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Die Ökonomie des Privaten Fernsehens

Autoren: Jana Beining, Alesja Büchner Frauke Hockmann
Fach: Kulturwissenschaft

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Details

Veranstaltung: Medienökonomie
Institution/Hochschule: Universität Bremen
Tags: Privaten, Fernsehens, Medienökonomie
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 40
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 30  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 2377 KB
Archivnummer: V64966
ISBN (E-Book): 978-3-638-57643-7
Anmerkungen :
In dieser Arbeit wird der private, werbefinanzierte Fernsehmarkt Deutschlands unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet. Hierbei sollen drei signifikante Faktoren ausführlich betrachtet werden: die aktuelle Marktstruktur des Privatfernsehens, das Programm und die Wirtschaftlichkeit sowie die Finanzierung.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Bremen, Wintersemester 2004/ 2005
Seminar: Grundlagen der Medienökonomie

Die Ökonomie des Privaten Fernsehens

von: Jana Beining, Frauke Hockmann und Alesja Büchner

 


INHALTSVERZEICHNIS

I. EINLEITUNG 1

II. MARKTSTRUKTUR DES DEUTSCHEN PRIVATEN FERNSEHMARKTES 2

1. DIE HEUTIGE SITUATION AUF DEM FERNSEHMARKT 2

1.1. Veranstalterbeteiligungen und zuzurechnende Programme  2

2. AKTUELLE STRATEGIEN DER MEDIENGIGANTEN 4
3. KONZENTRATION  5

3.1. Horizontale Konzentration 5
3.2. Vertikale Konzentration  6
3.3. Cross-mediale Konzentration 7

4. GEFAHREN EINER KONZENTRATION 8
5. KONZENTRATIONSKONTROLLE  10

5.1. Kartellrecht 10
5.2. Rundfunkrecht 11

III. DAS PROGRAMM 12

1. BEGRIFF DES PROGRAMMS 12
2. PROGRAMMSTRUKTUR  13
3. PROGRAMMPLANUNG 16

3.1. Schritte der Programmplanung  17

4. FAKTOREN DER PROGRAMMPLANUNG 18

4.1. Instrumente der Programmplanung – Interprogrammliche Planungsstrategien 20
4.2. Instrumente der Programmplanung – Intraprogrammliche Planungsstrategien  21

IV. WIRTSCHAFTLICHKEIT UND FINANZIERUNG DES PRIVATEN FERNSEHENS  22

1. DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE DES PRIVATEN RUNDFUNKS 22
2. WERBEFINANZIERUNGSFORMEN 24

2.1. Spot- Werbung 24
2.2. Telefonmehrwertdienste 25
2.3. Sponsoring 27
2.4. Mobile Dienste  28
2.5. Online- Finanzierungsformen 28

3. KONTROLLE DER WERBEERFOLGS  29

4. ENTGELTFINANZIERUNG – PAY TV  31

V. FAZIT 32


 

 

I. EINLEITUNG

„Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbes ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.“ (Walther Rathenau) In der heutigen Zeit werden wir von den Medien immer wieder mit Innovationen konfrontiert. Bei den Medien- wie auch bei anderen Wirtschaftsunternehmen stehen ökonomische Aspekte im Vordergrund, die die Medienunternehmen laufend zu neuen Strategien – zu neuen Einfällen – zwingen. Diese ökonomischen Strategien verschärfen im Gegensatz zu Rathenaus Behauptung den Wettbewerb. In dieser Arbeit wird der private, werbefinanzierte Fernsehmarkt Deutschlands unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet. Hierbei sollen drei signifikante Faktoren ausführlich betrachtet werden: die aktuelle Marktstruktur des Privatfernsehens, das Programm und die Wirtschaftlichkeit sowie die Finanzierung.

Im ersten Teil dieser Arbeit wird Jana Beining die Marktstruktur des deutschen Fernsehmarktes genauer betrachten. In diesem Zuge wird zunächst die für deutsche Marktverhältnisse ungewöhnlich starke Konzentration unter dem Gesichtspunkt der Marktmacht näher betrachtet. Anschließend sollen die Folgen und Gefahren dieser Konzentration sowohl für den ökonomischen Bereich des Privatfernsehens als auch für dessen publizistische Aspekte erläuterte werden. Für diese Betrachtung wird die Rechtslage zu Grunde gelegt.

Nachdem im ersten Teil der Arbeit die generelle Marktsituation des Privatfernsehens in Deutschland betrachtet wurde, soll dann der Teil mit meisten Berührungspunkte zu den Endkonsumenten betrachtet werden - das Programm. Hierbei wird Frauke Hockmann zunächst den Begriff ‚Programm’ unter Berücksichtigung verschiedener Facetten erläutern. Im Anschluss wird die aktuelle Programmstruktur einiger TV Sender betrachtet. Danach soll die strategische und die operative Planung des Programms dahingehend untersucht werden, mit welchen Mitteln sich ein Programm von der Konkurrenz abgrenzt und ein in sich schlüssiges Programm erstellt, um möglichst viele Zuschauer anzusprechen.

