Seminararbeit, 2001, 17 Seiten
Autor: Anne Schmidt
Fach: Psychologie - Entwicklungspsychologie
Details
Institution/Hochschule: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Psychologie)
Tags: Peers, Entwicklung, Schüler, Freunde, Kinder, Persönlichkeit
Jahr: 2001
Seiten: 17
Note: keine Note
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-13791-1
Dateigröße: 177 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Peerbeziehungen
von Anne Schmidt
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Soziale Beziehungen von Kindern im Grundschulalter
3. Der Einfluss von Freunden und Freundschaften
bei der Anpassung an die Junior Highschool
4. Peer Netzwerke, Verhaltensmuster und die Mitarbeit von Schülern im Unterricht
5. Die Macht der Peers in der Persönlichkeitsentwicklung
6. Peerbeziehungen in der frühen Adoleszenz
7. Zusammenfassung
8. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Ein Peer wird in Websters Wörterbuch als eine Person bezeichnet, die mit einer anderen Person gleichsteht. Entwicklungspsychologen beschreiben Peers auch als sozial Gleichgesinnte oder Individuen, die, zumindest für einen bestimmten Zeitraum, auf der gleichen Verhaltensebene fungieren (Lewis & Rosenblum, 1975). In Bezug auf diese Definition, können auch Kinder unterschiedlichen Alters immer noch als Peers bezeichnet werden, so lange sie ihr Verhalten mit den gemeinsamen Interessen und Zielen einer Gruppe vereinbaren können.
Die Wahl des Hausarbeitthemas begründet sich auf einem persönlichen Interesse dieser Thematik und soll das Wissen der Autorin für spätere Anwendungen erweitern.
Das Ziel der Arbeit besteht darin, den in einer Seminarstunde behandelten Stoff zusammenfassend wiederzugeben. Dazu wurde ausgewählte Literatur verarbeitet und durch eigene Mitschriften von dem zugehörigen Referat ergänzt.
Der Aufbau der Hausarbeit gliedert sich in die vorgegebenen Unterteilungen. Nach der Aufführung von drei Studien zum Thema Peers, deren Untersuchungsmethoden und Ergebnisse, wird auf die Thematik des Einflusses der Peers auf die Persönlichkeitsentwicklung eingegangen. Dieser Forschungsgegenstand wird durch eine genauere Betrachtung der Peers im Adoleszenzalter erweitert. Im Anschluss soll eine zusammenfassende Wertung der ausgearbeiteten Studien und der eigenen Literaturrecherchen angeführt werden.
2. Soziale Beziehungen von Kindern im Grundschulalter
Die Studie von Christina Berger beschäftigt sich mit dem Sozialen Beziehungsverfahren für Kinder, kurz SOBEKI- Verfahren. Die Untersuchung wurde an acht- bis elfjährigen Grundschulkindern durchgeführt. Das Verfahren wurde entwickelt, um den Bedarf an Informationen über kindliche Sozialbeziehungen für die Diagnostik und die Einleitung therapeutischer Maßnahmen zu decken. Das dazu nötige Instrument, mit dem soziale Beziehungen von Kindern im Grundschulalter erfasst werden kann, wurde 1989 von Roos, Lehmkuhl und Krahl entwickelt. Das Vorgehen erfolgte zum einen in einer Art Interviewteil und zum anderen mit Hilfe eines standardisierten Skulpturverfahren. Damit wurde ein Vergleich sozialer Netzwerke verschiedener Kinder entscheidend erleichtert.
Im ersten Teil des Verfahrens, wurden mit Hilfe eines Interviews die Menschen erfasst, die in verschiedenen Funtionsbereichen des Kindes wichtig sind. Dabei wurden 8 Funktionsbereiche mit 6 Fragen ausgewertet und nach auftretender Häufigkeit entschieden. Die Funtionsbereiche umfassten Themen wie Freizeit, Emotionale Zuwendung, Konflikt, Sanktion vs. Bekräftigung, Unterstützung, Hilfe bei Schwierigkeiten im Zwischenmenschlichen Bereich, Ordnung und Regelmässigleiten im Tagesablauf.
Beim Skulpturteil des Verfahrens wurde ein quadratisches Spielbrett verwendet, bei dem 6 konzentrische Ringe um einen Mittelpunkt markiert waren. Das Kind, welches sich selbst in Form einer Legofigur auf den Mittelpunkt des Brettes stellte, sollte anschließend seine Familienmitglieder und Freunde auf den umliegenden Ringen je nach Mögen und weniger Mögen anordnen. Um dabei die Wichtigkeit und den Einfluss der einzelnen Personen kenntlich zu machen, konnte das Kind außerdem bis zu drei Plättchen unter jede Figur legen. Durch dieses Vorgehen war es möglich, die Anzahl der Kontaktpersonen, die Kontakthäufigkeit, ihre Intensität sowie erlebte Nähe und Wichtigkeit für das Kind abzubilden und Informationen über die funktionelle Bedeutung der Bezugspersonen sowie ihren Einfluss zu erhalten. Es ließen sich damit weiterhin Aussagen über die relative Position des Kindes in seiner Familie und seiner Peer- Gruppe treffen.
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