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Autoren: Master of Computerscience in Media Jan-Christoph Sievers, Leif Oppermann
Fach: Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Details
Institution/Hochschule: Hochschule Harz - Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)
Tags: Barrieren, Design, Internet, Medien, Gesellschaft
Jahr: 2002
Seiten: 20
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 7 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 302 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-57378-8
Textauszug (computergeneriert)
Hochschule-Harz, Medien und Gesellschaft
WS 2001/2002, 7. Semester Medieninformatik
Barrieren durchbrechen – „Design For All“ im Internet
von: Jan-Christoph Sievers und Leif Oppermann
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 3
2. Behinderte und Internet 5
2.1 Wie Behinderte PC und Internet nutzen 5
2.1.1 Textbrowser am Beispiel LYNX 5
2.1.2 Screenreader 6
2.1.3 Braille-Zeile 6
2.1.4 Sprachausgabe/Sprachbrowser 7
3. Konventionen für Webdesign 8
3.1 Exkurs: Was ist Webdesign? 8
3.2 Das W3-Consortium 8
3.2.1 Das W3C in 7 Punkten 9
3.2.2 Spezielle Richtlinien für Behindertengerechtes Webdesign 10
4. Regeln für die Praxis 12
4.1 Webdesign-Regeln im Detail 12
4.1.1 Regel 1: Bereitstellung von äquivalenten Alternativen für audio/visuelle Inhalte 12
4.1.2 Regel 2: Farbgebung sollte nicht allein Träger von Information sein 13
4.1.3 Regel 3: Verwenden Sie Markup und Style-Sheets auf korrekte Weise 13
4.1.4 Regel 4: Verdeutlichen Sie die Verwendung natürlicher Sprache 13
4.1.5 Regel 5: Erstellen Sie Tabellen, die geschmeidig transformieren 13
4.1.6 Regel 6: Sorgen Sie dafür, dass Seiten, die neue Technologien verwenden immer zugänglich sind 14
4.1.7 Regel 7: Sorgen Sie für eine Kontrolle des Benutzers über zeitgesteuerte Änderungen des Inhalts 14
4.1.8 Regel 8: Sorgen Sie für direkte Zugänglichkeit eingebetteter Benutzerschnittstellen 14
4.1.9 Regel 9: Wählen Sie ein geräteunabhängiges Design 14
4.1.10 Regel 10: Verwenden Sie Interim-Zugänglichkeitslösungen, damit assistive Technologien und ältere Browser korrekt funktionieren 15
4.1.11 Regel 11: Verwenden Sie W3C-Technologien und -Richtlinien 15
4.1.12 Regel 12: Stellen Sie Informationen zum Kontext und zur Orientierung bereit 15
4.1.13 Regel 13: Stellen Sie klare Navigationsmechanismen bereit 15
4.1.14 Regel 14: Webdokumente klar und einfach halten 16
4.2 Die Regeln in der Praxis 16
4.3 Validierung 17
5. Fazit 19
6. Quellenangaben 20
1. Einführung1
In der heutigen Informationsgesellschaft ist das Internet in nur wenigen Jahren zu einem für die Allgemeinheit wichtigen Medium und Kommunikationsmittel geworden. Es existieren unzählige Internetangebote, die unterschiedlichste Möglichkeiten bieten: Online-Informations- Portale, Kommunikationsplattformen, und Kommunikationsdienste (E-Mail, etc.), Musikportale, Online-Auktionshäuser, eCommerce-Angebote etc. Alle diese Webangebote sind in der Regel kommerziell und somit mit dem Fokus auf Gewinnmaximierung erstellt worden, d.h. sie sollen eine bestimmte Zielgruppe ansprechen und bei dieser einen möglichst guten und bleibenden Eindruck hinterlassen. Das geschieht mit dem Ziel, den Nutzer so lange wie möglich auf einem Internetangebot zu halten und diesen zum Kauf oder in Anspruchnahme einer kostenpflichtigen Dienstleistung zu bewegen. Diese Internetangebote sollen also in erster Linie (wie jedes andere „Produkt“ auch), einen materiellen Vorteil für den Betreiber erwirtschaften.
