 Zweite Form: Konformität mit der Gruppe

[...]


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