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Termpaper, 2004, 19 Pages
Author: Annette Jaeger
Subject: Pedagogy - Pedagogic Psychology
Details
Tags: Ich-Zustände, Transaktionsanalyse
Year: 2004
Pages: 19
Grade: 2,5
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-54744-4
ISBN (Book): 978-3-638-78271-5
File size: 224 KB
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Abstract
Bei den Ich-Zuständen treten Gefühle und Erlebnisse gemeinsam auf, z.B. wenn eine Frau nicht das bekommt, was sie will, kann sie sich ihrem Mann gegenüber sehr trotzig geben, als wäre sie ein kleines Mädchen. Sie hat als kleines Mädchen erlebt, dass sie mit Trotz bei den Eltern ihren Willen bekommen hat und versucht es nun bei ihrem Ehemann. Die Frau verhält sich als kleines Mädchen und fühlt sich auch so. Bestimmte Gefühle und Erlebnisse kommen in bestimmten Ich-Zuständen vor, die auch in bestimmten Verhaltensweisen münden. Wenn sich die Frau im obigen Beispiel trotzig gibt, könnte sie z.B. mit dem Fuß stampfen, um ihren Unmut auszudrücken. Das Verhalten, Erleben und Fühlen wäre also das eines Kindes. Diese Verhaltensweisen bilden auch ein geschlossenes System. Die Frau könnte z.B. nicht nur mit dem Fuß stampfen, sondern auch einen Wutausbruch bekommen oder zu weinen anfangen. Während sie diese Verhaltensweisen aufzeigt, die sie im Kind-Ich-Zustand an den Tag legt, könnte man davon ausgehen, dass sie Erlebnisse und Gefühle aus ihrer Kindheit durchläuft. Wenn jemand von einem Ich-Zustand in einen anderen Ich-Zustand wechselt, kann man das an der Körperhaltung, Mimik, Stimme, Gebärden, den Handlungsweisen und an der Art der Gefühlsäußerungen erkennen. Die Ich-Zustände sollten als ein theoretisches Konstrukt verstanden werden und nicht als tatsächliches Faktum. Viele vergleichen Berne´s Ich-Zustände mit dem Freudschen Konzept des Es, Ich und Über-Ichs. Diese beiden Modelle sind nicht das gleiche, aber es gibt auch keinen Widerspruch zwischen ihnen. Es sind einfach verschiedene Ansichten, die die menschliche Persönlichkeit zu erklären versuchen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Tübingen
Institut für Erziehungswissenschaft
Die Ich–Zustände in der Transaktionsanalyse
Annette Jaeger
2004
Inhaltsverzeichnis:
1. Was sind ICH-Zustände ? ...2
2. Die Strukturanalyse 1. Ordnung ...3
2.1. Der Eltern-Ich-Zustand: ...3
2.2. Der Erwachsenen-Ich-Zustand: ...4
2.3. Der Kind-Ich-Zustand: ...4
3. Die Psychen als Ursprung der Ich-Zustände ...5
4. Funktionsmodell ...6
4.1. Fürsorgliches Eltern-Ich (fEL): ...7
4.2. Kritisches Eltern-Ich (kEL): ...7
4.3. Angepasstes Kind-Ich (aK): ...8
4.4. Rebellisches Kind-Ich (rK): ...8
4.5. Freies Kind-Ich (fK): ...9
4.6. Erwachsenen-Ich (ER): ...9
5. Unterschied zwischen Struktur und Funktion ...11
6. Ergebnisprotokoll der Sitzung ...13
6.1. Das Rollenspiel ...15
7. Bibliographie: ...17
1. Was sind ICH-Zustände ?
Bei den Ich-Zuständen „handelt es sich um kohärente Gedanken- und Gefühlssysteme, die durch entsprechende Verhaltensmuster zu Ausdruck gebracht werden.“1 Berne unterscheidet drei Ich-Zustände: den Kind-Ich-Zustand, den Eltern-Ich-Zustand und den Erwachsenen-Ich-Zustande.
