Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Frederik Wahl
Fach: Informatik - Angewandte Informatik
Details
Institution/Hochschule: Universität Hamburg
Tags: WAM-Brille, Werkzeug, Material-Ansatz, Schablone, Konkretisierung, Gestaltung, Visionen, Projekt, Objektorientierte, Softwareentwicklung, LAssi-Projekt
Jahr: 2006
Seiten: 23
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 3 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1072 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-55055-0
Ein großer Teil der Arbeit ist allgemein über den WAM-Ansatz (Werkzeug-und-Material-Ansatz) und Prototyping. Die Arbeit kann auch gut für diese Bereiche verwendet werden. Ansonsten wird in diesem Bericht untersucht, wie bestimmte Dokumente im Nachhinein an das Leitbild des Werkzeug-und-Material-Ansatzes angepasst werden können. Dabei werden vor allem Dokumente wie Powerpoint-Prototypen betrachtet, die zu Beginn von Software-Projekten erstellt werden.
Textauszug (computergeneriert)
Studienprojekt
Objektorientierte Softwareentwicklung
Das Lassi-Projekt
Projektbericht
Die WAM-Brille
Werkzeug & Material-Ansatz als Schablone
zur Konkretisierung und intuitiveren Gestaltung
prototypischer Visionen
Autor: Frederik Wahl
Gliederung
1. Einleitung ... 3
2. Werkzeug & Material-Ansatz ... 4
2.1 Zielsetzung ... 4
2.2 Grundlagen ... 4
2.3 WAM-Leitbild ... 5
2.4 WAM-Entwurfsmetaphern ... 5
2.5 Entwicklungsprozess ... 6
2.6 Entwicklungsdokumente ... 7
3. Intuition ... 8
4. Prototyping ... 9
4.1 Arten des Prototyping ... 9
4.2 Arten von Prototypen ... 10
5. Prototypische Vision ... 10
5.1 Einordnung ... 10
5.2 Definition ... 11
6. Die WAM-Brille ... 12
6.1 Relevante WAM-Aspekte ... 12
6.2 Konkretisierung ... 13
6.3 Ziele ... 13
6.4 Vorgang der Konkretisierung ... 14
6.4.1 Grobe Analyse ... 14
6.4.2 Anpassung der Begrifflichkeit ... 14
6.4.3 Anpassung des Aufbaus ... 15
7. Anwendungs-Beispiel ... 16
8. Fazit ... 22
9. Literatur ... 23
Vorwort
Dieser Bericht bezieht sich auf LAssi (Learner’s Assistant), eine Lernumgebung, die während des OOSE-Projekts 05/06 weiterentwickelt wurde. Abweichend von der Norm hat dieser Projektbericht jedoch nicht die Tätigkeit im Projekt als zentrales Thema. Vielmehr versuche ich, eine im Projekt beobachtete Vorgehensweise als generell anwendbare Methode darzustellen. Um das zu erreichen, beschreibe ich die dafür notwendigen, im Projekt angeschnittenen Konzepte und stelle darauf aufbauend ein verallgemeinertes Vorgehensmodell auf. Um die allgemeine Anwendbarkeit zu verbessern, beschränke ich mich auf eine vom Projekt weitestgehend unabhängige Untersuchung und werde lediglich an einigen Stellen auf Tätigkeiten im Projekt hinweisen.
1. Einleitung
In allen Phasen der Softwareentwicklung für interaktive Systeme müssen Dokumente gestaltet und angefertigt werden. Der Werkzeug & Material-Ansatz liefert eine Grundlage für die Unterstützung dieser Arbeit, indem er einer aufkommenden Orientierungslosigkeit im Entwicklungsprozess entgegenwirkt. Mit Hilfe eines durchdachten Strukturkonzepts sollen Vorstellungen über das System schneller konkret und das System am Ende intuitiv bedienbar werden. Um das zu erreichen, werden die einzelnen Dokumente auf Basis der Konzepte des Werkzeug & Material-Ansatzes angefertigt.
In diesem Bericht wird untersucht, wie bestimmte Dokumente im Nachhinein an das Leitbild des Werkzeug & Material-Ansatzes angepasst werden können. Dabei werden vor allem Präsentationen betrachtet, die im Rahmen der Anforderungsermittlung, der Systemgestaltung oder des explorativen Prototyping – also hauptsächlich zu Beginn eines Softwareprojekts – erstellt werden. Um diese Dokumente zusammenzufassen, werde ich den Begriff der Prototypischen Vision einführen.
