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Ashes To Ashes - Eine Analyse zu Text, Musik und Video

Termpaper, 2004, 10 Pages
Author: Anna Lena Schiller
Subject: Musicology

Details

Event: David Bowie - Die Künstlichkeit des Stars
Institution/College: Academy of Music Detmold (Fachbereich Kulturwissenschaften)
Tags: Ashes, Eine, Analyse, Text, Musik, Video, David, Bowie, Künstlichkeit, Stars
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 10
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V61400
ISBN (E-book): 978-3-638-54868-7

File size: 158 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Paderborn, Fachbereich Kulturwissenschaften
Proseminar „David Bowie: Die Künstlichkeit des Stars“
Sommersemester 2004, 4. Fachsemester

Ashes To Ashes - Eine Analyse zu Text, Musik und Video

von: Anna Lena Schiller

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textanalyse - Struktur, Sprache und Interpretation

3. Musikanalyse - Struktur, Instrumente und Gesang

4. Videoanalyse - Künstlichkeit, Charaktere und Korrespondenz

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

 

 

 

1. Einleitung

„It’s certainly one of the better songs I’ve ever written“1, sagte David Bowie über sein 1980 auf dem Album Scary Monsters2 erschienenes Lied Ashes To Ashes. Die von Bowie mit britischem Understatement wohlwollend beschriebene und von der Kritik gefeierte Single wurde zu einem der bis dato größten Erfolge seiner Karriere. Unter der Regie von David Mallet drehte man im gleichen Jahr ein Video, das Maßstäbe in der jungen Geschichte der Videoclipkunst setzte.

Im Folgenden werden sowohl Text und Musik als auch die visuelle Umsetzung von Ashes To Ashes zum Gegenstand einer Analyse gemacht, die sich die Durchdringung der künstlerischen Verbindung von Wort, Note und Bild zur Aufgabe macht. Ausgehend von den einzelnen Teilen des Werks soll exemplarisch dargestellt werden, wie die drei o.g. Hauptkomponenten zueinander in Beziehung stehen und welche Aussage diese Verquickung impliziert. Wie in allen Analysen künstlerischer Bereiche liegt die Vielfalt im Auge des Betrachters, ergo unterliegt auch diese Interpretation einer subjektiven Einschränkung und erhebt somit trotz Zitaten und wissenschaftlicher Arbeitsweise keinen Anspruch auf Vollständig- und Richtigkeit.

2. Textanalyse - Struktur, Sprache und Interpretation

Trotz der bei Bowie oft üblichen Nivellierung von Strukturen bis hin zur vollständigen Auflösung der Schemata findet sich bei Ashes To Ashes als Grundlage ein deutlich erkennbares Gerüst. Textlich besteht der Song aus fünf voneinander abgegrenzten, aber sich nicht kontrastierenden Teilen: A, B, C, D, deren Wiederholung (A bis C mit geändertem Wortlaut) und dem abschließenden Teil E, der eine Sonderstellung einnimmt. Alle Teile bestehen jeweils aus vier Zeilen, Teil E ist ein Zweizeiler, der sich ebenfalls vier Mal wiederholt.

Sprachlich schöpft David Bowie aus dem Vollen. Fernab aller Plakativität tun sich Künstlichkeit und Wortgewalt jedoch erst bei genauem Hinschauen auf. Er arbeitet unaufdringlich und partiell mit literarischen Stilmitteln, nutzt Anaphern („oh no, not again“, „oh no, don’t say it’s true“) und verleiht seinen Worten so Nachdruck. Dies geschieht sowohl strophenübergreifend als auch innerhalb einer Strophe, ohne jedoch die textliche Trennung zu unterstreichen. Er übersteigert Ausdrücke und verkehrt sie zu Hyperbeln („heaven’s high“), streut Antithesen ein („never done good things“, „never done bad things“, „heaven’s high“, „all time low“) und deutet hier schon die Ambiguität an, die sich in Musik und Bild fortsetzten wird. Im D-Teil bedient sich Bowie der markantesten Methode der schreibenden Gilde und setzt zum einzigen Reim im gesamten Lied an: „Ashes to ashes, funk to funky // We know Major Tom’s a junkie”. Diese Auffälligkeit und die Tatsache, dass gerade der Teil D als einziger mit demselben Text wiederholt wird, lässt die berechtigte Annahme zu, es handle sich hier um den Refrain. Bowie scheut sich auch nicht vor semantischen Spielereien und rephrasiert die Grabesrede „ashes to ashes“, indem er „dust to dust“ durch ein die düstere Stimmung des Songs verstärkendes „funk to funky“ (engl. ängstlich, panisch) substituiert. Phrasale Verschachtelungen liegen ihm ebenfalls, lässt sich die Zeile „I’ve loved all I’ve needed love“ doch auf vielerlei Arten lesen. Was die Textinterpretation angeht, so war und ist sich die kritische Musikpresse einig, sogar Bowie selbst nimmt Stellung: „I was wrapping up the Seventies for myself“3.

[...]


1 zitiert nach Pegg (2002) a.a.O., S.26

2 Grundlage für die Analyse ist die Video-Version, nicht die längere Album-Version

3 zitiert nach Pegg (2002) a.a.O., S.26


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