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Untertitel: Ein kurzer Überblick
Autor: M.A. Markus Skuballa
Fach: Kunst - Bildhauerei, Skulptur, Plastik
Details
Institution/Hochschule: Universität Duisburg-Essen
Tags: Anton, Werners, Siegesdenkmalfries, Geschichte, Bild, Visuelle, Darstellungsformen, Vergangenheit
Jahr: 1999
Seiten: 12
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 4 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 156 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54832-8
ISBN (Buch): 978-3-638-75299-2
Zusammenfassung / Abstract
Einer der wichtigsten Vertreter der Kunst der Reichsgründung und des Imperialismus in Deutschland war Anton von Werner ( 1843- 1915). Im Gedächtnis späterer Generationen ist er meist durch sein Werk der Kaiserproklamation vorhanden, welches den Gründungsakt des neuen Reiches darstellt. Aber Anton von Werner war auch Kunstpolitiker, welcher das kulturelle Leben der wilhelminischen Ära wie kein zweiter prägte. So fällt auch der Beginn und der Höhepunkt seiner Karriere im kaiserlichen Deutschland auf den Zeitraum zwischen 1870 und 1890. Es war die Zeit eines „inflationär zur Feier von Vergangenheit und Gegenwart herhaltenden Historismus“1. Vor allem durch die Ereignisse des deutsch- französischen Krieges von 1870/71 wurde Werner stark beeinflußt. Nicht weniger ist unsere Vorstellung von diesen Ereignissen eben durch die Darstellungen Werners beeinflußt. Besonders in den Jahren 1870/71 ist bei Werner auch ein biographischer und künstlerischer Einschnitt zu erkennen, der nicht zuletzt auf die politischen Veränderungen dieser Zeit zurück geht. Unter dem Aspekt der Reichseinigung erschien auch Anton von Werner wie vieler seiner Zeitgenossen der deutsch- französische Krieg für begrüßenswert. Da Werner nie selbst an der Front war beruhen alle seine Darstellungen von Kampf- und Schlachtszenen auf Berichten des Generalstabwerkes und auf Augenzeugenberichte. Besonders als Porträtist des Hofes und des Großbügertums genoß er zu seiner Zeit hohes Ansehen. Gleichzeitig galt Werner als „entschiedenster Gegner der Moderne und des Impressionismus“2.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Duisburg – Essen, Fachbereich Kunstgeschichte
Seminar: Geschichte im Bild- Visuelle Darstellungsformen der Vergangenheit
Sommersemester 1999
Anton von Werners Siegesdenkmalfries
von: Markus Skuballa
Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung 3
Historischer Kontext 4
1. Herausforderung 6
2. Waffenbrüderschaft 7
3. Der Deutsche Kaiser 8
4. Das neue Reich 9
5. Kritik und Änderung 10
Schlussbetrachtung 11
Literaturverzeichnis 12
Vorbemerkung
Einer der wichtigsten Vertreter der Kunst der Reichsgründung und des Imperialismus in Deutschland war Anton von Werner ( 1843- 1915). Im Gedächtnis späterer Generationen ist er meist durch sein Werk der Kaiserproklamation vorhanden, welches den Gründungsakt des neuen Reiches darstellt. Aber Anton von Werner war auch Kunstpolitiker, welcher das kulturelle Leben der wilhelminischen Ära wie kein zweiter prägte. So fällt auch der Beginn und der Höhepunkt seiner Karriere im kaiserlichen Deutschland auf den Zeitraum zwischen 1870 und 1890. Es war die Zeit eines „inflationär zur Feier von Vergangenheit und Gegenwart herhaltenden Historismus“1.
Vor allem durch die Ereignisse des deutsch- französischen Krieges von 1870/71 wurde Werner stark beeinflußt. Nicht weniger ist unsere Vorstellung von diesen Ereignissen eben durch die Darstellungen Werners beeinflußt. Besonders in den Jahren 1870/71 ist bei Werner auch ein biographischer und künstlerischer Einschnitt zu erkennen, der nicht zuletzt auf die politischen Veränderungen dieser Zeit zurück geht.
