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Kinder sensibilisieren für die Andersartigkeit der afrikanischen Kultur, aufgezeigt am Unterricht in meiner 4. Klasse

Autor: Simone Effenberk
Fach: Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)

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Details

Institut: Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung
Tags: Kinder, Andersartigkeit, Kultur, Unterricht, Klasse
Kategorie: Unterrichtsentwurf
Jahr: 2006
Seiten: 59
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 13  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 3380 KB
Archivnummer: V61433
ISBN (E-Book): 978-3-638-54894-6
Anmerkungen :
Schriftliche Arbeit im Rahmen des 2. Staatsexamens über eine Unterrichtseinheit mit zahlreichen Arbeitsblättern aus der Praxis

Textauszug (computergeneriert)

Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GHS) X

Schriftliche Arbeit
im Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur

Thema:

Kinder sensibilisieren für die
Andersartigkeit der afrikanischen Kultur
aufgezeigt am Unterricht in meiner 4. Klasse

von

Simone Effenberk

 

 

Schule: Grundschule X
GHWRS X
Lehreranwärterin: Frau X
Beratende Ausbilderin: Frau X
Ausbilderin in Pädagogik: Frau X

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Interkulturelle Erziehung
2.1. Was ist interkulturelle Erziehung?
2.2. Interkulturelle Erziehung in der Unterrichtseinheit „Wie Kinder in Afrika leben“

3. Über die Andersartigkeit der afrikanischen Kultur
3.1. Wie leben Kinder in Afrika?
3.2. Welche Aspekte der afrikanischen Kultur sind für die Schülerinnen und Schüler besonders wichtig?

4. Situation der Schülerinnen und Schüler vor der Unterrichtseinheit „Wie Kinder in Afrika leben“
4.1. Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zum Leben in Afrika
4.2. Einstellungen der Schülerinnen und Schüler zu fremden Kulturen

5. Verlauf und Reflexion der Unterrichtseinheit „Wie Kinder in Afrika leben“
5.1. Vorbemerkungen
5.2. Die Einführungsstunde
5.3. Ein Land in Afrika: Senegal
5.3.1. Beschreibung dieses Themas
5.3.2. Reflexion
5.4. Die Schule in Afrika
5.4.1. Beschreibung dieses Themas
5.4.2. Reflexion
5.5. Das Essen in Afrika
5.5.1. Beschreibung dieses Themas
5.5.2. Reflexion
5.6. Spielsachen in Afrika
5.6.1. Beschreibung dieses Themas
5.6.2. Reflexion
5.7. Probleme der Menschen in Afrika
5.7.1. Die Wüste dehnt sich aus
5.7.1.1. Beschreibung dieses Themas
5.7.1.2. Reflexion
5.7.2. Das Problem des Wassers
5.7.2.1. Beschreibung dieses Themas
5.7.2.2. Reflexion
5.8. Kunst in Afrika
5.8.1. Beschreibung dieses Themas
5.8.2. Reflexion
5.9. Musik in Afrika
5.9.1. Beschreibung dieses Themas
5.9.2. Reflexion
5.10. Eine Stadt in Senegal: St. Louis
5.10.1. Beschreibung dieses Themas
5.10.2. Reflexion
5.11. Tiere in Afrika
5.11.1. Beschreibung dieses Themas
5.11.2. Reflexion

6. Abschließende Gedanken

7. Literaturangaben

8. Anhang

 

 

1. Einleitung


„Die armen Kinder, das ist ja schrecklich schwer so ein Spielzeug aus Draht zu basteln. Meine Finger tun so weh.“ (M., 9 Jahre)

„Igitt, jeden Tag Hirseklöße oder Hirsebrei? Das ist nichts für mich.“ (D., 10 Jahre) 

„Kinder sensibilisieren für die Andersartigkeit der afrikanischen Kultur“ – das war ein wichtiges Ziel, welches in der Klasse 4 drei Wochen lang verfolgt wurde. Intensiv haben sich die Schülerinnen und Schüler mit der fremden Kultur auseinandergesetzt und erfahren, „wie Kinder in Afrika leben“. So hieß die Unterrichtseinheit, welche als eine der ersten am Schuljahresbeginn behandelt wurde.

Die grundlegende Idee dieser Unterrichtseinheit war, dass die Schülerinnen und Schüler am Beispiel eines afrikanischen Mädchens aus dem Buch „Aminatas Entdeckung“1 die Andersartigkeit von fremden Kulturen entdecken, in diese hineintauchen, sich in vielfältiger Weise mit allen Sinnen mit ihr auseinandersetzen und sie „am eigenen Körper“ erfahren. Schülerinnen und Schüler sollten diese fremde Kultur nicht nur kennen lernen, sondern in besonderer Weise durch diese zahlreichen Erfahrungen für sie sensibilisiert werden. Um dies zu erreichen, wurde die Unterrichtseinheit „Wie Kinder in Afrika leben“ nicht nur von der sachkundlicher, sondern auch von der musischen und ästhetischen Seite betrachtet. Somit konnten die Schülerinnen und Schüler das Leben von afrikanischen Kindern ganzheitlich, angefangen beim Essen über die Schule bis hin zu Spielsachen und Musik, kennen lernen.

