Autor: Kirsten Hermes
Fach: Gesundheitswissenschaften
Details
Institut: Hochschule für angewandte Wissenschaften (Gesundheitswissenschaften)
Tags: Alternative Heilmethoden und Konzepte
Jahr: 2002
Seiten: 30
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 931 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-13919-9
ISBN (Buch): 978-3-640-19670-8
Dem Dozenten nach als gut strukturierte und sehr gut verständliche und konzeptuelle Arbeit beurteilt. Mit einigen Farbbildern.
Zusammenfassung / Abstract
Die vorliegende Arbeit über Ayurveda gibt nach einem Blick auf die Ursprünge dieser indischen Lehre vom "langen Leben" und die ganzheitliche Sichtweise des Menschen in seiner Umwelt, einen Überblick zu den wichtigsten Heilverfahren, den Heilmitteln und der ayurvedischen Ernährung nach den ayurvedischen Konstitutionstypen. Im Anhang ist eine Auflistung der ayurvedischen Konstitutionstypen nach emotionalen und physischen Eigenschaften und deren Einteilung in die Prinzipien "Vata, Pitta und Kapha" aufgeführt. Ayurveda, von ayus Leben und veda vollständiges Wissen, ist als "Wissenschaft vom Leben ", das vor über 3000 Jahren entstandene wohl älteste Gesundheitssystem, welches sich im Nordwesten Indiens entwickelte. Der Ayurveda, wie es korrekt heisst, bezieht sich dabei auf die ganzheitliche Lehre von der individuellen Sicht des Menschen im innigen Austausch mit seiner Umwelt. Diese Umwelt schliesst, im ayurvedischen Gedanken, damit auch eine untrennbare Verbundenheit mit dem Kosmos mit ein, der in seiner Heiligkeit verehrt wird. Als angewandte Wissenschaft dient Ayurveda nicht nur der Behandlung und Überwindung von Krankheiten, sondern auch der Förderung und Steigerung der Gesundheit. Der sorgfältige und behutsame Umgang mit dem Körper, seine Pflege und die Vorsorge gegen Krankheiten sind für traditionelle Inder gleichbedeutend mit sakralen Handlungen. Diese Sichtweise bildet die Grundlage für die ayurvedische Medizin. Ayurveda hat besonders in den letzten Jahren auch als "sanfte Medizin" teilweise Anwendung als Entspannungs- und Behandlungstechnik unter dem Begriff "Wellness" in modernen Varianten gefunden.
Textauszug (computergeneriert)
Ayurveda
von Kirsten Hermes
INHALTSVERZEICHNIS:
Vorbemerkung 5
1. Einleitung 5
2. DER AYURVEDA - Ein jahrtausendealtes Konzept vom langen Leben 6
2.1 Die Grundlagen des Ayurveda 7
2.2 Die Doshas- Schlüsselfunktionen der Physiologie 7
2.3 Die Bioenergien Vata, Pitta und Kapha 8
2.4 Die Gewebearten Dhatus und das Kanalsystem Srotas 11
3. AYURVEDISCHE HEILVERFAHREN 12
3.1 Gesundheit und Entstehung von Krankheit im Ayurveda 12
3.2 Diagnose und Therapie im Ayurveda 15
3.3 Pancha Karma - Die Reinigungstherapie des Körpers 16
3.4 Anwendungen des Pancha Karma 17
4. AYURVEDISCHE HEILMITTEL 20
5. AYURVEDA UND ERNÄHRUNG 22
6. SCHLUSSBETRACHTUNG 28
8. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 29
9. LITERATURVERZEICHNIS 30
Vorbemerkung:
Die vorliegende Arbeit über Ayurveda gibt nach einem Blick auf die Ursprünge dieser indischen Lehre vom "langen Leben" und die ganzheitliche Sichtweise des Menschen in seiner Umwelt, einen Überblick zu den wichtigsten Heilverfahren, den Heilmitteln und der ayurvedischen Ernährung nach den ayurvedischen Konstitutionstypen.
Im Anhang ist eine Auflistung der ayurvedischen Konstitutionstypen nach emotionalen und physischen Eigenschaften und deren Einteilung in die Prinzipien "Vata, Pitta und Kapha" aufgeführt.
1. Einleitung:
Ayurveda, von ayus Leben und veda vollständiges Wissen, ist als "Wissenschaft vom Leben ", das vor über 3000 Jahren entstandene wohl älteste Gesundheitssystem, welches sich im Nordwesten Indiens entwickelte.
Der Ayurveda, wie es korrekt heisst, bezieht sich dabei auf die ganzheitliche Lehre von der individuellen Sicht des Menschen im innigen Austausch mit seiner Umwelt. Diese Umwelt schliesst, im ayurvedischen Gedanken, damit auch eine untrennbare Verbundenheit mit dem Kosmos mit ein, der in seiner Heiligkeit verehrt wird. Als angewandte Wissenschaft dient Ayurveda nicht nur der Behandlung und Überwindung von Krankheiten, sondern auch der Förderung und Steigerung der Gesundheit. Der sorgfältige und behutsame Umgang mit dem Körper, seine Pflege und die Vorsorge gegen Krankheiten sind für traditionelle Inder gleichbedeutend mit sakralen Handlungen. Diese Sichtweise bildet die Grundlage für die ayurvedische Medizin.
Ayurveda hat besonders in den letzten Jahren auch als "sanfte Medizin" teilweise Anwendung als Entspannungs- und Behandlungstechnik unter dem Begriff "Wellness" in modernen Varianten gefunden.
2. DER AYURVEDA - Ein jahrtausendealtes Konzept vom langen Leben:
Die Anfänge des Ayurveda lassen sich bis in die vedische Kulturepoche Indiens zurückverfolgen. Die Veden gelten als älteste Belege der indischen Kultur, Philosophie und aller anderen Wissenschaften, einschliesslich der Heilkunde. Dort finden sich die ersten Abhandlungen über Hygiene, Diagnose und Therapie deren Niederschrift in die Zeit vom 3. bis zum 8. Jahrtausend v. Chr. datiert wird. Die Veden sind nach ihrem Selbstverständnis keine von Menschen verfasste Dichtungen. Sie sind apaurusheya, das heisst, sie sind "ungeschaffen und eine zeitlose unmanifeste Realität" (Schrott, Ayurveda für jeden Tag 1994, 10). Demnach können die Veden von jedem Menschen in der Tiefe seines Bewusstseins "eingesehen" oder erschaut werden. Der Ayurveda ist also demnach im Bewusstsein eines jeden Menschen verwurzelt (vgl. Schrott 1994, ebd.).
In der Blütezeit des Ayurveda, vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis 1000 n. Chr. wurden die klassischen Texte des Ayurveda aufgezeichnet: die Caraka Samhita und die Sushruta Samhita. Die Caraka Samhita besteht aus einer Synthese philosophischer Einsichten und geographischer sowie anthropologisch - medizinischer Fakten. Sushruta befasst sich vorwiegend mit Chirurgie, entsprechend ist die Sushruta Samhita ein Lehrbuch dieser Heilkunde, welches aber alle anderen Aspekte ayurvedischen Therapie miteinbezieht. Etwa 800 n. Chr. verfasste ein Arzt, namens Vagabhata eine Lehrschrift über "Das Herz der achtgliedrigen Medizin", die Ashtanga Hridaya Samhita. Zusammen mit den beiden anderen Samhitas wird sie als das grosse Trio bezeichnet. In den klassischen Texten der ayurvedischen Lehre werden acht eigenständige Bereiche beschrieben:
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