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Termpaper, 2004, 37 Pages
Authors: Florian Braun, Jens Buchmann
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Kaiserslautern (Fachbereich: Betriebswirtschaft )
Tags: Geschäftspolitik, Investmentbanken, Geschäftspolitik, Finanzdienstleistungsunternehmen
Year: 2004
Pages: 37
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-55891-4
File size: 739 KB
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Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken
Geschäftspolitik von Finanzdienstleistungsunternehmen
Sommersemester 2004
Die Geschäftspolitik von Investmentbanken
von: Jens Buchmann und Florian Braun
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 4
2. EINFÜHRUNG IN DAS THEMA INVESTMENT BANKING 4
2.1 DEFINITION VON INVESTMENT BANKING 4
2.2 ABGRENZUNG INVESTMENT BANKING - COMMERCIAL BANKING 5
2.3 HISTORISCHE ENTWICKLUNG 6
2.4 INVESTMENTBANKEN ALS FINANZINTERMEDIÄRE 8
3. EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE GESCHÄFTSPOLITK 9
3.1 GLOBALER WETTBEWERB 9
3.2 KONJUNKTUR 10
3.3 TECHNOLOGIE 10
3.4 FINANZINNOVATIONEN 11
4. GESCHÄFTSPOLITIK DER INVESTMENTBANKEN 12
4.1 ARTEN VON INVESTMENTBANKEN 12
4.2 SYSTEMATISIERUNG DES INVESTMENT BANKING 12
4.3 GESCHÄFTSFELDER 13
4.3.1 MERGERS & ACQUISITIONS (M&A) 13
4.3.2 CORPORATE FINANCE 15
4.3.3 CORPORATE RESTRUCTURING 16
4.3.4 STRUCTURED FINANCE 17
4.3.5 CAPITAL MARKETS 19
4.3.6 SALES & TRADING 20
4.3.7 ASSET MANAGEMENT 22
4.3.8 PRINCIPAL INVESTMENT 23
4.3.9 RESEARCH 25
5. WETTBEWERBSSITUATION 26
5.1 MARKTANTEILE 26
5.2 UMSATZENTWICKLUNG 28
6. DIE GESCHÄFTSPOLITK AM BEISPIEL GOLDMAN SACHS 29
6.1 ALLGEMEINES 29
6.2 GESCHÄFTSBEREICHE 29
6.2.1 INVESTMENTBANKING 29
6.2.2 TRADING AND PRINCIPAL INVESTMENTS 29
6.2.3 ASSET MANAGEMENT AND SECURITIES SERVICES 30
6.3 GESCHÄFTSENTWICKLUNG 30
7. ENTWICKLUNGSTENDENZEN DER LETZTEN JAHRE 31
8. AUSBLICK UND FAZIT 33
9. LITERATURVERZEICHNIS 36
1. EINLEITUNG
Beim Investment Banking handelt es sich ohne Zweifel nicht nur um eines der interessantesten, sondern auch um eines der spannendsten Sektoren eines Wirtschaftssystems. Aller Voraussicht nach wird die Bedeutung der Investmentbanken in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich einige deutsche Universalbanken gezielt Investmentbanken hinzugekauft haben, um für diese Entwicklung gerüstet zu sein.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, dem Leser eine Vorstellung über die „Geschäftspolitik von Investmentbanken“ zu geben. Nach Einführung in die Thematik sollen die Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung erläutert werden. Des Weiteren wird die Geschäftspolitik der Investmentbanken anhand der verschiedenen Tätigkeitsfelder ausführlich beschrieben. Weitere Themen sind die Wettbewerbssituation im Investment- Banking sowie die Darstellung der Geschäftsentwicklung am Beispiel von Goldman Sachs. Abschließend wird näher auf die ereignisreichen letzten Jahre eingegangen und ein Blick in die Zukunft gewagt.
2. EINFÜHRUNG IN DAS THEMA INVESTMENT BANKING
2.1 DEFINITION VON INVESTMENT BANKING
Eine klare Definition des Begriffes „Investment Banking“ fällt aufgrund der stark differenzierten regulatorischen und historischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Länder schwer.
Im weiteren Sinne fallen alle Aktivitäten darunter, die von den führenden Investmentbanken ausgeübt werden. Damit wird der oftmals gebrauchten Meinung „Investment Banking is what Investment Banks do“1 Rechnung getragen. In einem anderen weitgefassten Definitionsversuch wird Investment Banking als die Gesamtheit aller Leistungen beschrieben, die der Übertragung monetärer Dispositionsmöglichkeiten dienen, soweit diese mittels Wertpapiertransaktionen erbracht werden2. Hierzu zählen auch die Unternehmensberatung, die Anbahnung von Fusionen sowie die Vermittlung von Unternehmenskäufen und -verkäufen bzw. Beteiligungen3. Ein präziserer Definitonsansatz führt die Branche auf ihre historischen Wurzeln zurück. Diese sind Unterbringung und Aufnahme von Kapital am Primärmarkt (erstmalige Emission) sowie der Wertpapierhandel (Sekundärmarkt)4. Die Begriffsbestimmung zeigt, wie abstrakt und umfangreich das Tätigkeitsfeld der Investmentbanken ist.
