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Details

Veranstaltung: Grundlagen der Kommunikation
Institution/Hochschule: Universität Witten/Herdecke (Studium Fundamentale)
Tags: Kommunikation, Wissensmanagement, Grundlagen, Kommunikation
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 21
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 15  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 118 KB
Archivnummer: V60833
ISBN (E-Book): 978-3-638-54409-2
Anmerkungen :
Diese Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, das Wissensmanagement insbesondere auf problematische Situationen der Kommunikation zu überprüfen.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Witten/ Herdecke
Grundlagen der Kommunikation (StuFu)
7. Fachsemester

Kommunikation im Wissensmanagement

von: Florian Jansen

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Management- & Kommunikationsbedarf 1

a. (Nicht)Wissensintensität 1
b. Komplexität in der Kooperation 2

2. Begriff und Gegenstand der Kommunikation 3

a. Perspektive der Sprachwissenschaft 3
b. Perspektive der Psychologie 3
c. Perspektive der Soziologie 4
d. Perspektive der Philosophie 4
e. Weitere Perspektiven 4

3. Begriff und Gegenstand des Wissensmanagements

a. Wissens-management = Wissen & Management 5
b. Bedeutung von Wissensmanagement 6
c. Ziele, Ansätze, Modelle 6
d. Probleme 9

4. Kommunikation im Wissensmanagement 9

a. Rollen im Wissensmanagement 9
b. Kommunikation & Phasen des Wissensmanagements 10
c. Kommunikationsproblem zwischen Experten &Laien 12

5. Lösungsansätze 13

6. Fazit 14

Anhang 15

Literaturverzeichnis 17

 


 

1. Einleitung: Management- & Kommunikationsbedarf

Kommunikation im Wissensmanagement. Warum? Die abgedroschene Parole (andere nennen es Claim) der Organisationsberatungen und Werbeagenturen, Kommunikation sei alles1, und entsprechend sei ohne Kommunikation alles nichts, ist uns wohl bekannt und weist „subtil“ darauf hin, wie wichtig Kommunikation ist. Wesentlich weniger bekannt zu sein scheint, dass auch irgendwie alles Kommunikation ist.2 Trotz ihrer scheinbar geringeren Verbreitung (zumindest in den Köpfen der kleinen Minderheit heutiger Internet-User) ist diese umgekehrte, zweite Variante des Wort-Tripels die m. E. bedeutsamere: betont erste, dass Kommunikation außerordentlich wichtig ist, offenbart sich aus zweiter die Erkenntnis, dass alles, wirklich alles mit Kommunikation verbunden ist.3 Wenn dies so ist, sollte schon diese Argumentation reichen, die Analyse von Wissensmanagement und Kommunikation in einem Zug zu rechtfertigen. Doch gibt es weitere, wichtige Aspekte, die den über diese allgemeingültige Formel hinausgehenden Zusammenhang beider Begriffe erklären:

a. (Nicht)Wissensintensität

In der Historie lässt sich eine exponentielle oder besser: explosionsartige Zunahme von verfügbarem Wissen feststellen. Auch die Zunahme von Nichtwissen ist in dem Zusammenhang genannt.4 Mit jedem Forschungsergebnis, mit jedem Stück „Wissen“, wissen wir mehr, was wir nicht wissen. Nichtwissen ist also oft wichtiger und produktiver als Wissen. Es wird geschätzt, dass sich das Volumen von Wissen und Nichtwissen (einschließlich sog. Wissensschrott) alle fünf Jahre verdoppelt5.

