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Details

Veranstaltung: Übung: "Einführung in das naturwissenschaftliche Arbeiten - Quellenkunde und Methodik"
Institution/Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München (Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften)
Tags: Heinrich, Hertz, Eine, Bibliographie, Einführung, Arbeiten, Quellenkunde, Methodik
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 15
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 56  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 601 KB
Archivnummer: V62015
ISBN (E-Book): 978-3-638-55343-8
ISBN (Buch): 978-3-638-79016-1

Zusammenfassung / Abstract

Heinrich Hertz lebte und wirkte als bedeutender deutscher Naturforscher auf dem Gebiet der Physik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in einer Zeit, in der sich Naturwissenschaften und Technik sehr rasch entwickelten. Die Hertzschen Erforschungen betrafen vor allem Teilbereiche der Mechanik und Elektrizität. Das herausragendste Ergebnis seiner Forschertätigkeit, das auch seinen internationalen Ruf begründete, war die erstmalige experimentelle Erzeugung von elektromagnetischen Wellen und deren meßtechnischer Nachweis in den Jahren 1886 bis 1888. Derartige Wellen waren bereits in der Faraday-Maxwellschen elektromagnetischen Feld- und Lichttheorie vorausgesagt worden. Heinrich Hertz war der erste Physiker, der mit seinen berühmt gewordenen Karlsruher Experimenten die Richtigkeit dieser komplexen Theorie beweisen konnte. Heinrich Hertz entwickelte sich zum berühmten Naturforscher auf Grund einer glücklichen Synthese von persönlicher Veranlagung und äußeren Bedingungen. Bemerkenswert waren sein Fleiss, sein Pflichteifer und seine wissenschaftliche Neugierde, aber auch seine hervorragende Förderung durch das Elternhaus. Vor allem die persönliche Begegnung mit Hermann von Helmholtz, dem bedeutenden Gelehrten und Hochschullehrer des 19. Jahrhunderts hatte entscheidenden Einfluss auf seinen wissenschaftlichen Werdegang. Ausgehend von Heinrich Hertz Geburt beschreibt das Buch zunächst kurz den Werdegang des großen Experimentalphysikers über Kindheit, Schule, Studium und Hochschul- und Forscherkarriere hinweg bis zu seinem frühen Tod mit knapp 37 Lebensjahren. Da Heinrich Hertz in einer Zeit starker politischer Veränderungen und sozialer Umbrüche lebte, wird dabei auch auf bemerkenswerte gesellschaftliche und kulturgeschichtliche Teilaspekte eingegangen. Daran anschließend wird eine kurze Gesamtschau seines wissenschaftlichen Wirkens vorgenommen. Der zweite Abschnitt des Buches stellt das sehr umfangreiche Quellenwerk in übersichtlicher Weise vor. Neben den bereits veröffentlichten wissenschaftlichen Schriften werden insbesondere auch noch nicht veröffentlichte Schriften, wie Heinrich Hertz private Briefe, sein Schriftwechsel mit Physikerkollegen und sein Tagebuch aufgezeigt.

Textauszug (computergeneriert)

Heinrich Hertz
1857 – 1894
Eine Bibliographie

angefertigt von 

Herbert Sauter,

Übung WS 04/05
Einführung in das naturwissenschaftliche Arbeiten.
Quellenkunde und Methodik.
Ludwig-Maximilians-Universität München,
Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften

 

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 3

1. Biographie von Heinrich Hertz 3

2. Bewertung des wissenschaftlichen Wirkens 7
2.1 Die Karlsruher Experimente 7
2.2 Die Prinzipien der Mechanik 8

3. Primäre Quellen 8
3.1 Veröffentlichte Schriften 8
3.2 Nicht veröffentlichte Schriften 12

4. Sekundäre Quellen 13

Schlusswort 14

Bilder und Bildnachweis 15

 

 

Vorwort

Heinrich Hertz lebte und wirkte als bedeutender Naturforscher auf dem Gebiet der Physik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in einer Zeit, in der sich Naturwissenschaften und Technik sehr rasch entwickelten. Die Hertzschen Erforschungen betrafen vor allem Teilbereiche der Mechanik und Elektrizität. Das herausragende Ergebnis seiner Forschertätigkeit, das auch seinen internationalen Ruf begründete, war die experimentelle Erzeugung von elektromagnetischen Wellen und deren messtechnischer Nachweis in den Jahren 1886 bis 1888. Derartige Wellen waren bereits in der Faraday-Maxwellschen elektromagnetischen Feld- und Lichttheorie vorausgesagt worden. Heinrich Hertz war der erste Physiker, der mit seinen berühmt gewordenen Karlsruher Experimenten die Richtigkeit dieser Theorie beweisen konnte.