Bei den Ich-Zuständen treten Gefühle und Erlebnisse gemeinsam auf, z.B. wenn eine Frau nicht das bekommt, was sie will, kann sie sich ihrem Mann gegenüber sehr trotzig geben, als wäre sie ein kleines Mädchen. Sie hat als kleines Mädchen erlebt, dass sie mit Trotz bei den Eltern ihren Willen bekommen hat und versucht es nun bei ihrem Ehemann. Die Frau verhält sich als kleines Mädchen und fühlt sich auch so.
Bestimmte Gefühle und Erlebnisse kommen in bestimmten Ich-Zuständen vor, die auch in bestimmten Verhaltensweisen münden. Wenn sich die Frau im obigen Beispiel trotzig gibt, könnte sie z.B. mit dem Fuß stampfen, um ihren Unmut auszudrücken. Das Verhalten, Erleben und Fühlen wäre also das eines Kindes.
Diese Verhaltensweisen bilden auch ein geschlossenes System. Die Frau könnte z.B. nicht nur mit dem Fuß stampfen, sondern auch einen Wutausbruch bekommen oder zu weinen anfangen. Während sie diese Verhaltensweisen aufzeigt, die sie im Kind-Ich-Zustand an den Tag legt, könnte man davon ausgehen, dass sie Erlebnisse und Gefühle aus ihrer Kindheit durchläuft.
Wenn jemand von einem Ich-Zustand in einen anderen Ich-Zustand wechselt, kann man das an der Körperhaltung, Mimik, Stimme, Gebärden, den Handlungsweisen und an der Art der Gefühlsäußerungen erkennen.
Die Ich-Zustände sollten als ein theoretisches Konstrukt verstanden werden und nicht als tatsächliches Faktum. Viele vergleichen Berne´s Ich-Zustände mit dem Freudschen Konzept des Es, Ich und Über-Ichs. Diese beiden Modelle sind nicht das gleiche, aber es gibt auch keinen Widerspruch zwischen ihnen. Es sind einfach verschiedene Ansichten, die die menschliche Persönlichkeit zu erklären versuchen.
2. Die Strukturanalyse 1. Ordnung
Die Strukturanalyse ist die Struktur der menschlichen Persönlichkeit. Die Strukturanalyse oder Strukturmodell zeigt an, was in jedem Ich-Zustand ist, also den Inhalt der drei Ich-Zustände.
2.1. Der Eltern-Ich-Zustand:
„In diesem Zustand fühlt, denkt, handelt, spricht und reagiert der Mensch ebenso, wie seine Eltern das getan haben, als er selbst noch klein war.“2 Der Mensch übernimmt das Verhalten, Denken und Fühlen von den Eltern oder Elternfiguren. Als erstes über nimmt der Mensch das Verhalten von den Eltern, weil sie die ersten Bezugpersonen sind. Später kann es auch Verhalten von anderen Bezugspersonen übernehmen, wie z.B. der Geschwister, der Erzieherin, der Lehrer oder im Teenager Alter das eines Idols. Im Eltern-Ich werden Grundsätze und Regel übernommen, die meist unbewusst aufgenommen wurden. Z.B. Wenn Eltern sehr auf ihr äußeres Erscheinungsbild achten, wird das Kind es später auch tun, auch wenn es unbewusst geschieht. Übernommen werden auch Grundsätze/Regel wie ´Vor dem Essen muss man sich die Hände waschen!`, ´Mit vollem Mund spricht man nicht!` , etc. Es werden auch Tätigkeiten übernommen, wie z.B. der regelmäßige Kirchgang am Sonntag.
[...]
_________________
1 Berne, Eric (1972): Was sagen Sie, nachdem Sie >Guten Tag< gesagt haben?, Kindler Verlag München. S.24
2 Berne, Eric (1972): Was sagen Sie, nachdem Sie >Guten Tag< gesagt haben?; Kindler Verlag München. S 24
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