Die Rolle des Nichtwissens ist insofern bedeutsam, als dass es notwendig ist, um Wissen einordnen zu können, sprich: zu kontextualisieren. Derjenige, der sich als vermeintlicher Experte mit „geklautem“ Wissen schmückt, also Informationen „nur“ unreflektiert reproduziert, wird allzu oft bereits durch die einfachste Nachfrage als lächerlicher Hochstapler enttarnt. Dies gilt ebenso für Organisationen wie Unternehmen oder Staaten: der gleichzeitige Import des Nichtwissens ist also zur produktiven Anwendung des Wissens unerlässlich und zudem im Volumen sogar bedeutsamer als das eigentliche Wissen. Folge dieser Entwicklung ist die gestiegene Bedeutung des Organisierens von Wissen, dem kontextbezogenen Import und Export von Wissen und Nichtwissen, also des Wissensmanagements.

b. Komplexität in der Kooperation

Eine weitere Entwicklung von thematischer Relevanz ist die komplexer werdende Struktur des Zusammenlebens und –arbeitens, der Interaktion. Spezialisierung hat dazu geführt, dass früher vom Familienbund durchgeführte Dienstleistungen, wie z. B. die Altenpflege oder das Babysitten, mittlerweile größtenteils ausgelagert werden an Dritte. Dieses Phänomen, das sog. Outsourcing, kennen wir ebenso aus der Unternehmenswelt.6 Will heißen: in allen Bereichen unseres komplexer werdenden Lebens nimmt Spezialisierung zu; einhergehend damit steigt auch das Expertentum. Ergebnis dieser Entwicklung ist eine Zunahme von Situationen der Experten-Laien-Kommunikation. Über den oben hergestellten generischen Zusammenhang von Kommunikation und Wissensmanagement hinaus zeigen das Zusammentreffen der in a und b beschriebenen Entwicklungen (a = steigende Relevanz des Wissensmanagements; b = Zunahme von Situationen der Experten-Laien-Kommunikation) die Notwendigkeit auf, sich mit Aspekten der Kommunikation im Wissensmanagement auseinanderzusetzen.

Die folgende Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, das Wissensmanagement insbesondere auf problematische Situationen der Kommunikation zu überprüfen. Ihr liegt die Annahme eines Unternehmens- bzw. Organisationskontextes zugrunde, weniger wird das Wissensmanagement aus Perspektive einer Einzelperson oder eines Staates betrachtet. Wissensmanagement wird dabei begriffen als ein geregelter Umgang mit Wissen innerhalb verteilter Systeme von Wissensträgern (wie Menschen, Dokumenten, Dateien etc.)7. Kommunikation8 bedeutet in dieser Arbeit insb. die menschliche Kommunikation9, und bezeichnet den wechselseitigen Austausch von Gedanken in Sprache, Gestik, Mimik, Schrift oder Bild.

2. Begriff und Gegenstand der Kommunikation

[...]


1 Vgl. z.B. netzwerkmedia.de, stark-kommunikation.de, sven-lehmann.de.

2 Eine Abfrage in google.de brachte am 07. März 2006 für „Kommunikation ist alles“ ca. 26.800 Treffer, für „Alles ist Kommunikation“ gerade 403 Treffer in jeweils 0,3 Sekunden hervor, woraus zu schließen ist, dass analog zur Verbreitung dieser Weisheiten auch das Verständnis sehr unterschiedlich verteilt zu sein scheint.

3 Vgl. Baecker, D. (Kommunikation 2005), S. 13.

4 Im Bereich der Biologie vgl. Speck, T. (Biomimetik 1999), S. 11 oder hinsichtlich ökonomischer und gesellschaftlicher Aspekte vgl. Evers, H.-D., Gerke, S., Menkhoff, T. (Wissen 2005), S. 5

5 Vgl. Stehr, N. (Knowledge 2001), S. 90

6 Ähnlich Argumentiert McKinsey die Veränderungen der Interaktion (vgl. dazu Johnson, B. C., Manyka, J. M., Yee, L. A. (Interactions 2005): S. 22

7 Vgl. dazu Dick, M, Wehner, T. (Wissensmanagement 2003).

8 Lat. communicare „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“. Differenzierung des Begriffes unter Punkt 2. Begriff und Gegenstand der Kommunikation

Kommentare

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