Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Josef Ellenrieder
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung
Details
Jahr: 2006
Seiten: 33
Note: keine
Literaturverzeichnis: ~ 17 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 227 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-55748-1
ISBN (Buch): 978-3-638-75318-0
Zusammenfassung / Abstract
Durch strategische Unternehmensübernahmen haben sich viele Bankkonzerne neu am Markt positioniert, um die Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs annehmen bzw. der fortschreitenden Globalisierung bestehen zu können. In Erwartung zukünftiger Erträge werden dabei zumeist Kaufpreise gezahlt, die den Wert des Akquisitionsobjekts im Erwerbszeitpunkt bei weitem übersteigen. Der diesen Mehrwert repräsentierende Geschäfts- oder Firmenwert (GoF), der bei der Übernahme von Banken oder Firmen bzw. deren Zusammenschluss entsteht, hinterlässt in den Bilanzen und Erfolgsrechnungen der übernehmenden Bankkonzerne tiefe Spuren. Der vorliegende Beitrag widmet sich deshalb zunächst zum einen der ökonomischen Substanz des "nebulösen Bilanzpostens" Goodwill anhand der Jahresabschlüsse und zum anderen den Vorschriften zu Ansatz und Bewertung des GoF im internationalen Vergleich.
Textauszug (computergeneriert)
Berichterstattung über die Behandlung des
Goodwill in deutschen Bankkonzernen
von
Josef Ellenrieder
Sept. 05
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
1.1 Bilanzielle Abbildung 3
1.2 Paradigmenwechsel 4
1.3 Core Goodwill 4
1.4 Greifbarkeit 5
1.5 Reporting Units 5
1.6 Abschreibung abgeschafft 6
2. Behandlung des Goodwill nach IAS/IFRS 9
2.1. Goodwill - Konzernabschluss 9
2.1.1 Erstjahr (originärer und derivativer Goodwill) 9
2.2 Badwill 12
2.3 Einzelabschluss 13
3. Entwicklung des Goodwill nach US-GAAP 14
3.1. Goodwill - Konzernabschluss 14
3.1.1 Allgemeines 14
3.1.2 Derivativer Goodwill 14
3.1.3 Originärer Goodwill 17
3.2 Einzelabschluss 17
3.3 Badwill 17
4. Anhang 19
4.1 Einführung 19
4.2 Grundlagen 19
4.3 Bestandteile 19
4.4 Funktionen 19
4.5 Aufbau 20
4.6 Inhalt 21
5. Zwischenbericht 22
5.1 Allgemeine Einführung 22
5.2 Zwischenbericht nach IAS/IFRS 23
5.3 Zwischenbericht nach US-GAAP 25
5.3.1 Zwischenberichterstattung nach SEC Form 10-Q 25
5.3.2 Zwischenberichterstattung nach APB 28 26
6. Segmentbericht 28
6.1 Grundlagen 28
6.2 Ansätze 29
6.2.1 Risk and Reward Approach 29
6.2.2 Management Approach 29
6.3 Inhalte der Segmentberichterstattung 30
7. Anlagen 32
7.1 Unterschiede in Ausweis oder Bewertung bestimmter Bilanzpositionen 32
7.2 Bestandteile und Gliederungsvorschriften des Jahresabschlusses 33
7.3 Angaben im Anhang (goodwill + sonst.) 34
7.4 Aktivierungsgebote, Aktivierungsverbote und Aktivierungswahlrechte bei immateriellen Vermögensgegenständen nach HGB, IAS/IFRS und US-GAAP 36
7.5 Goodwill-Bewertung (US-GAAP) 37
Literaturverzeichnis: 38
1. Einleitung
Durch strategische Unternehmensübernahmen haben sich viele Bankkonzerne neu am Markt positioniert, um die Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs annehmen bzw. der fortschreitenden Globalisierung bestehen zu können. In Erwartung zukünftiger Erträge werden dabei zumeist Kaufpreise gezahlt, die den Wert des Akquisitionsobjekts im Erwerbszeitpunkt bei weitem übersteigen. Der diesen Mehrwert repräsentierende Geschäfts- oder Firmenwert (GoF), der bei der Übernahme von Banken oder Firmen bzw. deren Zusammenschluss entsteht, hinterlässt in den Bilanzen und Erfolgsrechnungen der übernehmenden Bankkonzerne tiefe Spuren.
