Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Stephanie Scheck
Fach: Psychologie - Entwicklungspsychologie
Details
Institution/Hochschule: Universität Kassel
Tags: Stufenmodell, Erik, Erikson, Entwicklungspsychologie
Jahr: 2005
Seiten: 28
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 4 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 193 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56502-8
ISBN (Buch): 978-3-638-72714-3
Die Arbeit zeigt und erläutert das achtphasige Stufenmodell nach Erikson und zeigt in einem Diagramm, das erläutert wird, die Zusammenhänge und das Ineinanderspiel der einzelnen Entwicklungsphasen auf.
Zusammenfassung / Abstract
Erik H Erikson (1902 – 1994) ist ohne Zweifel einer der herausragendsten Psychoanalytiker des letzen Jahrhunderts. Der gebürtige Däne und spätere US-Amerikaner entwickelte die Phasentheorie Sigmund Freuds um die psychosozialen Aspekte und die Entwicklungsphasen des Erwachsenenalters weiter. Er geht davon aus, dass der Mensch im Laufe seines Lebens acht Entwicklungsphasen durchläuft, die in einem inneren Entwicklungsplan angelegt sind. Auf jeder Stufe ist die Lösung der relevanten Krise in Form der Integration von gegensätzlichen Polen, welche die Entwicklungsaufgaben darstellen, erforderlich, deren erfolgreiche Bearbeitung wiederum für die folgenden Phasen von Bedeutung ist. Die Krise ist bei Erikson kein negativ geprägter Begriff, sondern ein Zustand, der konstruktiv gelöst zu einer Weiterentwicklung führt und die Lösungen dieser integriert und in das eigene Selbstbild aufgenommen. Die menschliche Entwicklung ist somit ein Prozess, der zwischen Stufen, Krisen und dem neuen Gleichgewicht wechselt, um immer reifere Stadien zu erreichen. Ausführlich untersuchte Erikson die Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Individuums und die affektiven Kräfte, die es handeln lassen. Besonders deutlich werden sie an den acht psychosozialen Phasen, die nun im Zentrum dieser Abhandlung stehen sollen. Sie veranschaulichen, dass Erikson Entwicklung vor allem als eins betrachtet hat: als lebenslangen Prozess. Erikson baute seine Theorie der Persönlichkeitsentwicklung nicht nur auf Freuds Entwicklungsmodell auf, er verband außerdem die Idee der Entwicklung im Lebenszyklus mit jener Thematik, die im Jugendalter zum Fokus der Persönlichkeitsentwicklung wird: dem Aufbau der Ich-Identität. Das Erlangen von Ich-Identität ist das Generalthema seiner Theorie und beruht für ihn auf der Bewältigung von Anforderungen, die aus der Einbettung des Individuums in eine Sozialordnung resultieren. Trotz seiner großen Verdienste muss kritisch angemerkt werden, dass, wie die Zeit und die Gesellschaft, auch Eriksons Modell dem Wandel unterworfen ist. Die wesentlichen Grundzüge des Modells sind sicherlich auch in der heutigen Zeit auf die Menschen zu übertragen, das Modell wäre jedoch aufgrund der ständigen Weiterentwicklung von gesellschaftlichen Werten und Anschauungen in einigen Punkten zu überdenken. Eriksons Verdienst soll das jedoch nicht schmälern, allenfalls auf eine andere Rezeptionsmöglichkeit aufmerksam machen.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Kassel
Fachbereich Sozialwesen
Studiengang: Sozialwesen
Referat für Berufspraktische Studien
Das Stufenmodell
nach Erik H. Erikson
Wissenschaftliche Arbeit statt BPS II
vorgelegt von: Stephanie Weingart
vorgelegt am: 24.04.2005
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
2. Das Stufenmodell ... 4
2.1 Ur-Vertrauen gegen Ur- Misstrauen ... 4
2.2 Autonomie gegen Scham und Zweifel ... 6
2.3 Initiative gegen Schuldgefühl ... 9
2.4 Werksinn gegen Minderwertigkeitsgefühl ... 11
2.5 Identität gegen Identitätsdiffusion ... 13
2.6 Intimität und Distanzierung gegen Selbstbezogenheit ... 16
2.7 Generativität gegen Stagnierung ... 18
2.8 Integrität gegen Verzweiflung und Ekel ... 20
3. Diagramm des Stufenmodells ... 23
3.1 Erläuterungen ... 24
4. Fazit ... 25
5. Literaturverzeichnis ... 27
1. Einleitung
Erik H Erikson (1902 – 1994) ist ohne Zweifel einer der herausragendsten Psychoanalytiker des letzen Jahrhunderts. Der gebürtige Däne und spätere US-Amerikaner entwickelte die Phasentheorie Sigmund Freuds um die psychosozialen Aspekte und die Entwicklungsphasen des Erwachsenenalters weiter.
Er geht davon aus, dass der Mensch im Laufe seines Lebens acht Entwicklungsphasen durchläuft, die in einem inneren Entwicklungsplan angelegt sind.
Auf jeder Stufe ist die Lösung der relevanten Krise in Form der Integration von gegensätzlichen Polen, welche die Entwicklungsaufgaben darstellen, erforderlich, deren erfolgreiche Bearbeitung wiederum für die folgenden Phasen von Bedeutung ist. Die Krise ist bei Erikson kein negativ geprägter Begriff, sondern ein Zustand, der konstruktiv gelöst zu einer Weiterentwicklung führt und die Lösungen dieser integriert und in das eigene Selbstbild aufgenommen.
"Jede Komponente kommt zu ihrer Aszendenz, trifft auf ihre Krise und findet gegen Ende des erwähnten Stadiums ihre endgültige Lösung (…). Alle existieren am Anfang in irgendeiner Form."1
Die menschliche Entwicklung ist somit ein Prozess, der zwischen Stufen, Krisen und dem neuen Gleichgewicht wechselt, um immer reifere Stadien zu erreichen.
Ausführlich untersuchte Erikson die Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Individuums und die affektiven Kräfte, die es handeln lassen. Besonders deutlich werden sie an den acht psychosozialen Phasen, die nun im Zentrum dieser Arbeit stehen sollen. Sie veranschaulichen, dass Erikson Entwicklung vor allem als eins betrachtet hat: als lebenslangen Prozess.
2. Das Stufenmodell
2.1 Ur-Vertrauen gegen Ur- Misstrauen
Der Zustand des Kindes in dieser Lebensphase ist charakterisiert durch das Trauma der Geburt. Das Kind wird schockartig aus der gewohnten Umgebung gerissen und die Bindung zur Mutter wird umgestaltet.
Das Gefühl des Ur-Vertrauens, definiert als ein "Gefühl des Sich-Verlassen-Dürfens"2, entwickelt sich in dieser ersten Lebensphase, dem ersten Lebensjahr, in der so genannten oralen Phase3 (Freud), und ist, so Erikson, "der Eckstein der gesunden Persönlichkeit"4. Das Kind erlernt die einfachste und frühste Verhaltensweise: das "Nehmen", und zwar nicht in seinem negativen Sinne des ungefragten oder gewaltsamen Nehmens, sondern im Sinne des Nehmens eines Angebotes5.
[...]
1 ERIKSON, Jugend, S.94
2 vgl. ERIKSON, Identität, S. 62
3 vgl. ERIKSON, Identität, S. 64
4 vgl. ERIKSON, Identität, .S. 63
5 vgl. ERIKSON, Identität, S. 65
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: