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Autor: Anonym
Fach: Medien / Kommunikation - Interpersonale Kommunikation
Details
Tags: Nonverbale, Kommunikation, Hilfsmittel, Lügen, Spur
Jahr: 2004
Seiten: 16
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 13 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 99 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56155-6
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschule Jena
Fachbereich Sozialwesen
HAUSARBEIT
Thema:
Nonverbale Kommunikation, Hilfsmittel um Lügen auf
die Spur zu kommen?
Seminar: Nonverbale Kommunikation
Sommersemester 2004
2. Fachsemester
Studiengang: Sozialarbeit / Sozialpädagogik
Lehrgebiet: Nonverbale Kommunikation
INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 3
2. Begriffserklärung 4
2.1 Kommunikation 4
2.1.1 Definition Kommunikation 4
2.1.2 Definition nonverbale Kommunikation 4
2.2 Lüge 5
2.2.1 Definition Lüge 5
2.2.2 Arten des Lügens 5
3. Die Rolle der Emotionen 5
4. Hinweise auf mögliche Lügen 6
4.1 Mikroexpressionen 6
4.2 Diskrepanzen zwischen den Kanälen 6
4.3 Vermehrtes Augenblinzeln 7
4.4 Übertriebene Gesichtsausdrücke 7
4.5 Weggucken, Nicht-in-die-Augen-sehen 7
4.6 Unruhige Körperbewegungen 8
5. Hinweise einzelner Körperregionen auf mögliche Lügen 8
5.1 Der Kopf 8
5.2 Die Augen 10
5.3 Die Arme 12
5.4 Die Beine 13
5.5 Die Körperhaltung 14
6. Resümee 15
Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung
Die älteste Form der zwischenmenschlichen Verständigung, ist vermutlich die nonverbale Kommunikation, lange bevor ein Mensch das erste Wort geäußert hat. Diese Signale und Hinweise sind mindestens so wichtig, jedoch meist noch einflussreicher, als die ausgetauschten Worte, denn sie sind meist unmittelbarer, unkontrollierter, unzensierter, ehrlicher, direkter und unverfälschter als die ausgetauschten sprachlichen Inhalte. (vgl. Molcho, 1988) Allerdings wird die Bedeutung der nichtsprachlichen Verständigung von den meisten unterschätzt, denn wussten Sie, dass bereits eine viertel Sekunde ausreicht, um sich ein Vorurteil über einen Mitmenschen zu bilden? (vgl. "Der Spiegel", 50/1999)
Dabei hängt das nur zu 10 % davon ab, was derjenige sagt und zu 90 % was er ohne Sprache z. B. durch seine Mimik, Gestik, Haltung, Kleidung, Parfüm etc. vermittelt. Selbst bei bekannten Personen bestimmen die nonverbalen Signale noch über 60 % des Eindrucks. (vgl. Walters, 2002)
Kleine Lügen oder selektive Informationsangaben gehören zu unserem alltäglichen Miteinanderumgehen, denn die verschiedenen Situationen erfordern mehr oder minder die Beachtung und Einhaltung sozialer Regeln und Normen, die vielfach ein spontanes Ausleben von Gefühlen und Empfindungen nicht zulassen, z. B. um jemanden nicht zu kränken, um komplizierten Auseinandersetzungen und Erklärungen aus dem Weg zu gehen. Problematisch werden Lügen dann, wenn sie gezielt eingesetzt werden, um andere Menschen zu täuschen, in unvertretbarer Form zu benachteiligen , zu desinformieren oder gar in die Irre zu führen.
Jeder von uns hat oder wurde bereits einmal belogen, sei es im Freundeskreis, in einer Beziehung, im Beruf oder sogar in der eigenen Familie. Ein Hilfsmittel, um Lügen auf die Spur zu kommen, um sich und andere in gewissen Situationen zu schützen, ist sicherlich die Fähigkeit nonverbale Signale oder Hinweise deuten zu können.
2. Begriffserklärung
2.1 Kommunikation
2.1.1 Definition Kommunikation
Das Wort Kommunikation stammt vom lateinischen Wort "communicare" ab und bedeutet "mitteilen", "teilen", "gemeinschaftlich machen". Kommunikation ist die Sammelbezeichnung für alle Vorgänge, in denen eine bestimmte Information gesendet und empfangen wird, auch wenn es nicht wechselseitig geschieht, wie z. B. jede Organismusreaktion auf Umweltreize. Wenn wir also mit jemanden kommunizieren, dann teilen wir ihm etwas mit. Eine Kommunikation läuft immer auf mehreren Ebenen ab. Grob gesagt, ist das die sprachliche und die nicht sprachliche, also die verbale und die nonverbale Ebene. (vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie, 1997)
2.1.2 Definition nonverbale Kommunikation
Nonverbale Kommunikation ist die Gesamtheit der im Kommunikationskontext auftretenden nicht sprachlichen Phänomene, unabhängig davon, ob ein geteilter Code und Intentionalität des Senders gegeben sind. (vgl. Helfrich und Wallbott, 1980)
Mit anderen Worten, von nonverbaler Kommunikation kann man auch dann sprechen, wenn der Sender gar nicht beabsichtigt zu senden oder der Empfänger die Botschaft nicht versteht. (vgl. Helfrich und Wallbott, 1980)
Des Weiteren haben nonverbale Botschaften einen Sachinhalt, eine Beziehungsseite, eine Selbstoffenbarung und einen Appell. Ein wesentliches Phänomen nonverbaler Kommunikation ist die Körpersprache. Sie kann aufmerksamen Beobachtern Aufschluss über die Befindlichkeit seines Gegenübers vermitteln. Diese Art der Kommunikation geschieht zum Teil bewusst, aber zum größten Teil unbewusst, was sie so unzensiert, ehrlich, direkt und unverfälscht macht. Wichtige Einflussgrößen sind z. B. das Aussehen, der Geruch, die Mimik, die Kopf- und Körperhaltung, die Sitzhaltung, Haltung und Bewegung von einzelnen Körperregionen usw. (vgl. Molcho, 1988) So ist es möglich, eine rein nonverbale Kommunikation zu führen, wenn z. B. jemand stumm ist. Eine rein verbale Kommunikation ist fast unmöglich, denn selbst bei einem Telefongespräch übermittelt der Gesprächspartner mehr als nur das Gesagte z. B. anhand seiner Lautstärke, seines Tonfalls, seines Sprechtempos und seiner Aussprache.
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