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Scholary Paper (Seminar), 2006, 14 Pages
Author: Carmen Storz
Subject: Archaeology
Details
Institution/College: University of Freiburg (Archäologisches Institut)
Tags: Tempel, Olympia, Funde, Proseminar, Griechische, Heiligtümer
Year: 2006
Pages: 14
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-56309-3
ISBN (Book): 978-3-638-77370-6
File size: 161 KB
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Abstract
Der sogenante "Heratempel" ist der älteste Tempel in Olympia. In dieser Arbeit sollen daher Lage, Baugeschichte und Tempelarchitektur besprochen werden. Kult und aufgefundene Weihgeschenke sollen dabei nicht außer Acht gelassen werden. Auch seine Funktion in römischer Zeit, die mehr einem Museum glich, als einem Tempel soll hier zur Sprache kommen.
Excerpt (computer-generated)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Archäologisches Institut
Proseminar: Griechische Heiligtümer
Wintersemester 2005/2006, 3. Fachsemester
Der älteste Tempel von Olympia und seine Funde
von: Carmen Storz
Inhaltsverzeichnis
1. Olympia 3
1.1 Topographie 3
1.2 Kurze Entstehungsgeschichte des Heiligtums 3
2. Der älteste Tempel in Olympia 5
2.1 Lage, Baugeschichte und Kultproblematik des Heratempels in Olympia 5
2.2 Tempelarchitektur 7
2.2.1 Fundamente und Tempelbau 7
2.2.2 Säulen 9
2.2.3 Gebälk und Dach 9
2.2.4 Altar und Kultplatz 10
2.3 Kultbild und Weihgeschenke 11
2.4 Der „Kopf der Hera“ 12
3. Bibliographie 14
1. Olympia
1.1 Topographie
Olympia liegt in Elis, einer fruchtbaren Landschaft im Westen der Peloponnes1, in der man mehrere Hügelketten von mäßiger Höhe finden kann. Die Kultstätte selbst liegt 43 m über dem Meeresspiegel, am rechten Ufer des Alpheios und dessen Flussbett, dem größten Fluss der Peloponnes. Im Westen wird Olympia von dem Bach Kladeos begrenzt. Die nördliche Begrenzung stellt der Kronoshügel dar, der sich 80 m über die Ebene erhebt. Das Heiligtum umfasste in griechischer Zeit eine Fläche von ca. 3,2 ha; dies entspricht einer Ost-West- Ausdehnung von 200 m und einer Nord-Süd-Ausdehnung von 160 m2. Auf der Altis gab es mehrere Tempel und Altäre und zahlreiche Schatzhäuser mehrerer Stadtstaaten. Diese befanden sich im Norden des Heiligtums auf einer Terrasse am Fuße des Kronoshügels.
1.2 Kurze Entstehungsgeschichte des Heiligtums
Olympia, Austragungsort der antiken olympischen Spiele, war ein Heiligtum des Zeus. Man sieht die Anfänge der Kultstätte schon im 10./9. Jh., denn unter dem späteren Boden wurde „schwarze Erde“ gefunden, in der sich zahlreiche alte Weihgeschenke, vermutlich aus geometrischer Zeit, fanden; darunter kleine Nachbildungen von Pferden und Kühen, kleine Dreifüße aus Ton, Kupfer oder Bronze. Aufgrund dieser Funde geht man davon aus, dass Olympia schon sehr früh als Kultstätte verehrt wurde. Jedoch war diese sehr viel einfacher gestaltet als sie uns heute vor Augen liegt. Es gab einfache Aschenaltäre und Weihgeschenke, aber noch keine monumentale Tempelbauten. Auch eine Mauer war noch nicht vorhanden. Das Heiligtum wurde durch einen Holzzaun begrenzt der später durch eine Mauer ersetzt wurde. Die monumentalen Bauten entstanden erst später nach und nach. Der älteste Bau, der Heratempel, und einige Schatzhäuser stammen wohl aus dem 6.Jh.; jedoch ist dieses Datum bezüglich des Heratempel umstritten. Im 5.Jh. entstanden der monumentale Zeustempel, die ältere Echohalle und das Prytaneion. Das Metroon, das Philippeion, die jüngere Echohalle und der Südostbau werden ins 4.Jh. angesiedelt.
So blieb es auch weitestgehend bis in römische Zeit. Hier fand die größte Umgestaltung des Heiligtums durch den Bau einer neuen Mauer und der Exedra des Herodes Attikus3 um 160 n. Chr. statt4. Außerdem wurden inzwischen auch außerhalb der Mauer zahlreiche Gebäude errichtet, darunter eine Südhalle und die Palästra. Die ursprüngliche Mauer aus dem 4.Jh. verlief im Süden nach Osten und im Westen geradlinig nach Norden. Jedoch knickte sie kurz vor ihrem Ende ab um an der Südwestecke des Prytaneion zu enden. Sie war vermutlich mit fünf Toren ausgestattet. Die neue Mauer aus römischer Zeit wurde nun unter Kaiser Nero umgestaltet. Die Westmauer wurde um 3 m nach Westen verschoben und mit Torbauten im Norden und Süden und einer in der Mitte gelegenen Pforte ausgestattet. Die Südmauer wurde ein großes Stück nach Süden verschoben und mit einem großen Triumphbogen versehen5.
2. Der älteste Tempel in Olympia
2.1 Lage, Baugeschichte und Kultproblematik des Heratempels in Olympia
[...]
1 Metzler Lexikon Antike (2000) 155 s.v. Elis
2 H. Luckenbach, Olympia und Delphi (1904) 7 ff.
3 Herodes Attikus, griech. Redner, 102-177 n. Chr., ließ u.a. eine Wasserleitung in Olympia anlegen. Vgl.: Metzler Lexikon Antike (2000) 238 s.v. Herodes Atticus
4 Luckenbach (a.O.) 8
5 Luckenbach, (a.O.) 12
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