Nach der Einigung auf ein Leitbild lassen sich die Vorteile des Werkzeug & Material- Ansatzes grundlegend durch zwei Schritte erzielen. Zum einen muss der Systementwurf in das Leitbild eingepasst werden. Das geschieht entweder durch einen Leitbildkonformen Entwurf oder durch eine Anpassung des Entwurfs an das Leitbild im Nachhinein. Zum anderen muss der Entwurf in technische Strukturen abgebildet werden, die dem Leitbild entsprechen. Da für diese Abbildung bei Verwendung des WAM-Leitbilds (siehe Abschnitt 2.3) bereits Untersuchungen und Konstruktionsanleitungen existieren, beschränke ich mich auf das Problem, den Entwurf dem Leitbild näher zu bringen. Im zugrunde liegenden Projekt stellte es sich als schwierig dar, fachfremden Spezialisten das Leitbild so viel näher zu bringen, dass die Entwürfe konsequent nach diesem konstruiert wurden. So wurde es zu unter anderem meiner Aufgabe, vorliegende Entwürfe im Nachhinein an das dort besprochene Leitbild anzupassen. Mit diesem Bericht untersuche ich die Möglichkeiten dieses Vorgangs.
In Kapitel 2 werde ich zunächst die Grundlagen des Werkzeug & Material-Ansatzes mit den für diese Untersuchung wichtigen Bestandteilen erläutern, was in Kapitel 3 um eine Untersuchung von Intuition und in Kapitel 4 um relevante Informationen zum Prototyping ergänzt wird. Anschließend werde ich mich in Kapitel 5 der Definition und Einordnung der Prototypischen Vision widmen. Damit wären alle Voraussetzungen geklärt, um in Kapitel 6 mit der Untersuchung des Werkzeug & Material-Ansatzes als Schablone zur Konkretisierung und intuitiveren Gestaltung prototypischer Visionen fortzufahren. Kapitel 7 ergänzt diese Untersuchung noch um ein Anwendungs-Beispiel aus der Praxis, das sich im Rahmen des LAssi-Projekts ergeben hat.
2. Werkzeug & Material-Ansatz 1
Der Werkzeug & Material-Ansatz (WAM-Ansatz) ist zugleich Leitfaden und Methodik für den Entwurf und die Konstruktion von Software, d.h. eine Sammlung von Herangehensweisen und Verfahren zur praktischen Anwendung bei der Herstellung softwaretechnischer Erzeugnisse.
2.1 Zielsetzung
Durch Einsatz des WAM-Ansatzes sollen Softwaresysteme anwendungsorientiert gestaltet werden. Anwendungsorientierung ist gewährleistet, wenn die Aufgaben des Anwendungsbereichs bei hoher Gebrauchsqualität durch das System abgebildet werden. Die Gebrauchsqualität des Systems wird durch aufgabenangemessene Funktionalitäten im spezifischen Kontext, die Anpassbarkeit an wechselnde Arbeitsabläufe und eine benutzergerechte Handhabung bestimmt. Die Handhabung eines Softwaresystems wird insbesondere dann als benutzergerecht betrachtet, wenn dem Benutzer durch die Gestaltung der Mensch-Computer-Schnittstelle die Orientierung im System und die Beeinflussbarkeit des Systems ermöglicht werden.
2.2 Grundlagen
Der zentrale Gedanke des WAM-Ansatzes ist, Gegenstände und Konzepte des Anwendungsbereichs durch das Softwaresystem zu modellieren, sowie die Beziehungen zwischen diesen Elementen auf die Architektur der Software abzubilden. Dadurch wird eine Strukturähnlichkeit zwischen Anwendungsbereich und Software aufgebaut, welche weit reichende Konsequenzen für Benutzer und Entwickler hat. Auf der Entwicklerseite wird der Entwurf des Systems auf diese Weise unterstützt. Da Softwarekomponenten Anwendungsgegenständen entsprechen, lassen sich wechselseitige Abhängigkeiten leichter erkennen. Zudem entsteht durch die Korrespondenz von Anwendungswelt und Softwaresystem eine Orientierungshilfe, die den Entwurf der Softwarearchitektur erleichtert. Auf der Benutzerseite wird die Arbeit mit dem System unterstützt. Durch das Wiederfinden bekannter Gegenstände, Konzepte und Zusammenhänge im System wird der softwaregestützte Arbeitsablauf intuitiver und leichter erlernbar. Der Benutzer kann in gewohnter Weise seine Arbeit verrichten.
[....]
1 auf Basis von: Züllighoven, „Das objektorientierte Konstruktionshandbuch“, 1998
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: