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Details

Veranstaltung: Sozialstrukturvergleich: USA ,Japan ,BRD
Institution/Hochschule: Technische Universität Chemnitz
Tags: Armut, Sozialstrukturvergleich, Japan
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 23
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 13  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 185 KB
Archivnummer: V64277
ISBN (E-Book): 978-3-638-57145-6

Textauszug (computergeneriert)

TU Chemnitz
Seminar: Sozialstrukturvergleich: USA, Japan, BRD

Armut

von: Dana Sadler

 


Inhalt

1. Einleitung  3

2. Definitionen von Armut  5

3. Armut in Deutschland  6

3.1 Was ist Armut?  6
3.2 Entwicklungen 7
3.3 Besondere Risikogruppen  8
3.4 Wachsende Armutskluften  9
3.5 Armut auf Dauer und Armut auf Zeit – Fluktuationen am Rande der Gesellschaft  9
3.6 Soziale und Psychische Auswirkungen 10
3.7 Armut in unserer modernen Wohlstandsgesellschaft 11

4. USA 12

4.1 Armut und soziale Ausgrenzung  12
4.2 Sozialpolitik – der amerikanische Weg 16

5. Japan 17

5.1 Japan von Deutschland aus betrachtet 17
5.2 Armut in Japan  18
5.3 Soziale Sicherung in Japan 19

6. Schlussbemerkungen 21

Quellen:  23

 


 

1. Einleitung

Armut wird in unserer Gesellschaft oft nur als Randgruppenproblem in einer durchschnittlichen Mittelschichtsgesellschaft (Schelsky) gesehen. Rainer Geißler nennt hier konkrete Randgruppen, wie „Ausländer und Spätaussiedler, Vorbestrafte und Homosexuelle, Sozialhilfeempfänger und Obdachlose.“(Geißler 1996, S.180) In Deutschland wurde beispielsweise erst 1961 das alte preußische Fürsorgerecht durch das Bundessozialhilfegesetz abgelöst und ersetzte damit den Fürsorgegedanken durch den Rechtsanspruch auf Sozialhilfe – bezeichnet als ‚das Solidaritätsprinzip’. Vorher war Armut als ein Fall für christliche Caritas und Barmherzigkeit an Wohlfahrtsverbänden delegiert worden – ‚das Subsidiaritätsprinzip’. (Brühl 1992, S. 2) Danach war Armut kaum ein Thema in der Politik oder im sozialen Bereich. Erst seit Anfang der 90-er Jahre nach der deutschen Einheit sind Armuts- und Verteilungsthemen wieder in den Brennpunkt der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussionen gerückt. So behauptete 1997 das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ auf seinem Titelblatt, dass „Die Reichen reicher, die Armen ärmer“ würden. (Spiegel 1997, Titel)

Bis heute werden regelmäßig Armutsberichte und Artikel über die Medien veröffentlicht (Zeitungen, TV. Beispielsweise das Mittagsmagazin SAM (08.09.2003, 13.00 – 14.00 Uhr Pro 7) berichtete ausführlich über Armut in Familien. In der heutigen Politik werden vermehrt Debatten über diese Thematik geführt. Angesichts der steigenden Arbeitslosenzahlen und der ständig wiederkehrenden Wirtschaftsflauten ist in unserer Gesellschaft der Sprung in die Armut schneller erreicht, wie noch vor 20 Jahren. Japan, die USA und auch Deutschland zählen zu den reichsten Ländern der Welt. Sie setzten sich aktiv für die Armutsbekämpfung und die damit verbundenen Probleme, wie Seuchengefahren (z.B.HIV), Analphabetentum und Kindersterblichkeit ein. Im eigenen Land allerdings herrscht trotzdem Armut, diese ist zwar nicht Vergleichbar mit der in den Staaten in der „Dritten Welt“, aber sie ist allgegenwärtig.

Deshalb möchte ich in dieser Arbeit die deutsche Armut mit der, der USA und Japan vergleichen. Diese Länder unterscheiden sich in ihrer geschichtlichen Entwicklung und dem Aufbau des Staatssystems, so dass die Armut dort verschiedene Formen und Auswirkungen hat. In wie weit diese Menschen ihre Schicksale mit den Deutschen teilen, versuche ich in dieser Hausarbeit herauszufinden.

2. Definitionen von Armut

„Als Randschicht der Armen werden im Folgenden diejenigen Menschen bezeichnet, welche an oder unterhalb der Armutsgrenze leben. Das Problem, was Armut ist, wer zu den Armen gehört, welche Lebensumstände als Leben in Armut bezeichnet werden sollen, ist unter Sozialwissenschaftlern, Sozialarbeitern und Politikern umstritten.“ ( Geißler 2002, S.246) Um das Ausmaß der Armut zu quantifizieren, wird in der Armutsforschung die „relative Einkommensarmut“ als Schlüsselkategorie bei der Beschäftigung mit Armut gesehen. Sie orientiert sich an der zu Beginn der 80er Jahre von der EU-Kommission festgelegten Grenze von 50% des durchschnittlichen Nettoeinkommens im jeweiligen Mitgliedsland. ( vgl. SPD – Bundestagsfraktion 1998, S. 18)

Es handelt sich hierbei um ein Ressourcenkonzept der Armut, weil in der Regel auf die Ausstattung mit Einkommen als einzige Ressource hingewiesen wird. (vgl. Hanesch 1994, S.24) Man spricht daher auch von einem „materiellen Einkommensbegriff“ mit einem „ eindimensionalen“ Indikator, nämlich dem Einkommen. Ebenfalls häufig wird ersatzweise auf die Sozialhilfestatistik zurückgegriffen. Der Bezug von Sozialhilfe als laufende Hilfe zum Lebensunterhalt ist hier der Indikator für Einkommensarmut.

Aber längst nicht alle Menschen, die Sozialhilfe berechtigt sind, nehmen die Leistungen der Sozialhilfe auch in Anspruch. Es gibt daher eine so genannte „Dunkelziffer“. Die Ursachen für diese verdeckte Armut sind hierbei vielschichtig. Über fehlende Informationen hinaus, besteht Angst und Unsicherheit vor einer Stigmatisierung als Sozialhilfeempfänger. Vielfach wird befürchtet, Kinder und Eltern könnten zur Kostenerstattung verpflichtet werden. (vgl. Adamy 1998, S. 83)

3. Armut in Deutschland

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