Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Augustinus von Hippo - Jugend und Erziehung close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Augustinus von Hippo - Jugend und Erziehung

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 19 Pages
Author: Susanne Schröder
Subject: History - Early and Ancient History

Details

Institution/College: University of Rostock
Tags: Augustinus, Hippo, Jugend, Erziehung
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 19
Grade: 1,8
Bibliography: ~ 25  Entries
Language: German
Archive No.: V61186
ISBN (E-book): 978-3-638-54694-2
ISBN (Book): 978-3-638-76671-5
File size: 180 KB

Abstract

Die folgende Seminararbeit will den Versuch unternehmen, diesbezüglich Aussagen zu treffen und seine Biografie näher in den Blick zu nehmen. Vorwiegend aus Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts geht hervor, dass gerade Geschehnisse in kindlichen und jugendlichen Entwicklungsphasen für die erwachsene Persönlichkeit prägend sind und den gesamten Lebensweg stark beeinflussen.3 Auch das Leben des Augustinus´ war gekennzeichnet durch starke Veränderungen sowohl in theologischer als auch persönlicher Hinsicht.


Excerpt (computer-generated)

Universität Rostock

Augustinus von Hippo - Jugend und Erziehung

Susanne Schröder

 

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung ... 2

2. Quellenlage ... 4

3. Zur Biografie ... 6

3. 1. infantia und pueritia ... 6
3. 2. adulescentia ... 7

4. Augustins Verhältnis zur Schule und Bildung ... 12

5. Charakter und Person Augustins ... 15

6. Resümee ... 16

7. Bibliographie ... 18

7. 1. Quellen ... 18
7. 2. Lexikalische Werke ... 18
7. 3. Sekundärliteratur ... 19

 

 

1. Einleitung

Der berühmte Philosoph und Theologe Aurelius Augustinus hat entscheidend das Denken des christlichen Abendlandes geprägt. Sein Einfluss auf die Literatur, die bildende Kunst und die Philosophie ist bis heute allgegenwärtig.

Zu Beginn des 5. nachchristlichen Jahrhunderts begegnen wir einem Mann, zu dessen Lebenszeit sich der Wandel von antiker Tradition zur prägenden christlichen Kultur im Mittelalter als persönliches Ereignis beobachten lässt. Aus diesem Grund ist es wichtig sich im Vorfeld mit der damaligen politischen und gesellschaftlichen Situation zu befassen.

Nach dem Wirken Diocletians (284-305) und Constantins (306-337) hat sich das römische Reich neu begründet. Das oströmische Reich wurde durch die herrschende Schicht unterdrückt. Durch verschiedene soziale Unruhen, wie die Aufsässigkeit des Proletariats in manchen Gebieten sowie durch den Ansturm der Barbaren von außen, fiel im 5. Jahrhundert das römische Kaiserreich.1 Die Vandalen durchzogen ganz Europa bis nach Spanien und Gibraltar. Dort zerstörten sie auch in Nordafrika und Karthago die römische Herrschaft. Später wurde auch Augustinus’ Bischofsstadt Hippo belagert. Trotz dieser politischen Wirren lebte Augustinus auch in einer Zeit, in der das Christentum mit der Bekehrung Constantins unwiderruflich Staatsreligion geworden war. Die christliche Idee wiesen sowohl die Aristokratie als auch die Bauern jedoch immer noch zurück.2 Das 5. Jahrhundert nach Christus kann trotz allem als ein goldenes Zeitalter der Wissenschaft und Kunst bezeichnet werden, denn Kirchenväter und Mönche brachten bedeutende nachklassische Werke hervor. Es erscheint sinnvoll sich mit dem Lebenslauf und der Grundausbildung Augustinus zu beschäftigen, denn sie beeinflussten sein späteres Denken und seine Werke in entscheidender Weise.

Die folgende Seminararbeit will den Versuch unternehmen, diesbezüglich Aussagen zu treffen und seine Biografie näher in den Blick zu nehmen.