Unter dem Aspekt der Reichseinigung erschien auch Anton von Werner wie vieler seiner Zeitgenossen der deutsch- französische Krieg für begrüßenswert. Da Werner nie selbst an der Front war beruhen alle seine Darstellungen von Kampf- und Schlachtszenen auf Berichten des Generalstabwerkes und auf Augenzeugenberichte. Besonders als Porträtist des Hofes und des Großbügertums genoß er zu seiner Zeit hohes Ansehen. Gleichzeitig galt Werner als „entschiedenster Gegner der Moderne und des Impressionismus“2.
Historischer Kontext
Den Auftrag zu Entwürfen für das Siegesdenkmalfries erhielt Anton von Werner 1871 vom Architekten der Siegessäule Johann Heinrich Strack. Die Kriege gegen Österreich sowie gegen Frankreich und die daraus resultierenden Folgen insbesondere auf die Einigung Deutschlands verlangten eine konzeptionelle Erweiterung der Siegessäule, die schon 1864 zum Sieg über Dänemark errichtet worden war. Die Siegessäule entstand in den Jahren 1864-73 und sollte an die siegreichen Waffengänge Preußens gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71) erinnern. Eingeweiht wurde sie als Nationaldenkmal der „Einigungskriege“ am sogenannten „Sedanstag“ dem 2.9.1873. Bis 1939 stand die Siegessäule am damaligen Königsplatz vor dem Reichstagsgebäude, bevor sie im Rahmen der von den Nationalsozialisten geplanten Umgestaltung Berlins zur Reichshauptstadt „Germania“ an ihren heutigen Standort am Großen Stern verlegt wurde.
Die Siegessäule fußt auf einem achtstufigen Unterbau aus Granit, der einen quadratischen, mit bronzenen Reliefdarstellungen verzierten Sockel sowie eine Säulenhalle umfaßt. Die Reliefs der Bildhauer Alexander Calandrelli, Karl Keil, Moritz Schultz und Albert Wolff zeigen Szenen aus den drei obengenannten Kriegen. Oberhalb des Sockels befindet sich ein Umgang welcher von 16 Säulen getragen wird und an seiner Innenwand das umlaufende Glasmosaik auf die Entstehung der deutschen Einheit von Anton von Werner birgt. Als Abschluß der Säule erhebt sich eine vergoldete Viktoria, die ursprünglich noch eine preußische Borussia war und von Friedrich Drake geschaffen wurde. Ursprünglich sollte Werner eine Einteilung in vier Bilder vornehmen. Er knüpfte an die Siegeseinzugs- Velarien zum Einzug des Kaisers in Berlin an und schlug folgende Themen vor:
1. Herausforderung
2. Waffenbrüderschaft
3. Der Deutsche Kaiser
4. Das neue Reich
Nach mehreren Entwürfen zur Einteilung und Positionierung des Frieses, einigte man sich im Frühjahr 1872 auf die endgültige Fassung, einen durchlaufenden Fries. Die Genehmigung des Kaisers zur Übertragung der erarbeiteten Studie in Mosaik, was mit erheblichen Kosten verbunden war, erlangte Werner nicht zuletzt durch seine enge Bekanntschaft mit dem Kronprinzenpaar.
Im Gegenzug mußte Werner sich verpflichten ein original großes Leinwandstück zu malen, welches, bevor es als Vorlage zu Salviati nach Venedig geschickt würde, im Hallenkern der Siegessäule bei der Enthüllungsfeier am 2. September 1873 ausgestellt werden sollte. Bis auf wenige Änderungen entspricht dieses Gemälde mit den monumentalen Maßen 3,93m x 23,45m der detaillierten Studie welche auf den vier Einzelbildern beruht.
1. Herausforderung
[...]
1 Mai, Ekkehard: Nationale Kunst- Historienmalerei vor und nach 1870. Von der Romantik der Geschichte zu geschichtlicher Wirklichkeit, in: Anton Von Werner. Geschichte in Bildern, Ausstellung des Berlin Museums und des Deutschen Historischen Museums Berlin, Zeughaus, 7.Mai- 27.Juli 1993, hg. v. Dominik Bartmann, München 1993, S.19- 31
2 Paret, Peter, Die Berliner Secession. Moderne Kunst und ihre Feinde im Kaiserlichen Deutschland, Berlin 1981. S. 15
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