Auswirkungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf die handelsrechtliche Jahresabschlussprüfung

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Details

Titel: Auswirkungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf die handelsrechtliche Jahresabschlussprüfung
Autor: Thomas Steiger
Fach: Wirtschaft - Revision, Prüfungswesen
Veranstaltung: Prüfungswesen
Institution/Hochschule: Fachhochschule Rosenheim
Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 19
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 26  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 209 KB
Archivnummer: V64752
ISBN (E-Book): 978-3-638-57488-4
ISBN (Buch): 978-3-638-80637-4

Zusammenfassung / Abstract

In den 90er Jahren nahmen einige Unternehmensskandale bisher nicht gekannte Ausmaße an. Allen voran ist da der Skandal der Firma FlowTex zu nennen. Die Unternehmensbosse der Firma hatten Scheingeschäfte im Gesamtumfang von mehreren Milliarden DM mit einer spanischen Firma abgeschlossen. Dieser und einige weitere Skandale hatten die Bundesregierung dazu veranlasst weit reichende Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensführung und –überwachung zu beschließen. Auch in der internationalen Entwicklung passte das Verhalten der Bundesregierung ins Bild, denn auch in den USA reagierte der Gesetzgeber auf eine Reihe von Unternehmenszusammenbrüchen infolge von Bilanzmanipulationen. Um das Vertrauen des Kapitalmarktes schnellstmöglich zurück zu gewinnen, verabschiedete die US-amerikanische Regierung 2002 den so genannten Sarbanes-Oxley-Act. Er gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Corporate Governance vor allem in der EU. In Deutschland hat die Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex“ am 26.02.2002 den Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet. In dieser Arbeit sollen die Auswirkungen dieses Kodexes auf die handelsrechtliche Jahresabschlussprüfung untersucht und dargestellt werden.

Textauszug (computergeneriert)

Fachhochschule Rosenheim
Fachbereich Betriebswirtschaft
Fach: Prüfungswesen

SS 2006

Prüfungszeitraum: 10. Juli 2006 – 24. Juli 2006

Studienarbeit

Auswirkungen des Deutschen
Corporate Governance Kodex auf die
handelsrechtliche Jahresabschlussprüfung

vorgelegt von: 

Steiger, Thomas

Fachsemester 7
Schwerpunkt: Steuern, Wirtschaftsprüfung und Controlling
Abgabe: 07.06.06

 

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis   - II -
Abkürzungsverzeichnis  - III -

1. Einführung - 1 -
1.1. Problemstellung - 1 -
1.2. Aufbau der Arbeit - 1 -

2. Der Deutsche Corporate Governance Kodex - 2 -
2.1. Begriff der Corporate Governance - 2 -
2.2. Entwicklung der Corporate Governance in Deutschland - 3 -
2.3. Regelungscharakter des Kodex - 3 -
2.4. Wesentliche Regelungsinhalte - 4 -

3. Auswirkungen auf die Jahresabschlussprüfung - 6 -
3.1. Rechnungslegung und Jahresabschlussprüfung - 7 -
3.2. Die Unterstützungsfunktion des Abschlussprüfers - 8 -
3.2.1. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Abschlussprüfer - 8 -
3.2.2. Erweiterung des Prüfungsauftrags - 9 -
3.2.3. Der Prüfungsbericht - 10 -
3.3. Die Garantiefunktion des Abschlussprüfers - 11 -
3.3.1. Die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers - 11 -
3.3.2. Der Bestätigungsvermerk - 12 -

4. Fazit - 13 -

Literaturverzeichnis - 15 -
Quellenverzeichnis - 16 -

 

 

