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Details

Tags: AD(H)S
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 23
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 14  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1392 KB
Archivnummer: V64081
ISBN (E-Book): 978-3-638-56977-4
ISBN (Buch): 978-3-638-84421-5
Anmerkungen :
Hausarbeit zum Thema AD(H)S im Unterricht; Schüler mit AD(H)S

Zusammenfassung / Abstract

Überall dort, wo Menschen zusammenleben, kommt es zu Konflikten und Störungen. So auch in der Schule. Jede Lehrerin und jeder Lehrer muss darauf vorbereitet sein, sich jederzeit mit den verschiedensten Arten von Konflikten auseinander setzen zu müssen und auf diese einzugehen. Viele Handlungen der Lehrer müssen dabei auf die Schnelle, sozusagen aus „dem Bauch heraus“, getroffen werden. Probleme unruhiger oder unkonzentrierter Schülerinnen und Schüler finden zunehmend Beachtung in den Medien. Lehrer kommen, gleich vor welcher Schülergruppe sie stehen, nicht um dieses Thema herum. Gibt es Ursachen für AD(H)S oder sind diese ungeklärt? Liegen die Ursachen für die Zunahme dieser Zahlen in einer für Schüler veränderten Umwelt? Haben die Eltern versagt? Welchen Einfluss hat der zunehmende Medienkonsum die Schüler auf Krankheiten wie AD(H)S? Oder werden AD(H)S nur durch „mehr Diagnostiken und unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten pseudovermehrt?“ Es ist sehr wichtig, sich bereits während der Ausbildung zum Lehrer mit der Problematik der verschiedenen Lern- und/oder Unterrichtsstörungen vertraut zu machen. Wenn man die möglichen Hintergründe dieser Konflikte kennt, kann man im Schulalltag einerseits situationsgerechter agieren und reagieren, andererseits aber auch vielen Problemen bereits im Voraus begegnen. Durch aufgeklärte Lehrer kann für die betroffenen Schüler zu einem für alle Beteiligten positiveren Umgang bzw. Ausgang beigetragen werden.

Textauszug (computergeneriert)

Studienseminar Braunschweig

AD(H)S

Holger Vernier

 

Inhaltsverzeichnis


Vorbemerkung ... 2

Was Sie wissen sollten:

Was sind ADS und ADHS / Definition ... 3

Die Ursachen, und was man dagegen tun kann:

Ursachen ... 4
Medikamentöse Behandlung ... 5
Therapie ... 7

Der AD(H)S-Schüler in der Schule:

Woran erkenne ich Schüler mit AD(H)S ... 8
Ein Schüler mit AD(H)S im Unterricht ... 11
Verbalangriffe durch einen Schüler - Pädagogischer Notfall ... 12
Streitsituationen zwischen den Schülern ... 13
Grundregeln für die Arbeit mit AD(H)S-Schülern ... 14

Die Lernumgebung gestalten:

Die ideale Schule ... 15
Der ideale Unterricht ... 16
Schüler mit AD(H)S unterstützen ... 20

Schlussbemerkungen ... 22

Literaturverzeichnis ... 23

 

 

Vorbemerkung:

Überall dort, wo Menschen zusammenleben, kommt es zu Konflikten und Störungen. So auch in der Schule. Jede Lehrerin1 und jeder Lehrer muss darauf vorbereitet sein, sich jederzeit mit den verschiedensten Arten von Konflikten auseinander setzen zu müssen und auf diese einzugehen.
Viele Handlungen der Lehrer müssen dabei auf die Schnelle, sozusagen aus „dem Bauch heraus“, getroffen werden.

Probleme unruhiger oder unkonzentrierter Schülerinnen2 und Schüler finden zunehmend Beachtung in den Medien. Lehrer kommen, gleich vor welcher Schülergruppe sie stehen, nicht um dieses Thema herum.

Gibt es Ursachen für AD(H)S oder sind diese ungeklärt? Liegen die Ursachen für die Zunahme dieser Zahlen in einer für Schüler veränderten Umwelt? Haben die Eltern versagt? Welchen Einfluss hat der zunehmende Medienkonsum die Schüler auf Krankheiten wie AD(H)S?
Oder werden AD(H)S nur durch „mehr Diagnostiken und unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten pseudovermehrt?“

Es ist sehr wichtig, sich bereits während der Ausbildung zum Lehrer für Fachpraxis mit der Problematik der verschiedenen Lern- und/oder Unterrichtsstörungen vertraut zu machen. Wenn man die möglichen Hintergründe dieser Konflikte kennt, kann man im Schulalltag einerseits situationsgerechter agieren und reagieren, andererseits aber auch vielen Problemen bereits im Voraus begegnen. Durch aufgeklärte Lehrer kann für die betroffenen Schüler zu einem für alle Beteiligten positiveren Umgang bzw. Ausgang beigetragen werden.


Was sind ADS und ADHS / Definitionen

Es gibt mehrere Begriffe und Abkürzungen für diese Problematik, die gebräuchlichsten sind ADS und ADHS und stehen für folgende Begriffe:

ADS = Aufmerksamkeit – Defizit – Syndrom
ADHS/HKS = Aufmerksamkeit – Defizit und Hyperaktivität – Störung / Hyperkinetisches Syndrom

Hauptmerkmal ist „ein durchgängiges Muster mangelnder Aufmerksamkeit und / oder Hyperaktivität / Impulsivität, das häufiger und schwerwiegender ist, als es bei Personen auf vergleichbarer Entwicklungsstufe beobachtet wird.“ Der Übergang zwischen dem, wie sich ein Schüler normalerweise verhält und einem auffälligen Verhalten ist fließend. Die Diagnose kann nur nach einer genauen Untersuchung gestellt werden.

Aufmerksamkeitsstörungen gehören zu den häufigsten Verhaltensstörungen im Schulalltag (bei Jungen signifikanter als bei Mädchen).


Abb. 1 (nur in der Download-Version verfügbar)

Normalzustand:
Im Unterricht ist die Konzentration auf den Lehrer an der Tafel gerichtet (Fokussierung nur darauf), alle anderen Reize sind ausgeblendet.


Abb. 2 (nur in der Download-Version verfügbar)

AD(H)S Betroffener:
Alle anderen Reize werden nicht ausgeblendet bzw. ausgefiltert, keine Fokussierung auf das Wesentliche, Wichtiges und Unwichtiges kann nicht unterschieden werden.


In jedem Falle schmälert AD(H)S die Entwicklungsmöglichkeiten von Schülern, wenn ihnen nicht geholfen wird. Konzentrationsprobleme hindern AD(H)S-Schüler daran, in der Schule die Leistungen zu zeigen, die ihren intellektuellen Anlagen entsprechen. Mit ihrem sozial unangepassten Verhalten enttäuschen sie die Erwartungen ihrer Umwelt und werden in der Folge abgelehnt und ausgegrenzt. Ein Leben als Außenseiter kann ihnen erspart bleiben, wenn das Problem erkannt wird und Hilfen erfolgen. Gleichzeitig werden viele Personen im Umkreis dieser Schüler an sich arbeiten müssen: Den Schüler anzunehmen, wie er ist und ihm in „Liebe und Toleranz“ zu begegnen, ist die Voraussetzung für echte Hilfe.

 

[...]


1/2 Im Folgenden bitte ich die weibliche Formulierung jeweils mitzulesen.

Kommentare

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