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Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 19
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 9  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 196 KB
Archivnummer: V61679
ISBN (E-Book): 978-3-638-55086-4

Textauszug (computergeneriert)

Konformität und Autonomie in Gruppen

von: Sandra Lendewig

Sommersemester 2004

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  3

2 Begriffsdefinitionen:  4

3 Das Forschungsgebiet konformen Verhaltens  5

3.1 Das Standardkonformitätsexperiment nach SOLOMON ASCH 6

3.1.1 Veränderungen und Varianten des Experimentes durch ASCH 9

3.2 Die Versuchsanordnung von CHRUTCHFIELD 10
3.3 Das Experiment von MARINO und PARKIN 11
3.4 Konformität der Versuchsperson gegenüber des Versuchsleiters 15

3.4.1 Die Versuchsanordnung von MILGRAM  15

4 Schluss  16

5 Quellenangaben 19





 

1 Einleitung

In seinem täglichen Leben ist jeder Mensch regelmäßig mit der Erscheinung der „Gruppe“ konfrontiert. Auf der einen Seite kann er selbst Mitglied einer Gruppe sein, und auf der anderen Seite kann er bei der Beobachtung seines Umfelds verschiedenste Gruppen entdecken. Beispiele hierfür lassen sich endlos finden - alleine schon in der Freizeit, auf einer Party, im Berufsleben im Hörsaal oder einem Seminar der Universität lassen sich Gruppen finden, zufällig zusammengefunden, oder direkt gewollt, durch z.B. Freundschaften oder Familienbeziehungen. Innerhalb einer Gruppe wirken eine gewisse Gruppendynamik und ein Gruppendruck auf den Einzelnen ein, was sich insbesondere bei Entscheidungen äußern kann. Es gibt Situationen in denen einige Menschen sich des Urteils der Mehrheit nicht anschließen. Andere Menschen wiederum gehen konform mit dem Urteil einer Menschengruppe. Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Konformität und stellt Experimente, die in Gruppen vorgenommen wurden vor. Die Zahl der Experimente ist so immens, dass nur wenige, für die Forschung wichtige Experimente dargestellt werden können.

Doch bevor man sich dem Kernthema dieser Arbeit zuwendet, erscheint es sinnvoll, dem Leser einen Überblick über die Begrifflichkeiten zu geben. In diesem Sinne werden in Kapitel 2 zunächst die Begriffe Konformität, Autonomie von einander abgegrenzt, sowie der Begriff der Gruppe vorgestellt. Es wird ein Versuch unternommen, den Begriff der Gruppe soziologisch zu beleuchten. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass eine vollständige Diskussion nicht durchgeführt werden kann, da sonst der Rahmen der Arbeit bei weitem überschritten wird. Daraus resultierend richtet sich der Schwerpunkt auf die soziale Gruppe. Kapitel 3 befasst sich schließlich mit dem Forschungsgebiet konformen Verhaltens. Zunächst werden die Anfänge des Forschungsgebietes kurz dargestellt. Hernach werden für die Forschung wichtige Experimente vorgestellt, die für die Forschung Konformen Verhaltens signifikante Ergebnisse und Erkenntnisse lieferten. Zu Beginn wird auf die Konformität in Gruppen eingegangen. Am Ende des Kapitels wird das MILGRAM-Experiment vorgestellt, welches vorführt, dass nicht nur in Gruppen konformes Verhalten sichtbar ist, sondern auch nur einer einzigen Person gegenüber konformes Verhalten gezeigt werden kann.

2 Begriffsdefinitionen:

Konformität: Übereinstimmung, Anpassung der Meinung, Einstellungen, Gewohnheiten, Handlungsweisen und Normen an die in der sozialen Umgebung (Gruppe) akzeptierte Formen; „…Nachgeben gegenüber einem Gruppendruck…“. 1 Dabei ist es jedoch nicht erforderlich, dass die Gruppe mit Sanktionen droht oder versucht verbal die Ansicht des Gruppenmitgliedes zu beeinflussen. Die Anwesenheit mehrerer Personen ist ausreichend um die Meinung einer Person zu beeinflussen.2

Autonomie: griech.: „autós“ = selbst und „nómos“ = Gesetz
Standhalten oder Überwinden von Konformitätsdruck.

Der Begriff „Gruppe“

Da nach einheitlicher Meinung in der Literatur eine Person noch keine Gruppe bilden kann, müssen mehrere Personen vorhanden sein, um eine Gruppe darzustellen. Doch hier scheiden sich in der Literatur die Geister. MILLS definiert zwei oder mehr Personen, andere hingegen sprechen von mindestens drei Personen. Eine nummernmäßige Begrenzung nach oben wird keine große Bedeutung zugeschrieben. Wie SCHNEIDER beschreibt, birgt die quantitative Vergrößerung einer Gruppe Veränderungen in sich. Es stellt sich eine Erschwerung der Kommunikation und eine Unübersichtlichkeit ein, je größer die Gruppe wird. Außerdem werden bei zahlenmäßigen großen Gruppen meist Einteilungen in Untergruppen vorgenommen.

Die Personen einer Gruppe stehen in Wechselbeziehungen zu einander. SCHNEIDER spricht davon, dass sie im Wechsel aufeinander abgestimmte Rollen einnähmen, wobei innerhalb dieser Interaktionen die Intensität unterschiedlich stark sei. Ein Beispiel einer sehr schwachen Intensität der Interaktion liegt vor, wenn Personen dieselbe Aufgabe bearbeiten, jedoch hiervon nur die Kenntnis erhielten. Kommunikation ist hier also nicht vorhanden.3

3 Das Forschungsgebiet konformen Verhaltens

[...]


1 WILKENING, K.: Konformität unter Gruppendruck: Eine vergleichende Experimentelle Untersuchung, Weinheim und Basel, 1978, S. 1.

2 Vgl. ebenda, S. 1.

3 Vgl. SCHNEIDER, H.-D.: Kleingruppenforschung, Stuttgart 1985, S. 16 ff.

Kommentare

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http://www.grin.com/e-book/61679/