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Scholary Paper (Seminar), 2005, 31 Pages
Author: Edith Stelzl
Subject: Politics - Political Systems - Germany
Details
Institution/College: University of Constance (Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Tags: Sind, Kommunen, Wandel, Analyse, Veränderungen, Einfluss, Kommunen, Beispiel, Schul-, Wohnungswesen, Stadt, Straubing, Kommunalpolitik, Kommunalverwaltung, Deutschland
Year: 2005
Pages: 31
Grade: 2.3
Bibliography: ~ 62 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-55487-9
File size: 175 KB
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Excerpt (computer-generated)
Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft
Proseminar: Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung in Deutschland
Sommersemester 2005
Sind die Kommunen für den demographischen Wandel gerüstet?
Analyse der demographischen Veränderungen und deren Einfluss auf die Kommunen
am Beispiel des Schul- und Wohnungswesen der Stadt Straubing.
von
Edith Stelzl
Bachelor:
Politik- und Verwaltungswissenschaften
Berlin, Oktober 2005
Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung 1
I. Heranführung an die Thematik 1
II. Gliederung der Arbeit 1
B Analyse der demographischen Veränderungen und deren Einfluss auf die Kommunen am Beispiel des Schul- und Wohnungswesen der Stadt Straubing 3
I. Veränderungen der demographischen Lage in der Bundesrepublik bis 2050 ... 3
1) Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung 3
a. Lebenserwartung und Alterung der Gesellschaft 3
b. Geburtenrate 4
c. Wanderungen 5
2) Folgen der Veränderungen bei der Lebenserwartung, der Fertilitätsquote und der Wanderungsbewegungen auf die Lebenserwartung und die Erwerbstätigkeit 6
a. Entwicklung der deutschen Gesamtbevölkerung 6
b. Veränderung der Erwerbstätigenzahl 7
II. Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf die Kommunen 7
1) Steigerung der Attraktivität der Kommunen 8
a. Öffentliche Haushalte 8
b. Öffentliche Angebote 9
c. Zuwanderung 9
d. Bürgerschaftliches Engagement 9
e. Schule 9
f. Wohnungsmarkt 10
2) Lösungskonzepte 10
III. Analyse anhand der kreisfreien Stadt Straubing (Bayern) 11
1) Allgemeine Charakteristika der Stadt Straubing 11
2) Veränderung der Stadt bis in das Jahr 2020 ... 11
3) Darstellung der jetzigen Lage und der zu erwartenden Veränderungen in der Wohnraumsituation 13
4) Beschreibung der zukünftigen Entwicklungen im Bildungswesen 14
a. Kindergärten 14
b. Schulen 15
5) Wie wird die Situation in der Stadt wahrgenommen? 16
a. Beurteilung des Stadtmanagers 16
b. Antworten des Verwaltungsdirektors für Sicherheits- und Ordnungsverwaltung 17
c. Befragung der Fraktionsvorsitzenden der im Stadtrat vertretenen Parteien 19
C. Schluss 22
Eigene Erfahrungen 22
Einschätzungen 23
Anhang 25
Fußnoten 25
Literaturverzeichnis 26
A. Einleitung
I. Heranführung an die Thematik
„Kinder bekommen die Leute immer“. Dieses Zitat von Konrad Adenauer spiegelt die Denkweise der 50er- und 60er-Jahre zum Thema Fertilitätsquote, welche einen Faktor der Bevölkerungsentwicklung darstellt, wieder. Doch nur kurze Zeit später sank die Geburtenrate pro Frau signifikant von über 2.5 auf etwa 1.4. Seitdem blieb sie auf diesem Niveau weitgehend stabil. Seit den 70-er Jahren wurden die, unter anderem dadurch, bevorstehenden demographischen Veränderungen von der Wissenschaft prophezeit. Doch die politischen Entscheidungsträger zögern seit langem diesen Prozess in ihren Entwicklungskonzepten zu berücksichtigen. Erst in den letzten Jahren rückten die zu erwartenden Veränderungen durch drastische Formulierungen, wie „Demografie-Zeitbombe“i, „Bevölkerungsapokalypse“ii oder durch den Bestseller, das „Methusalem-Komplott“iii, in das Licht der Öffentlichkeit und langsam werden den Menschen die Auswirkungen dieser Entwicklung bewusst.
Doch mit welchen Konzepten soll der Herausforderung begegnet werden? Wie soll mit einer steigenden Zahl älterer Menschen, geringen Kinderzahlen und einer ohne Zuwanderung bis 2050 auf 59 Millionen sinkenden Einwohnerzahl umgegangen werden? Diese Veränderungen werden alle Bereiche des öffentlichen und politischen Lebens erfassen, wobei manche mehr, manche weniger bekannt sind. Angefangen mit den viel diskutierten Sozialversicherungen, deren Beiträge immer weniger Erwerbstätige tragen müssen, über Wohnungsnachfrage, Kindergarten- und Schulkinderzahlen bis zur Infrastruktur-, Familien- und Außenpolitik, um nur einige wenige zu nennen.