Im dritten und letzten Teil wird von Alesja Büchner die wirtschaftliche Lage des privaten Rundfunks unter Berücksichtigung der Kostendeckung vorstellen. Kern dieses Teils sind die Finanzierungsmöglichkeiten durch klassische Werbung, Entgeltfinanzierung sowie durch innovative bzw. durch technischen Fortschritt ermöglichte, Finanzierungsformen. Doch bevor die Mikroperspektiven des Programms und der Finanzierung dargelegt werden können, muss zunächst die Marktstruktur makroperspektivisch betrachtet werden.

II. MARKTSTRUKTUR DES DEUTSCHEN PRIVATEN FERNSEHMARKTES

1. Die heutige Situation auf dem Fernsehmarkt

Der Wettbewerb auf dem Fernsehmarkt in Deutschland ist geprägt durch die Existenz eines Duopols. Zwei große Medienunternehmen bestimmen weitgehend, was die Zuschauer im Fernsehen zu sehen bekommen. Diese beiden Unternehmen sind der Bertelsmann Konzern und die Saban- Holdinggesellschaften.

1.1. Veranstalterbeteiligungen und zuzurechnende Programme

Sowohl der Bertelsmann Konzern als auch die Saban-Holdinggesellschaften sind charakterisiert durch eine Vielzahl von Verflechtungen mit anderen Medienunternehmen (s. Abb. 1 und 2). Die Bertelmann AG ist direkt mit 52,78 % an der RTL Group beteiligt. 37,04 % befinden sich im Besitz der BW TV und Film Verwaltungs GmbH, die wiederum zu 80 % der Bertelsmann AG zugeordnet ist. Die restlichen 9,5 % befinden sich in Streubesitz. Mit der CLT-UFA S.A., der Tochterfirma der RTL Group, ist der Bertelmann-Konzern mehrheitlich an den Privat- fernsehsendern RTL und Vox beteiligt. An dem Sender RTL 2 hält die Gruppe mit 35,9 Prozent den größten Anteil. Weitere Teile halten der Heinrich Bauer Verlag und die Tele München Gruppe mit jeweils 31,5 Prozent und der Burda Verlag mit 1,1 Prozent. Ebenfalls zum Eigentum des Bertelsmannkonzerns gehören 50 Prozent der Anteile von Super RTL, sowie 50 Prozent des Spartensenders n-tv (vgl. KEK, 2004a, Internet). Somit ist der Konzern maßgebender Entscheidungsträger sowohl im Bereich der Medien (Fernsehen, Radio, Print, Internet), als auch bei der Produktion von TVInhalten (Grundy, Fremantle) (vgl. Röper, 2002, S.414).

Abb. 1: Quelle (KEK, 2004a, Internet) [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Die Saban-Holdinggesellschaften halten die Stimmenmehrheit an der Pro- SiebenSat.1 Media AG, zu der die Sender Sat. 1, N24, Kabel 1 und Pro Sieben gehören. Der Sender 9Live ist der EUVIA Media AG & Co. KG zuzurechnen, an der die ProSiebenSat.1 Media AG knapp zur Hälfte beteiligt ist (vgl. KEK, 2004b, Internet). Neben dem Bertelsmann Konzern ist die Saban- Gruppe demnach der zweite bestimmende Akteur auf dem deutschen Fernsehmarkt.

Abb. 2: Quelle (KEK, 2004b, Internet) [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Die beiden Unternehmen sind Konkurrenten im Mediensektor. Ihre Strategien sind jedoch ähnlich. Im Weiteren sollen diese Strategien am Beispiel der ProSiebenSat.1 Media AG erläutert werden.

2. Aktuelle Strategien der Mediengiganten

Die langfristigen strategischen Ziele beider Medienkonzerne lauten „Diversifikation“ und „Digitalisierung.“ (ProSiebenSat.1, 2005, Internet) Diversifikation bedeutet, dass die Unternehmen immer mehr dazu übergehen, benachbarte Geschäftsfelder zu nutzen, und sich nicht nur auf das Kerngeschäft, das Fernsehen, beschränken. Merchandising, Licensing, Internet, ECommerce und Teleshopping sind bereits heute bedeutenden Erlösquellen. Interaktives und digitales Fernsehen sowie das Musikgeschäft werden auch in Zukunft die Einnahmen der Senderfamilien sichern (vgl. ProSiebenSat.1, 2005, Internet). Beide großen Medienunternehmen nutzen die Vorteile einer Verwertungskette. Diese werden im Weiteren ausführlich dargestellt. Bei der ProSiebenSat.1 Media AG sind die einzelnen Sender gezielt komplementär positioniert. Laut Aussage des Unternehmens ist „Sat.1 […] die starke Marke für ein breites Zielgruppenpublikum. ProSieben ist die Lead- Marke als junger Entertainment-Sender. Kabel 1 als klassische Qualitätsmarke und der Sender N24, die führende Marke für Information, komplet- tieren die Senderfamilie.“ (ProSiebenSat.1, 2005, Internet) Diversifikation und die Schaffung einer Verwertungskette sind nur möglich, wenn viele Unternehmen in einem Konzern zusammenarbeiten. Hierbei handelt es sich um Konzentration.

3. Konzentration

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