2.2 ABGRENZUNG INVESTMENT BANKING - COMMERCIAL BANKING
Grundsätzlich unterscheiden sich Investment Banking und Commercial Banking in vielerlei Hinsicht (siehe Abb. 1).
Abb. 1: Gegenüberstellung Commercial Banking - Investment Banking (Quelle: Achleitner, S. 11) [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Commercial Banking steht das traditionelle Einlagen- und Kreditgeschäft. Hierbei nimmt das Kreditinstitut Einlagen von Sparern (Kapitalangebot) an und gibt sie in Form von Krediten an die Kapitalnachfrager weiter. Das Marktrisiko wird im vollen Umfang von den Banken getragen, welche im Gegenzug die Entscheidungsfreiheit in der Hinsicht auf Geschäftspartner und Konditionen haben. Das Investment Banking hingegen ist durch einen ständigen Wandel geprägt. Dies spiegelt sich auch in der Vielzahl der innovativen Produkte wieder, welche hauptsächlich in Form von verbrieften Forderungen an den Kapitalmärkten gehandelt werden. Die Aufgabe der Investmentbank besteht hier primär in der Beratung von institutionellen Kunden und der Platzierung von Wertpapieren am Markt. Dadurch wird das zugrunde liegende Risiko an die Marktteilnehmer weitergegeben.
2.3 HISTORISCHE ENTWICKLUNG
Die Geschichte des Investment Banking lässt sich zwar nicht mit den Anfängen des Bankwesens gleichsetzen, jedoch gab es schon im 18. Jahrhundert erste Tendenzen, welche maßgeblich zur Entwicklung beigetragen haben (Abb. 2).
Abb. 2: Investment Banking - Ein Prozess (Quelle: Hockmann, Westfalen Bank AG, 2003) [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Bereits um 1780 bildete sich z.B. in England ein sehr gut entwickelter Markt für öffentliche Geldmarktpapiere und Anleihen heraus. In Europa kam es um 1820 dazu, dass ganze Neuemissionen von Unternehmen, die einer Investmentbank nahe kamen, begleitet wurden. Dadurch wurde auch das damit verbundene Risiko zunächst vollständig übernommen und anschließend auf die Investoren verteilt, welche die Papiere abnahmen. Mitte des 19. Jahrhunderts führten das zunehmende Volumen und das große Wirtschaftswachstum in den USA zu einer Verselbstständigung des Kapitalmarktes. In Europa hingegen verhinderten viele kleine Regionalmärkte sowie wiederkehrende Kriege eine nachhaltige Belebung der Wirtschaft. In dieser Zeit nahmen die Vereinigten Staaten eine Vorreiterrolle im Investment Banking ein.
Ein einschneidendes Ereignis war der „Glass-Steagall-Act“ vom 16.06.1933. Auslöser war der Wall Street Crash im Oktober 1929, der aufgrund von Spekulationsfieber herbeigeführt wurde. Zu dieser Zeit tätigten US-Banken mit Spareinlagen ihrer Kunden Aktientransaktionen. Weiterhin nahmen die Kunden Kredite der Bank in Anspruch, um ebenfalls an der Börse spekulieren zu können. Der Zusammenbruch der Börsen stürzte die Weltwirtschaft in eine tiefe Depression. Eine Vielzahl von Banken musste Insolvenz anmelden. Durch den Glass Steagall Act wurde dieser Entwicklung entgegengesteuert, indem das bisherige Universalbankensystem in ein Trennbankensystem umgewandelt wurde. Fortan gab es einerseits Commercial Banks, die ausschließlich für das Einlagen- und Kreditwesen zuständig waren und andererseits Investmentbanken für das Wertpapiergeschäft. Dieser staatliche Eingriff bedeutete eine externe Regulierung der Märkte in den USA. Die Zielsetzung bestand in der Einschränkung der Spekulation, der Umgehung von Interessenkonflikten sowie der Förderung der Bankenstabilität.
[...]
1 Vgl. Reicheneder (1992), S. 13
2 Vgl. Hockmann (2002), S. 3
3 Vgl. Gabler Bank-Lexikon, 11. Auflage, S. 877
4 Vgl. Achleitner (2002, S.9
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