Auf Erfahrungen aus der Vergangenheit können wir hierbei nicht zurückgreifen. Die Bundesrepublik wird als Pionier in dieser Entwicklung gesehen, welche bis 2070 sämtliche Länder der Welt ergriffen haben wird. Es gab zwar auch in der Vergangenheit Bevölkerungsrückgänge, wobei diese allerdings durchgehend durch ansteigende Todesfälle und dadurch bedingte geringere Geburtenraten, ausgelöst durch Notstände, Kriege oder Revolutionen, bedingt waren.iv Zum ersten Mal steht eine Nation vor der Herausforderung einer sinkenden Bevölkerung aufgrund einer „defizitären Fruchtbarkeit“v, welche wiederum eine sinkende Anzahl potentieller gebärfähiger Frauen zur Folge hat. Durch die gleichzeitig weiter steigende Lebenserwartung verändert sich die gesamte Alterstruktur, was durch den Begriff der demographischen Alterung bezeichnet wird.
Einige Erfahrungen konnten allerdings bereits in den ostdeutschen Bundesländern gemacht werden. Hier ist zu sehen, „wozu Kinderarmut, Überalterung, Strukturwandel und Abwanderung führen können“vi.
II. Gliederung der Arbeit
Die Arbeit ist im Wesentlichen in zwei Teile gegliedert. Zuerst sollen die demographischen Veränderungen, ausgelöst durch eine sinkende Geburtenrate und eine steigende Lebenserwartung, zusammen mit der notwenigen Zuwanderung, welche nötig ist, um den 4 Bevölkerungsrückgang abzumildern, in der Bundesrepublik beschrieben werden. Danach werden die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die kommunale Ebene und deren verschiedene Politikfelder analysiert.
Im zweiten Teil soll diese Entwicklung auf die Stadt Straubing und die Politikfelder der Schul- und Wohnnachfragepolitik projiziert werden. Die Region Niederbayern, im Südosten Bayerns gelegen, galt früher aufgrund der geographischen Randlage und der landwirtschaftlichen Prägung als das „Armenhaus Deutschlands“. Durch die Veränderungen Anfang der 90-er Jahre rückte die Gegend allerdings in die Mitte des neuen Europa und gewann dadurch an Attraktivität. Davon profitieren vor allem die Hochschulstädte Passau, Landshut, Deggendorf und das nahe gelegene Regensburg. Die hier betrachtete Stadt Straubing verlor in den 90-Jahren allerdings den Konkurrenzkampf um eine neu errichtete Fachhochschule mit Deggendorf und um ein neues BMW-Werk an Regensburg. Viele junge hoch Qualifizierte verlassen aufgrund der geringen Zukunftsperspektiven die Stadt, die Geburtenrate der Kinder liegt unter dem Landesdurchschnitt und es leben überdurchschnittlich viele alte Menschen in dieser Stadt. Von daher habe ich mich dazu entschieden die Auswirkungen der demographischen Entwicklung in dieser Stadt zu betrachten. Die Politikfelder wurden deshalb gewählt, weil sich dort die Entwicklungen der nächsten Jahre klar analysieren und sich statistisch bereits erfassen lassen. Aufgrund der sinkenden Bevölkerung scheint die These plausibel, dass es in Zukunft zu einem Wohnungsüberschuss in den Gemeinden kommen wird. Dies soll ebenso überprüft werden, wie, dass eine sinkende Kinderzahl dazu führt, dass Kindergärten und Schulklassen geschlossen werden müssen. Um die Konzepte der Kommunalpolitiker für die Zukunft herauszufinden wurden die Fraktionsvorsitzenden der im Straubinger Stadtrat vertretenen Parteien, die Bürgermeister Perlak und Pannermayr sowie der Stadtmanager befragt.
Diese Aussagen werden analysiert, miteinander verglichen und die Gründe für die verschiedenen Antworten betrachtet.
Abschließend werde ich über die Erfahrungen, welche bei den Recherchen gemacht wurden, berichten sowie selbst eigene Einschätzungen zu den Entwicklungen in der Bundesrepublik und in Straubing anstellen.
[....]
i Stadtakademie Erlangen, 2005: www.stadtakademie-erlangen.de/projekte/Gesamtdokumentation-wt2005.pdf
ii Stadtakademie Erlangen, 2005: www.stadtakademie-erlangen.de/projekte/Gesamtdokumentation-wt2005.pdf
iii Stadtakademie Erlangen, 2005: www.stadtakademie-erlangen.de/projekte/Gesamtdokumentation-wt2005.pdf
iv Dettling, 1978: 98.
v Dettling,1978: 98.
vi Wittkämper, 2004. www.uni-muenster.de/imperia/md/content/wwu/afo/demogr_wandel.pdf.
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