In dieser Arbeit soll der Weg beschrieben werden, wie die Schülerinnen und Schüler durch die Behandlung der Unterrichtseinheit „Wie Kinder in Afrika leben“ nach und nach die Andersartigkeit der afrikanischen Kultur erkennen und dafür sensibilisiert werden. Dieser Weg ist jedoch nicht das einzig Wichtige. Um zu erkennen, ob die Schülerinnen und Schüler tatsächlich auch sensibilisiert wurden, musste vor der Unterrichtseinheit die Situation, d.h. das Vorwissen und die Einstellungen der Schülerinnen und Schüler zu fremden Kulturen ermittelt werden. Zudem musste man sich vor der Unterrichtseinheit überlegen, welche Aspekte der afrikanischen Kultur es gibt und welche für die Schülerinnen und Schüler überhaupt wichtig sind. Schließlich steht auch die interkulturelle Erziehung im engen Zusammenhang mit der Unterrichtseinheit „Wie Kinder in Afrika leben“. Diese soll in dieser Arbeit ebenfalls beschrieben und dahin beleuchtet werden, in wie weit sie für diese Unterrichtseinheit bedeutsam ist.

2. Interkulturelle Erziehung

2.1. Was ist interkulturelle Erziehung?

Interkulturelle Erziehung ist ein wichtiger Bestandteil des Mensch, Natur und Kultur – Unterrichts. Sie ist „die Erziehung zur internationalen Verständigung vor der eigenen Haustür“ 2. Schülerinnen und Schüler erwerben interkulturelle Kompetenz, um sich in der internationaler werdenden Welt zurechtzufinden. Im Gegensatz zur Ausländerpädagogik, dem Vorläufer der interkulturellen Erziehung, welche nur an Migrantenkinder gerichtet war, wendet sich die interkulturelle Erziehung an alle Schülerinnen und Schüler.

Interkulturelle Erziehung hat in der Schule einen bedeutenden Stellenwert. Gerade weil Schüler mit Migrationshintergrund oft als Kinder mit Schwierigkeiten und Problemen erscheinen. Zudem gehören ethnische und religiöse Konflikte zu den größten globalen und nationalen Problemen. Das Leben in unserer multikulturellen Gesellschaft ist durch interkulturelle Situationen geprägt. Somit darf die Entwicklung von Bildungsinhalten nicht ohne Bezug zu dieser Lebenswelt erfolgen. Die interkulturelle Erziehung weiß auch, dass die Kulturen, die bei uns zusammenleben, gleichwertig sind und dass somit „interkulturell“ auch die bewusste Gleichbehandlung und Wertschätzung aller Schülerinnen und Schüler bedeutet.

Bei der interkulturellen Erziehung steht das gemeinsame von- und miteinander Lernen im Vordergrund. Fremde Kulturen sollen erfahren und kennen gelernt werden. Erfahrungen werden ausgetauscht und die Kinder erleben eine kulturelle Bereicherung. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, dass Differenzen nichts anderes sind als die menschliche Vielfalt. Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei Mitmenschen werden wahrgenommen. Die Kinder entwickeln Neugier, Offenheit und Verständnis für Fremdes, sie entwickeln Verständnis und Toleranz gegenüber dem Anderssein und lernen die Verschiedenartigkeit zu respektieren. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass sie selbst Mitglieder unterschiedlicher Gruppen sind. Auch Klischees, Vorurteile und Diskriminierungen werden überprüft, reflektiert und die Bedeutung und die Auswirkungen näher beleuchtet. Ursachen, Hintergründe und Folgen von Fremdenfeindlichkeit und Ungleichheit werden erarbeitet. Interkulturelle Erziehung will die Grundlage schaffen für einen partnerschaftlichen und respektvollen Umgang mit Unterschieden aller Art. Sie beabsichtigt die Integration von ausländischen Kindern, will aber auch die soziale und kulturelle Eigenständigkeit dieser Kinder fördern und einbeziehen, und verhilft ihnen zu gleichen Abschlüssen und Chancen wie deutschen Kindern.3

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1 Bulang-Lörcher, M., Große-Oetringhaus, H.: Aminatas Entdeckung

2 Berger, H.: Die Welt vor meiner Haustür - Kinder erforschen ihre Umgebung, S.1

3 Grundschule, Heft 9, September 2002, S.44 ff.

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