Heinrich Hertz entwickelte sich zum berühmten Naturforscher auf Grund einer glücklichen Synthese von persönlicher Veranlagung und äußeren Bedingungen. Bemerkenswert waren sein Fleiß, sein Pflichteifer und seine wissenschaftliche Neugierde, aber auch seine hervor- ragende Förderung durch das Elternhaus. Vor allem die persönliche Begegnung mit Hermann von Helmholtz, dem bedeutenden Gelehrten und Hochschullehrer des 19. Jahrhunderts hatte entscheidenden Einfluss auf seinen wissenschaftlichen Werdegang.

Die nachfolgend dargestellte Biographie beschreibt den Werdegang von Heinrich Hertz, ausgehend von seiner Geburt über Kindheit, Schule, Studium und Hochschul- und Forscherkarriere bis zu seinem frühen Tod mit knapp 37 Lebensjahren. Heinrich Hertz lebte in einer Zeit starker politischer Veränderungen und sozialer Umbrüche. Deshalb wird in der Biographie ergänzend auch auf bemerkenswerte gesellschaftliche und kultur- geschichtliche Aspekte eingegangen.

1. Biographie von Heinrich Hertz

22. Feb. 1857 Geburt in Hamburg1
Geburt als erstes von 5 Kindern des wohlhabenden Ehepaares Dr. jur. Gustav Ferdinand Hertz, Rechtsanwalt und späterer Senator und Anna Elisabeth, geb. Pfefferkorn, Tochter eines Frankfurter Arztes. Heinrich wird auf die Vornamen Heinrich (Großvater) und Rudolf (Taufonkel) getauft, wird aber in seiner Familie mit Heins angesprochen.

1863 bis 1874 Kindheit und Schule in Hamburg
Von Anfang an erhielt Heinrich eine intensive schulische Förderung durch seine Eltern und Lehrer. So besuchte Heinrich die renommierte Privatschule Dr. Wieland Lange. Erst mit der Eingliederung der Stadtrepublik Hamburg als Freie Hansestadt in das Deutsche Reich (1871) erhielt Hamburg öffentliche Volksschulen. Heinrich war vielseitig begabt und interessierte sich für alte und neue Sprachen, aber auch für Zeichnen, Handwerken und naturwissenschaftliche Experimente. Im Keller des elterlichen Hauses richtete er sich schon in frühen Jahren ein eigenes Labor ein. Im März 1872, kurz nach der Konfirmation, verließ Heinrich auf Veranlassung seiner Eltern mit hervorragenden Abschlussnoten die Privatschule. Zur Vorbereitung auf das Abitur erhielt Heinrich dann durch bekannte Pädagogen einen zweijährigen Privatunterricht in Griechisch, Latein und Mathematik.

1874 bis 1875 Abitur in Hamburg
Besuch der Oberprima (=Abiturklasse) des 1529 gegründeten Hamburger Gymnasiums Johanneum. In diesem hoch angesehenen Gymnasium hatte auch Heinrichs Vater das Abitur abgelegt. In Heinrichs Abiturzeugnis steht als ungewöhnliches Berufsziel Bauingenieur. Zum Studium des Bauwesens an einem Polytechnikum, von Geisteswissenschaftlern verächtlich als Klempnerakademie bezeichnet, wäre das Abitur nicht erforderlich gewesen.

[...]

2. Bewertung des wissenschaftlichen Wirkens

2.1 Die Karlsruher Experimente 12

Heinrich Hertz geglückter Nachweis der elektromagnetischen Wellen fand sofort großes Interesse und bescherte ihm eine hohe Anerkennung in der Fachwelt. Diese Entdeckung war aber kein Zufallserfolg, sondern das Ergebnis seiner systematischen Vorgehensweise. Damit konnte er Klarheit in das damals noch verworrene Bild der Elektrizität bringen. Schon vor Hertz hatten berühmte Physiker, wie z.B. Alessandro Volta (1745-1827), Charles Augustin de Coulomb (1736-1806), Hans Christian Oersted (1771-1851), Andre Marie Ampere (1775-1836) und Michael Faraday (1791-1867) elektrische u. magnetische Erscheinungen beobachtet und erforscht. James Clerk Maxwell (1831-1879) formulierte erstmals mit Hilfe komplizierter Gleichungen die Wechselwirkung der elektrischen und magnetischen Kräfte. (Maxwellsche Gleichungen). Diese neue Theorie stand im Widerspruch zu der älteren Fernwirkungstheorie, die erstmals von Wilhelm Eckard Weber13 (1804 – 1891) in Anlehnung an das Gravitationsgesetz postuliert wurde. Die damalige Fachwissenschaft war in zwei feindliche Lager gespalten.

[....]


1 Fölsing, Albrecht: Heinrich Hertz: Eine Biographie. Verlag Hoffmann u. Campe, Hamburg, 1997. S. 18-43

2 - 11 [...]

12 Friedburg, Helmut: Die Karlsruher Experimente von Heinrich Hertz. Fridericiana - Zeitschrift der Universität Karlsruhe, Heft 41, 1957, S. 39-57.

13 Hertz, Gustav: Heinrich Hertz, sein Leben und Werk. Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften, Band 251, Akad. Verlagsgesellschaft Geest u. Portig, Leipzig, 1971, S. 11-12.

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