1. Einführung

1.1. Problemstellung

In den 90er Jahren nahmen einige Unternehmensskandale bisher nicht gekannte Ausmaße an. Allen voran ist da der Skandal der Firma FlowTex zu nennen. Die Unternehmensbosse der Firma hatten Scheingeschäfte im Gesamtumfang von mehreren Milliarden DM mit einer spanischen Firma abgeschlossen. Dieser und einige weitere Skandale hatten die Bundesregierung dazu veranlasst weit reichende Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensführung und –überwachung zu beschließen.1 Auch in der internationalen Entwicklung passte das Verhalten der Bundesregierung ins Bild, denn auch in den USA reagierte der Gesetzgeber auf eine Reihe von Unternehmenszusammenbrüchen infolge von Bilanzmanipulationen. Um das Vertrauen des Kapitalmarktes schnellstmöglich zurück zu gewinnen, verabschiedete die USamerikanische Regierung 2002 den so genannten Sarbanes-Oxley-Act. Er gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Corporate Governance vor allem in der EU.2 In Deutschland hat die Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex“ am 26.02.2002 den Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet.3 In dieser Arbeit sollen die Auswirkungen dieses Kodexes auf die handelsrechtliche Jahresabschlussprüfung untersucht und dargestellt werden.

1.2. Aufbau der Arbeit

Im Gange dieser Studienarbeit wird die Auswirkung des Deutschen Corporate Governance Kodex auf die handelsrechtliche Jahresabschlussprüfung untersucht. Ich kläre dabei zuerst den Begriff der Corporate Governance. Danach wird auf die Entwicklung der letzten Jahre eingegangen und der Regelungscharakter des Kodex geklärt. Im weiteren Verlauf werden die wesentlichen Inhalte des Kodex erläutert. Im Hauptteil der Studienarbeit gehe ich im Wesentlichen auf die Rolle des Abschlussprüfers bei der handelsrechtlichen Abschlussprüfung ein. In erster Linie zielt die Deutsche Corporate Governance auf die Arbeit des Abschlussprüfers ab. Wie die Literatur, teile ich im Aufbau der Studienarbeit die Arbeit des Abschlussprüfers in eine interne und eine externe Rolle ein und welche Berichts- und Prüfungspflichten sich dabei für den Prüfer ergeben.

2. Der Deutsche Corporate Governance Kodex

2.1. Begriff der Corporate Governance

Der Corporate Governance Kodex enthält national und international anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung.1 Diese Standards werden von der Kommission Deutscher Corporate Governance Kodex festgelegt und einmal pro Jahr überarbeitet. Der Begriff der Corporate Governance bezeichnet „den faktischen und rechtlichen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmen“ 2. In der Literatur findet man auch die Meinung, dass die Corporate Governance als Begriff der Unternehmensverfassung zu sehen ist, die sich mit der inneren Ordnung von Unternehmen beschäftigt.3

Es kann dabei zwischen der externen und internen Corporate Governance unterschieden werden. Die interne ist auf das Zusammenwirken der Unternehmensorgane Vorstand und Aufsichtsrat ausgerichtet. Die externe Corporate Governance ist die Zusammenarbeit eines Unternehmens mit seinem Umfeld, seien es Arbeitnehmer, Lieferanten oder aber die Aktionäre.4

[....]


1 S. Hönisch, H./Behncke, N./Wulfetange, J., Corporate Governance in Deutschland, 2005, S. 12.

2 S. Hönisch, H./Behncke, N./Wulfetange, J., Corporate Governance in Deutschland, 2005, S. 3.

3 Vgl. IDW Prüfungsstandard, Auswirkungen, 2005, Tz 1.

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1 S. Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, Kodex, 2005, S. 1.

2 Hönisch, H./Behncke, N./Wulfetange, J., Corporate Governance in Deutschland, 2005, S. 9.

3 S. Hachmeister, D., Corporate, 2002, S. 488.

4 Hommelhoff/Mattheus teilen die Rolle des Abschlussprüfers in eine externe und interne Rolle. Siehe dazu im genaueren: Hommelhoff, P./Mattheus, D., Rolle des Abschlussprüfers, 2003, S. 645-647; aber auch Hönisch, H./Behncke, N./Wulfetange, J. sprechen von der internen und externen Corporate Governance. Vgl. dazu Hönisch, H./Behncke, N./Wulfetange, J., Corporate Governance in Deutschland, 2005, S. 9.

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