Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Diplom-Betriebswirt André Henschel
Fach: Wirtschaft - Personal und Organisation
Details
Institution/Hochschule: Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik
Tags: Vereinbarkeit, Privatleben, Beruf, WLB), Konsequenzen, Personalarbeit, Personalwesen, Wandel, Arbeitszeit, Hintergründe, Modelle, Rahmenbedingungen
Jahr: 2004
Seiten: 26
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 12 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 240 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54461-0
ISBN (Buch): 978-3-638-67761-5
An meiner Uni wurde vor der Hochschulgesetznovellierung das Vordiplom als "Grosse Hausarbeit" bezeichnet.
Zusammenfassung / Abstract
Die Krieger der New Economy sind müde. Sie haben auch alles gegeben. Arbeiten am Tag und nachts bei Fertigpizza und Cola weiterleisten für das Unternehmen. Der Preis für diese Arbeitsweise war hoch: Nicht nur die Aktienoptionen sind heute nichts mehr wert, viele Start-up-Helden haben schlichtweg ihre Gesundheit ruiniert. Aber auch die Wirtschaftskapitäne der Old Economy sind von ihrer Arbeits- und Lebensweise gezeichnet: Bandscheibenvorfälle und Herzinfarkte gehören heute fast schon zum guten Ton, über Burn-Out und Drogenmissbrauch in den Manager-Etagen hält man sich noch etwas zurück. Gründe für diese Ausfälle sind laut Gesundheitsexperten u. a. Dauerbelastungen im Beruf, Erfolgsdruck und eigener Ehrgeiz. Halten diese Zustände über einen längeren Zeitraum an, so treten Körper und Psyche früher oder später in Streik. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass in 20 Jahren Angstneurosen und Depressionen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit werden.5 Dieses bedeutet sowohl für das Unternehmen als auch für die Wirtschaft enorme Folgekosten. Schlüssig wird somit die Notwendigkeit für Unternehmen, WLB-Maßnahmen als Teil ihrer Unternehmensstrategie in die Personalarbeit einfließen zu lassen. Gegenstand dieser Arbeit soll in diesem Zusammenhang das Herausfinden der Konsequenzen für die Personalarbeit sein, die sich aus der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ergeben. Es soll verdeutlicht werden, wie wichtig es ist, dass Work-Life-Balance als selbstverständlicher Teil der Unternehmenskultur angesehen wird und welche Voraussetzungen zur Einführung dieser Maßnahmen geschaffen werden müssen.
Textauszug (computergeneriert)
H W P
H a m b u r g e r U n i v e r s i t ä t
f ü r W i r t s c h a f t u n d P o l i t i k
Große Hausarbeit
Die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf (Work-Life-Balance WLB)
und ihre Konsequenzen für die Personalarbeit
Kurs: Personalwesen I
vorgelegt von:
Andre Henschel
Abgabe: 13. April 2004
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau und Struktur
2. Begriffserläuterung und Definition
2.1 Begriffserläuterung
2.2 Definition, Konzept und Zielsetzung von WLB
3. Flexible Arbeitszeitmodelle als Möglichkeit zur Förderung von WLB
3.1 Flexibilisierung von Arbeitszeit und –ort
3.1.1 Gleitzeitarbeit
3.1.2 Teilzeitarbeit
3.1.3 Telearbeit
3.1.4 Sabbatical
4. Audit Beruf und Familie
5. Flankierende Maßnahmen als Möglichkeit zur Förderung von WLB
5.1 Gesundheitsmanagement
5.2 Einkommens- und Budgetberatung
5.3 „Personal coaching“
5.4 Relocation-Dienste
5.5 Beratung in Beziehungskonflikten
5.6 Rechtsberatung
5.7 Fitnessprogramme
6. Voraussetzungen zur Einführung von WLB-Maßnahmen
6.1 Veränderungen in der Führungskultur
6.2 Förderung der Informations- und Kommunikationspolitik
7. Schlussbetrachtung
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
