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Hauptseminararbeit, 2006, 24 Seiten
Autor: Daniela Deubler
Fach: Anglistik - Anderes
Details
Institution/Hochschule: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Tags: Unterdrückung, First, Nations, Rygas, Ecstasy, Rita, Besonderheiten, Westküste, British, Columbia, Yukon, Kanada, Kultur, Literatur
Jahr: 2006
Seiten: 24
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 21 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-57354-2
Dateigröße: 322 KB
Habe in der Hauptseminararbeit zwei verschiedene Themen behandelt, die miteinander nicht allzu viel zu tun haben.
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Textauszug (computergeneriert)
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Hauptseminar: Kanada: Kultur und Literatur
Sommersemester 2006
Die Unterdrückung der „First Nations“ in G. Rygas,
The Ecstasy of Rita Joe
&
Besonderheiten der Westküste: British Columbia und Yukon
15. September 2006
von
Daniela Deubler
Englisch, Geographie, Spanisch (LA Gym) .. literaturwissenschaftlicher Schein
Kulturwissenschaften, Amerikanistik, Kulturgeographie (M.A.)
.. kulturwissenschaftlicher Schein
4. Semester
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 3
2. THE ECSTASY OF RITA JOE 3
2.1 GEORGE RYGA 3
2.2 DIE FIRST NATIONS 4
2.3 DAS DRAMA 5
2.4 UNTERDRÜCKUNG UND AUSBEUTUNG DER FIRST NATIONS IN THE ECSTASY OF RITA JOE 6
3. DIE BESONDERHEITEN DER WESTKÜSTE: BRITISH COLUMBIA UND YUKON 12
3.1 BRITISH COLUMBIA 12
3.1.1 Übersicht 12
3.1.2 Geschichte 13
3.1.3 Wirtschaft 14
3.1.4 Bevölkerung 15
3.1.5 First Nations 17
3.1.6 Stadt, Kultur und Geographie 19
3.2 YUKON 20
3.2.1 Geschichte 20
3.2.2 Wirtschaft 20
3.2.3 Bevölkerung 21
3.2.4 First Nations 21
3.2.5 Geographie 22
4. SCHLUSS 22
5. LITERATURVERZEICHNIS 23
1. Einleitung
Kanada ist ein sehr vielfältiges Land, das von sehr vielen Besonderheiten geprägt ist. Vor allem die Westküste ist davon betroffen. Jene hatte für lange Zeit keinerlei Verbindung zum Rest Kanadas und durch die Rocky Mountains war ihr eine natürliche Barriere gegeben. Dies wirkte sich beispielsweise auch auf das Leben der Indianer aus. Durch das Öffnen des Westens kamen immer mehr Weiße in den Westen. Aber nicht nur die First Nations stellen eine Besonderheit der Westküste dar, sondern auch ihre Landschaft, Kultur und Wirtschaft.
George Ryga ist einer der bekanntesten Dramatiker, der sich in mehreren Werken dem Schicksal der Indianer gewidmet hat. Er selbst lebte lange Zeit an Kanadas Westküste und auch sein Centennial Play „The Ecstasy of Rita Joe“ wurde in Vancouver uraufgeführt.
2. The Ecstasy of Rita Joe
2.1 George Ryga 1
George Ryga wurde 1932 in Deep Creek, Alberta geboren. Dort wuchs er zusammen mit vielen anderen osteuropäischen Einwanderern auf. Rygas Eltern kamen ursprünglich aus der Ukraine, deshalb sprach Ryga in den ersten sieben Jahren seines Lebens kein Wort Englisch. Ryga erhielt nicht viel Bildung und verließ schon mit 12 Jahren die Schule und schlug sich mit zahlreichen Gelegenheitsjobs durchs Leben.
Ryga, der einer sozial schwachen Gruppe angehörte, musste oft mit anderen Minderheiten konkurrieren. So z.B. auch mit Indianern, was unter anderem sein Interesse förderte, über die kanadischen Indianer zu berichten. Er sagte selbst “we were struggling exactly the same way to get out of the ghetto as they [the Indians] were from the reserve“2.
George Ryga befasste sich in vielen seiner Stücke mit der Ungerechtigkeit in der kanadischen Gesellschaft und Verstöße gegen die Menschenwürde. Nicht selten brachten ihn seine politische und soziale Meinung in Bedrängnis. So wurde ihm beispielsweise sein Stipendium an der Banff School of the Art aberkannt und nach der Aufführung von The Ecstasy of Rita Joe die Einreise in die USA verwährt. Doch gerade dadurch, dass er Themen zur Sprache gebracht hatte, welche bis dahin ignoriert wurden, wurde er berühmt.
„Heroes rebelling against their society or who are trapped in almost unbearable social situations“3 ist auch das Thema, mit dem sich Ryga in The Ecstasy of Rita Joe befasst.
George Ryga verstarb 1987 in British Columbia.
2.2 Die First Nations 4
Seit der Besiedlung des Landes durch die Weißen traten für die First Nations immer mehr Probleme auf. Durch Goldfunde und Reichtum an natürlichen Rohstoffen kamen immer mehr Weiße und verdrängten die Indianer nach und nach von ihren Ländereien. Obwohl die indigenen Völker nur 3% der Gesamtbevölkerung darstellen, haben sie schon immer eine bedeutende Rolle für die Entwicklung Kanadas gespielt.
In der kanadischen Gesellschaft herrscht gegenüber den First Nations eine anhaltende Ungerechtigkeit. Während beispielsweise die Bewohner Quebecs als „distinct society“ mit ihren eigenen kulturellen und linguistischen Rechten anerkannt werden, haben die First Nations diese Rechte nie erhalten. Die Handlungen der Regierung hat die Aborigines zur am meist benachteiligten Gruppe in Kanada gemacht.
Es wird viel über den Missbrauch indianischer Schulkinder an den Schulen der Weißen gesprochen. Wohingegen 1969 gerade einmal 10% aller indigenen Schüler die High School abschlossen, sind es mittlerweile knapp fünfzig Prozent. Daraus resultieren dennoch geringe Chancen auf einen gesicherten Arbeitsplatz. „The rates of social pathology among aboriginal peoples as evidenced by the degree of alcohol abuse, crime, incarceration, and suicide, as well as other indications, are well over the levels of non-aboriginals.”5 Des Weiteren sind auch die Arbeitslosigkeitszahlen weitaus über dem Durchschnitt der non-aboriginal Canadians.
[....]
1 Wassermann, Jerry. “George Ryga”. Dictionary of Literary Biography. Vol. 60. Canadian Writers since 1960. Second Series. Ed. W.H. New. Detroit: A Bruccoli Clark Layman Book, 1987. 320-24
2 Wassermann 321
3 William Toyle. The Oxford Companion to Canadian Literature. “George Ryga”. (Toronto: OUP, 1983) 722
4 Duane Champagne. Native America. Portrait of the Peoples. (Detroit: Visible Ink Press, 1994)
5 Champagne 331-32
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