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Georg Heym: „Der Dieb“ - Eine Analyse mit besonderer Berücksichtigung der Intertextualität mit der Bibel

Autor: Yvonne Daschek
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

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Details

Veranstaltung: Wut - Literaturgeschichte eines Affekts
Institution/Hochschule: Universität Duisburg-Essen
Tags: Georg, Heym, Dieb“, Eine, Analyse, Berücksichtigung, Intertextualität, Bibel, Literaturgeschichte, Affekts
Kategorie: Zwischenprüfungsarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 20
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 4  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 172 KB
Archivnummer: V63165
ISBN (E-Book): 978-3-638-56278-2
ISBN (Buch): 978-3-638-77965-4
Anmerkungen :
Hierbei handelt es sich um die Zwischenprüfungsarbeit im Hauptfach Germanistik.

Zusammenfassung / Abstract

Anlässlich der Zwischenprüfung habe ich die Novelle „Der Dieb“ von Georg Heym ausführlich analysiert und auf die Intertextualität mit der Bibel untersucht. Im ersten Teil fange ich zum besseren Verständnis mit einer kurzen Inhaltsangabe an, sowie mit dem geschichtlichen Hintergrund der Geschichte. Weiterhin werde ich den Charakter des Diebes analysieren, um herauszufinden, ob es sich in dieser Novelle um Wut oder krankhaften Wahnsinn handelt und wo die Ursprünge dafür liegen. Im letzten Teil spreche ich die offensichtliche Intertextualität mit der Bibel an und werde versuchen, die Funktion dieser herauszuarbeiten.

Textauszug (computergeneriert)

Georg Heym: „Der Dieb“ - Eine Analyse mit besonderer
Berücksichtigung der Intertextualität mit der Bibel

von: Yvonne Daschek

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  3

2. Inhaltsangabe  3

3. Biographie des Autors  5

4. Geschichtlicher Hintergrund zum Raub der Mona Lisa  6

5. Charakterisierung des Diebes  7

6. Der Ursprung der Wut bzw. des Wahnsinns  11

6.1 Wut oder Wahnsinn?  14

7. Intertextualität mit der Bibel  16

8. Literaturangaben  20


 

 

1. Einleitung

Anlässlich der Zwischenprüfung habe ich die Novelle „Der Dieb“ von Georg Heym ausführlich analysiert und auf die Intertextualität mit der Bibel untersucht. Im ersten Teil fange ich zum besseren Verständnis mit einer kurzen Inhaltsangabe an, sowie mit dem geschichtlichen Hintergrund der Geschichte.

Weiterhin werde ich den Charakter des Diebes analysieren, um herauszufinden, ob es sich in dieser Novelle um Wut oder krankhaften Wahnsinn handelt und wo die Ursprünge dafür liegen. Im letzten Teil spreche ich die offensichtliche Intertextualität mit der Bibel an und werde versuchen, die Funktion dieser herauszuarbeiten.

2. Inhaltsangabe

Die Novelle von Georg Heym handelt von einem Mann, der besessen davon ist, das Bild der Mona Lisa zu zerstören, da er der Meinung ist, dass das Böse in ihr seinen Ursprung hat. Die Hauptfigur hat in der Geschichte keinen Namen, sondern wird stets „der Dieb“ genannt. Der Dieb zieht sich also von seinen Freunden zurück, so dass er nach einigen Jahren keine Bezugsperson mehr hat und völlig vereinsamt. Stattdessen widmet er sich verschiedenen Wissenschaften, wie der Biologie, der Astronomie, der Archäologie und zuletzt dem Studium der Wolken. Immer öfter sitzt er in völliger Dunkelheit, übt die Askese aus und hat schließlich nach tagelangem Schlaf- und Essensentzug die ersten Erscheinungen. Von nun an ist er davon überzeugt, dass das Weib das ursprüngliche Böse ist (s.82 oben), und dass es seine Aufgabe ist, das Werk Jesu Christi, das durch das Weib zerstört wurde, zu vollenden. In der Mona Lisa sieht er nicht nur den Prototypen der Frau, sondern auch die Quelle, aus der die Frauen ihre Kraft schöpfen.

So fängt er an, den Louvre zu besuchen und sich langsam an das Bild heran zu schleichen und sich an den Blick der Mona Lisa, der für den Dieb das Unheimlichste an dem Bild ist, zu gewöhnen. Er fängt an, Kämpfe mit ihr auszutragen, die für ihn so aussehen, dass sie sich so lange gegenseitig anstarren, bis einer der beiden wegguckt.

Bald bekommt der Dieb von Gott persönlich das Datum der Apokalypse vorhergesagt. Daraufhin entschließt er sich sich so nah an das Bild heranzutrauen, dass er es stehlen und zerstören kann. Doch längst ist er nicht mehr von seiner Wut gegen das Böse getrieben, sondern eher von seiner Liebe zur Mona Lisa. So lässt er sich eines Abends im Museum einschließen, indem er einen Wärter besticht, und hat somit in der Nacht die Gelegenheit mit dem Bild unbemerkt zu verschwinden. Er flüchtet mit dem Gemälde nach Florenz, wo er zerrissen davon ist einerseits das Bild zerstören zu müssen und andererseits von seiner Liebe zu ihr.

Er versucht die Mona Lisa umzuerziehen und ihr das für ihn so schadenfrohe, tückische und arrogante Lachen abzugewöhnen. Er möchte, dass sie sich bessert, damit er sich vor Gott rechtfertigen kann und damit ihre Liebe eine Chance hat. Doch als all seine Versuche fehlschlagen und er sie zudem noch laut über ihn lachen hört, ist er so wütend, dass er ein Messer holt und ihr zuerst die Augen und dann den Mund herausschneidet. Erschöpft schmeißt er seine Lampe weg und schläft ein. Die Lampe fällt auf ein paar Lappen, die die Wohnung entzünden. Als er hört, dass Feuerwehrmänner in seine Wohnung eindringen, um ihn zu retten und das Feuer zu löschen, lockt er sie noch tiefer in die Flammen hinein, wo sie ihn mit dem zerstörten Kunstwerk vorm Gesicht finden.

Er sitzt in einer Ecke und streckt seine Zunge durch das Loch, wo einmal der Mund der Mona Lisa war und wehrt sich energisch gegen seine Rettung. Als der Dieb die Feuerwehrmänner, die bereits Feuer gefangen haben mit dem Tod kämpfen sieht, ist sein lautes wahnsinniges Lachen zu hören.

3. Biographie des Autors

[...]

Kommentare

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