„ Ich habe nächtelang in der Firma gesessen, war fast jedes Wochenende für das Unternehmen irgendwo auf der Welt unterwegs, habe eigentlich nur noch aus dem Koffer gelebt und im Schnitt 60 Stunden die Woche geschuftet. Am Ende war ich fertig, ausgebrannt, auf und zu Ende...!“ Als technischer Leiter einer Internetagentur hat Holger Wulff fast bis zur Selbstaufgabe gearbeitet, der Lohn für ihn: Ein dickes Bankkonto, attraktive Aktienoptionen, aber auch die Erkenntnis: “Ich habe nichts mehr vom Leben gehabt, kaum noch Freunde, kein Spaß und am Ende konnte ich vor Stress nicht mehr schlafen!“1
Dieses Beispiel ist eines von vielen und zeigt den Handlungsbedarf deutscher Unternehmen im Bereich Personalmanagement. Was früher meistens als familien- und frauenorientierte Personalarbeit bezeichnet wurde, findet sich heute umfassender unter dem Begriff „Work-Life-Balance“ wieder. Der Kern dieser personalpolitischen Strategie befasst sich mit der besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Die Entscheidung für den Schwerpunkt geht auf das wachsende Bedürfnis der Mitarbeiter2 zurück, einen Ausgleich zwischen ihren Lebensbereichen herzustellen.3
Dabei müssen sich Unternehmen von veralterten Rollenverständnissen und dem Gedanken der Akzeptanz der Umwelt für überarbeitete Mitarbeiter lösen. „Konflikte zwischen Arbeit und dem Privatbereich belasten die Mitarbeiter und die Unternehmen gleichermaßen. Sie beeinträchtigen die Arbeitszufriedenheit, Gesundheit und Produktivität der Beschäftigten und gefährden damit auch den Unternehmenserfolg. Angesichts wachsender Anforderungen an die Mitarbeiter in einer globalisierten Arbeitswelt und einem steigenden Anteil erwerbstätiger Frauen werden personalpolitische Maßnahmen zur Unterstützung einer besseren „Work- Life-Balance“ immer wichtiger.“4
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
Die Krieger der New Economy sind müde. Sie haben auch alles gegeben. Arbeiten am Tag und nachts bei Fertigpizza und Cola weiterleisten für das Unternehmen. Der Preis für diese Arbeitsweise war hoch: Nicht nur die Aktienoptionen sind heute nichts mehr wert, viele Start-up-Helden haben schlichtweg ihre Gesundheit ruiniert. Aber auch die Wirtschaftskapitäne der Old Economy sind von ihrer Arbeits- und Lebensweise gezeichnet:
Bandscheibenvorfälle und Herzinfarkte gehören heute fast schon zum guten Ton, über Burn-Out und Drogenmissbrauch in den Manager-Etagen hält man sich noch etwas zurück. Gründe für diese Ausfälle sind laut Gesundheitsexperten u. a. Dauerbelastungen im Beruf, Erfolgsdruck und eigener Ehrgeiz. Halten diese Zustände über einen längeren Zeitraum an, so treten Körper und Psyche früher oder später in Streik. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass in 20 Jahren Angstneurosen und Depressionen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit werden.5 Dieses bedeutet sowohl für das Unternehmen als auch für die Wirtschaft enorme Folgekosten.
Schlüssig wird somit die Notwendigkeit für Unternehmen, WLB-Maßnahmen als Teil ihrer Unternehmensstrategie in die Personalarbeit einfließen zu lassen. Gegenstand dieser Arbeit soll in diesem Zusammenhang das Herausfinden der Konsequenzen für die Personalarbeit sein, die sich aus der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ergeben. Es soll verdeutlicht werden, wie wichtig es ist, dass Work-Life-Balance als selbstverständlicher Teil der Unternehmenskultur angesehen wird und welche Voraussetzungen zur Einführung dieser Maßnahmen geschaffen werden müssen.
[....]
1 Work-Life-Balance- in der Ruhe liegt die Kraft
>http://www.jobpilot.de/content/journal/beruf/balance.html< vom 03.03.04
2 Um lange und umständliche Sätze zu vermeiden ist in jedem Fall auch immer die feminine Form gemeint, als: Kollegin, Mitarbeiterin, Arbeitnehmerin usw.
3 vgl. B. Badura/ H. Schellschmidt/ C. Vetter, Berlin/ Heidelberg 2004, Vorwort
4 ebenda, Vorwort
5 Freizeit trotz Aufstieg
>http://www.familienservice.de/detail.php?artikelid=276< vom 06.04.04
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: