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Entwicklung und experimentelle Prüfung eines Ernährungs- und Bewegungskonzepts zur Prävention von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems bei Personen in der zweiten Lebenshälfte

Autor: Diplom-Ernährungswissenschaftler Michael Stark
Fach: Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie

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Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 78
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 84  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 647 KB
Archivnummer: V64836
ISBN (E-Book): 978-3-638-57546-1

Textauszug (computergeneriert)

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Biologisch-Pharmazeutische Fakultät
Institut für Ernährungswissenschaften
Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie

Entwicklung und experimentelle Prüfung eines Ernährungs- und Bewegungskonzepts
zur Prävention von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
bei Personen in der zweiten Lebenshälfte.

Diplomarbeit
zur Erlangung des Grades eines
Diplom-Ernährungswissenschaftlers
(Dipl.-Troph.)

vorgelegt von: Michael Stark
vorgelegt am: 14. Juli 2006

 

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung ... 1

2 Theoretische Grundlagen ... 3

2.1 Herz-Kreislauf-Erkrankungen ... 3
2.1.1 Klassifikation der Einzelerkrankungen ... 3
2.1.2 Risikofaktoren zur Beurteilung des kardiovaskulären Risikos ... 4
2.1.3 Einfluss nutritiver Faktoren ... 6

2.2 Komponenten kardiovaskulärer Präventionsmaßnahmen ... 12
2.2.1 Mediterrane Ernährung ... 12
2.2.2 Körperliche Bewegung ... 13

3 Material und Methoden ... 15

3.1 Vorbereitung und Versuchsaufbau ... 15
3.1.1 Rahmenbedingungen für das Präventionsprogramm ... 15
3.1.2 Charakteristik der Zielgruppe ... 16
3.1.3 Charakteristik der Module ... 16
3.1.4 Betreuung der Module ... 18

3.2 Durchführung und experimentelle Bedingungen ... 18
3.2.1 Ablauf der experimentellen Durchführung des Konzepts ... 19
3.2.2 Verpflegung der Teilnehmer ... 20
3.2.3 Erhebung der Daten ... 20
3.2.4 Statistische Auswertung ... 21

4 Ergebnisse ... 22

4.1 Bewertung der Methodik des Präventionsprogramms ... 22
4.1.1 Bewertung der Module ... 22
4.1.2 Beurteilung der Betreuung der Module ... 23
4.1.3 Einschätzung der Freizeit und Freizeitangebote ... 24
4.1.4 Bewertung des Speisenangebots ... 24
4.1.5 Einschätzung der Rahmenbedingungen ... 25

4.2 Bewertung der Effektivität der Kurswoche ... 26
4.2.1.Erwartungen der Teilnehmer ... 26
4.2.2 Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer ... 27
4.2.3 Bewertung der körperliche Bewegung ... 29
4.2.4 Erholung während des Präventionsprogramms ... 31
4.2.5 Wissensvermittlung durch das Präventionsprogramm ... 32
4.2.6 Veränderungen des Körpergewichts der Teilnehmer ... 32

5 Diskussion ... 34

5.1 Beurteilung der Methodik des Konzepts ... 34
5.2 Beurteilung der Effektivität des Konzepts ... 38

6 Zusammenfassung / Summary ... 44

Literaturverzeichnis ... I

Anhang ... XIII
 

1 Einleitung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen neben bösartigen Tumoren die häufigste Todesursache in Deutschland dar, obwohl sich die Mortalität dieser Beschwerden weiter vermindert. Im Jahr 2004 starben 368.472 Menschen an Krankheiten des Kreislaufsystems. Das sind ca. 45 % der Todesfälle in Deutschland (STATISTISCHES BUNDESAMT DEUTSCHLAND 2005a). Das deutsche Gesundheitswesen gab für die Behandlung dieser Erkrankungen 35,4 Mrd. Euro im Jahr 2002 aus. Damit stehen diese Erkrankungen mit einem Anteil von 15,8 % der Krankheitskosten auf dem ersten Platz der Kostenverursacher (STATISTISCHES BUNDESAMT DEUTSCHLAND 2005b). Präventionsmaßnahmen senken die Morbidität und die Mortalität dieser kardiovaskulären Erkrankungen durch die Veränderung des Lebensstils und der Risikofaktoren (EUROASPIRE II STUDY GROUP 2001). Eine ausreichende körperliche Bewegung, moderater Alkoholkonsum sowie Nichtrauchen gehören zu einem wünschenswerten Lebensstil (KROMHOUT et al. 2002). Weiterhin sollte die Ernährung nach dem Vorbild der traditionellen mediterranen Kost gestaltet sein (DE LORGERIL et al. 1999). Allerdings werden derartige präventive Maßnahmen in Europa nicht effektiv erarbeitet und genutzt (EUROASPIRE II STUDY GROUP 2001). In der klinischen Praxis in Deutschland steht die Akutversorgung im Mittelpunkt. Präventive Maßnahmen zur Verhaltensmodifikation werden aufgrund von Zeitmangel und seiner geringen Priorität nicht in entsprechendem Umfang eingesetzt. Dazu trägt auch das meist mangelhafte Wissen der Mediziner über Präventionsmaßnahmen und der fehlende Austausch zwischen jenen bei (HEIDRICH et al. 2002). Die kardiovaskulären Erkrankungen treten bei Personen ab einem Alter von fünfzig Jahren häufiger auf. Zudem verkürzt sich die Lebensspanne um 11 bis 12 Jahre durch das Auftreten dieser Beschwerden (PEETERS et al. 2002).

In der vorliegenden Arbeit wurde ein Ernährungs- und Bewegungskonzept für Menschen in der zweiten Lebenshälfte mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den typischen Risikofaktoren, nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt. Dieses Präventionsprogramm soll innerhalb eines Gesundheitsurlaubs die Risikofaktoren vermindern und einen gesunden Lebensstil mit entsprechender Ernährung und Bewegung fördern. Dazu wurde das Ernährungs- und Bewegungskonzept experimentell als Gesundheitsurlaub durchgeführt. Dadurch wurden die Akzeptanz der Zielgruppe zu den Ernährungs- und Bewegungsangeboten und die Effektivität des Präventionsprogramms untersucht. Das Konzept dieses Präventionsprogramms soll Tourismusunternehmen als Grundlage für die Durchführung eines Gesundheitsurlaubs dienen. Insbesondere Menschen mit Herz-Kreislauf- Erkrankungen sollen davon profitieren.

Diese Arbeit ist Bestandteil des InnoRegio-Projekts „Barrierefreier Tourismus für Stoffwechselerkrankte“, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.
 

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Herz-Kreislauf-Erkrankungen

2.1.1 Klassifikation der Einzelerkrankungen

Anhand der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme, 10. Revision, (ICD-10) lässt sich der Begriff „Krankheiten des Kreislaufsystems“ einordnen (Tab. 1). Die ICD-10 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt und von dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in Deutschland publiziert. Diese Klassifikation dient der Verschlüsselung von Todesursachen und von Diagnosen der ambulanten und stationären Versorgung (DIMDI 2006).

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