Vorwiegend aus Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts geht hervor, dass gerade Geschehnisse in kindlichen und jugendlichen Entwicklungsphasen für die erwachsene Persönlichkeit prägend sind und den gesamten Lebensweg stark beeinflussen.3 Auch das Leben des Augustinus´ war gekennzeichnet durch starke Veränderungen sowohl in theologischer als auch persönlicher Hinsicht.


2. Quellenlage

Im Gegensatz zu den meisten Persönlichkeiten der Antike und der alten Kirche sind unsere Einblicke über Augustinus sehr ausführlich. Die ausgezeichnete Quellenlage ist unter anderem auf die autobiographische Literatur zurückzuführen. Augustinus verfasste sein Werk Confessiones –Bekenntnisse, welches zwischen Ende 397 und 401 fertig gestellt wurde.4

Diese außerordentliche, philosophisch-religiöse Selbstdarstellung ist in dreizehn Bücher eingeteilt. Augustinus hatte in ihr seinen Werdegang von frühester Jugend bis zu seiner Bekehrung zum Christentum verarbeitet. Er bekennt seine Sünden und die Abwendung von Gott in seinen frühen Lebensjahren. Im Grunde ist das Werk eine theologische Anthropologie, mit deren Hilfe Augustinus sein eigenes Leben und das Leben eines jeden Menschen interpretiert.5

Neben den Confessiones dienten auch Augustins Bücher, Briefe und Predigten als Quelle. Im Jahre 426/427 verfasste er die so genannten Retractationes– Nachprüfungen, welche beachtliche Informationen über sein Leben beinhalten.6 In diesen hat er jedes einzelne seiner Werke durchgesehen und gegebenenfalls Korrekturen vorgenommen, was in dieser Form einzigartig in der Geschichte ist. Es gibt Informationen zur Chronologie, Echtheit, Titeldiskussionen sowie Einblicke in die Entwicklungslinien Augustins´ Denken.

Einige biographische Informationen erhalten wir auch aus Augustins´ De beata vita, welche die Reflexion eines wichtigen Lebensabschnittes in seinem Leben beinhaltet. In Form eines Protokolls beschreibt er ein dreitägiges Gespräch zwischen ihm und Freunden, Schülern, Vettern, seinem Bruder, seiner Mutter sowie seinem Sohn Adeodatus. In der Hauptsache wurde über die Bedeutung des Philosophierens diskutiert.

Durch geschicktes Befragen seiner Gesprächspartner versuchte er dabei deren Standpunkte herauszufinden und zu eruieren, ob sie seine Ansichten zu teilen bereit waren.

Des Weiteren erhalten wir wertvolle autobiographische Informationen in der S. Aurelii Augustini Hipponensis episcopi vita, welche von einem Zeitgenossen und Vertrauten Augustins`, Bischof Possidius von Calama, stammt.

Die vorliegende Arbeit bezieht sich überwiegend auf die Confessiones, sofern sie autobiographische Stoffe verarbeiten. Die verwendeten Abkürzungen folgen dem Schlüssel des AL.7

 

[...]


1 H. J. OESTERLE, Augustinus- Leben, In: Lexikon des Mittelalters (München/Zürich 1980) 1223.
2 W.v. LOEWENICH, Augustin. Leben und Werk (Hamburg/München 1965) 29.
3 J. PIAGET, Die sozialen Faktoren der geistigen Entwicklung (Frankfurt 1970).
4 TH. FUHRER, Augustinus (Darmstadt 2004) 14.
5 W. GEERLINGS, Augustinus. Leben und Werk (Paderborn 2002) 36.
6 A. AUGUSTINUS, Sancti Aurelii Augustini retractionum libri duo (Wien 1902).
7 AL, hg. von C. P. MAYER, Vol. 1 Fasc. 1 (Stuttgart 1986).


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/61186/augustinus-von-hippo-jugend-und-erziehung
please wait Please wait