Um dieses Ziel zu erreichen wird viel Wert auf eine ansprechenden Präsentation gelegt. Es werden in zunehmenden Maße neuartige multimediale Techniken (z.B. Macromedia Flash, Shockwave) eingesetzt, um beim Nutzer einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Beim Einsatz dieser multimedialen Techniken wird jedoch selten oder nie beachtet, ob die Informationen auf der Webseite auch Benutzern zugänglich sind, die nicht – wie die Entwickler - über die neuste Hard- bzw. Software verfügen oder die auf andere Weise spezielle Bedürfnisse haben. Dazu gehören in besonderem Maße behinderte Menschen. Da das Internet ein vornehmlich visuelles Medium ist, sind es besonders Blinde, denen der Zugang zu den Information durch die oben genannten Techniken erschwert oder oft sogar komplett verwehrt werden.
Wenn man behinderte Menschen also nicht bewusst ausschließen möchte, müssen Informationen entsprechend aufbereitet werden. Diese Tatsache wird bei der Konzeption eines Internet-Angebotes oft nicht bedacht oder aber, nicht zuletzt aus Kostengründen, bewusst verdrängt. Dabei bietet das Internet enorme Vorteile für Behinderte. Es ermöglicht einen freien und individuellen Zugang zu Informationen sowie die gleichberechtigte Kommunikation und Interaktion mit Menschen in aller Welt. Damit geht auch eine Kompensierung von Mobilitäts- und Kommunikationsproblemen, z.B. durch selbstständiges schreiben von Texten und E-Mails, einher. 2Allein in Deutschland leben heute ca. 10 Millionen Behinderte. Laut den Studien des W3-Consortiums sind 10% - 20% der Weltbevölkerung behindert. In den nächsten Jahren soll dieser Wert auf über 25% steigen. Hauptursache für mangelnde Zugänglichkeit (engl. „Accessibility“) ist die fehlende Berücksichtigung des Zugangs für Behinderte während der Konzeptions- bzw. Entwicklungsphase. Unter „Accessibility" versteht man die Entwicklung und Bereitstellung von Computersystemen bzw. Internet-Seiten, deren Oberflächenarchitektur keine Personengruppen ausschließt. Für behindertengerechte Internetangebote gilt hier das gleiche wie für behindertengerechte Gebäude: Nachträgliche Verbesserungen sind deutlich aufwendiger – am besten sollte schon während der Entwurfsphase so viel wie möglich berücksichtigt werden. Um sicherzustellen, dass Internetangebote in Zukunft barrierefrei gestaltet werden, besteht die Notwendigkeit klar definierte Konventionen und internationale Standards für das Webdesign festzulegen, welche die Anpassung an bestimmte Problemgruppen mit bestimmten Bedürfnissen ermöglichen.
2. Behinderte und Internet
PC und Internet bieten behinderten Menschen vielfältige Möglichen der Information/Kommunikation bzw. die Möglichkeit mit den neuen Medien zu Arbeiten. Die einzelnen Gruppen mit den verschiedenen Behinderungen stellen Unterschiedliche Anforderungen an behindertengerechtes Webdesign. Das sind in erster Linie Menschen mit Seh- bzw. Hörbehinderungen, kognitiven und motorischen Behinderungen. Besondere Schwierigkeiten auf Webinhalte zugreifen zu können haben wohl sicherlich Sehbehinderte und blinde Menschen, da das Internet ein visuelles Medium ist und von Bildern/Animationen reichlich gebrauch gemacht wird.
Es ist für Blinde ein großes Problem auf Webangebote zuzugreifen, die ausschließlich einen visuellen Fokus haben, da sie nun mal nicht sehen können. Auf diese Gruppe soll im weiteren Verlauf der Schwerpunkt gelegt werden.
2.1 Wie Behinderte PC und Internet nutzen
Um Internetangebote nutzen zu können benötigen behinderte Menschen spezielle Hilfsmittel, genauer gesagt spezielle Hard- und Software. Alle diese Hilfsmittel können nur dann vernünftig funktionieren und den uneingeschränkten Zugriff ermöglichen, wenn die zu betrachtenden Webseiten bestimmten Anforderung genügen bzw. bestimmte Konventionen erfüllen. Im folgenden Teil werden die gängigsten Hilfsmittel vorgestellt, die teilweise erhebliche Unterschiede in Punkto Bedienung, Fehleranfälligkeit und auch Anschaffungskosten aufweisen.
2.1.1 Textbrowser am Beispiel LYNX
[...]
1 vgl. Wegge, Klaus-Peter - Barrierefreies Internet – http://fiff.informatik.uni-bremen.de/itb/fk05.html - 03.07.2000
2 vgl. Hänel, Matthias - Chancen und Probleme Sehgeschädigter bei der Nutzung moderner Medien - http://home.wtnet.de/~mhaenel/ - 27.10.01
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