Der vorliegende Beitrag widmet sich deshalb zunächst zum einen der ökonomischen Substanz des "nebulösen Bilanzpostens" Goodwill anhand der Jahresabschlüsse und zum anderen den Vorschriften zu Ansatz und Bewertung des GoF im internationalen Vergleich.
1.1 Bilanzielle Abbildung
Die bilanzielle Abbildung des Geschäfts- oder Firmenwerts (Goodwill) hat in den vergangenen Jahren in Bankbilanzen eine zunehmende Bedeutung1 erlangt, weil national wie international die Anzahl der Unternehmenszusammenschlüsse stark zugenommen hat und dabei Preise gezahlt wurden, die deutlich über dem Wert des "erworbenen" Reinvermögens (bewertet zu Tageswerten) lagen. Zahlreiche immaterielle Vermögenswerte werden von der Bilanz nicht erfasst, obwohl sie für die wirtschaftlichen Tätigkeiten der Bankkonzern zunehmend wichtiger werden:
Die Bewertung von Intangibles, so genannten immateriellen Vermögensgegenständen, ist seit Jahren ein umstrittenes Thema in der Fachpresse und im Bankensektor. Bereits die Definition eines Firmenwertes als Goodwill deckt die Vielfalt der Ansätze in der Literatur nur ungenügend ab. Insbesondere bei Bankkonzernsübernahmen spielen die Bilanzierung des erworbenen Goodwill und dessen Abgrenzung zum Kaufpreis der materiellen Vermögensgegenstände eine große Rolle. So wurden nach den Bilanzierungsskandalen in den USA im Jahr 2001 zahlreiche Anstrengungen unternommen, um den erworbenen Firmenwert "wahr und fair" abzubilden. Die seit Juni 2001 geltende Neuregelung dieser Goodwillbewertung ist mittlerweile bei deutschen Bankkonzernen angewandt worden und soll im Folgenden dargestellt werden. Sowohl deren Tauglichkeit hinsichtlich der Abbildungsgüte immaterieller Firmenwerte als auch deren Verwendung in der Bilanz/GuV, Anhang, etc. wird hier untersucht.
1.2 Paradigmenwechsel
Im Juni 2001 wurde die bisherige Methode, nach der bei Bankkonzernsübernahmen die erworbenen, so genannten derivativen Firmenwerte (Goodwill) als Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und Bilanzwert des Vermögens in der Bilanz aktiviert und danach planmäßig über mehrere Jahre abgeschrieben wurden (was weitgehend der bis heute gültigen deutschen Rechnungslegung2 entspricht, wonach ein derivativer Firmenwert als Unterschiedsbetrag beim Kauf eines Bankkonzerns über vier Jahre planmäßig abzuschreiben ist), durch ein neues Verfahren ersetzt.
Geregelt sind die wesentlichen Vorschriften in den SFAS (Statements for Financial Accounting Standards) 142 und SFAS 141 der US-GAAP (Generally accepted Accounting Principles).
1.3 Core Goodwill
SFAS 141 bestimmt die Bewertung des Goodwill, während SFAS 142 die Geschäftseinheiten definiert, auf die letztlich der Goodwill verteilt wird. So fordert die Neuregelung, dass zur Bilanzierung eines Bank- bzw. Unternehmenszusammenschlusses allen erworbenen und bis dato bilanzierten Assets (Vermögensgegenständen) und Liabilities (Schulden) im Rahmen der Purchase Price Allocation (aktuelle Methode) ein Zeitwert als Fair Value3 zuzuordnen ist. Anschließend wird durch Subtraktion des Fair Value der Schulden vom Fair Value des Vermögens der Fair Value des erworbenen Eigenkapitals festgestellt.
[....]
1 Vgl. Werner, E., Grundlegende Bedeutung der IAS/IFRS für die Steuerbilanz nach der Rechtssprechung, in BBK 3/05, S. 4685
2 Vgl. Kleinmanns, H., IFRS-Rechnungslegung, in BBK 3/05, S. 1289
3 Vgl. Zülch H./ Willms J., Anwendung des Fair Value Model nach IAS 40, in BB 7/05, S. 372
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: