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Ba Jin - Die Familie: Das Joch der traditionellen, konfuzianischen Familie

Termpaper, 2004, 22 Pages
Author: Niclas Dominik Weimar
Subject: Orientalism / Sinology - Chinese / China

Details

Event: Republikliteratur (1911-1949)
Institution/College: University of Cologne (Ostasiatisches Seminar)
Tags: Familie, Joch, Familie, Republikliteratur
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 22
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V65043
ISBN (E-book): 978-3-638-57703-8
ISBN (Book): 978-3-638-67032-6
File size: 207 KB

Abstract

Die vorliegende Arbeit über das Buch „Die Familie“, welches der Feder des chinesischen Schriftstellers Ba Jin entspringt, behandelt die Biographie des Autors und, damit verbunden, die Einflüsse auf den Roman sowie die historischen Hintergründe. Die Analyse erfolgt unter dem Thema „Das Joch des traditionellen konfuzianischen Familiensystems“.Im Besonderen soll Aufschluss über die gesellschaftliche Bedeutung und Auswirkung des Romans in der Zeit nach der 04. Mai-Bewegung sowie dessen Stellenwert in der Republikliteratur gegeben werden.


Excerpt (computer-generated)

Universität zu Köln – Ostasiatisches Seminar Sommersemester
Proseminar: Republikliteratur (1911 – 1949) 2004
2. Fachsemester, Abgabetermin: 09. Juli 2004

Ba Jin – Die Familie:
Das Joch der traditionellen, konfuzianischen Familie

von: Niclas Dominik Weimar

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Biographie des Autors 2

3. Historischer Hintergrund und Rezeption der Zeitgenossen  3

4. Inhaltsangabe  5

5. Analyse „Das Joch der traditionellen, konfuzianischen Familie“ 5

5.1 Die drei Hauptcharaktere und ihre Liebesbeziehungen  5

5.1.1 Juexin und seine Beziehung zu Mei und Ruijue  6
5.1.2 Juehui und seine Beziehung zu Mingfeng  7
5.1.3 Juemin und seine Beziehung zu Qin  9

5.2 Sprachliche Gestaltung und Stil  10
5.3 Das traditionelle Familiensystem am Beispiel der Gao 13
5.4 Intention des Autors 17

6. Fazit 19

Literaturverzeichnis 20


 


 

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit über das Buch „Die Familie“, welches der Feder des chinesischen Schriftstellers Ba Jin entspringt, behandelt die Biographie des Autors und, damit verbunden, die Einflüsse auf den Roman sowie die historischen Hintergründe. Die Analyse erfolgt unter dem Thema „Das Joch des traditionellen konfuzianischen Familiensystems“.

Zunächst wird, aufgrund enger biographischen Bezüge zum Plot des Romans die Biographie des Autors ausführlich dargelegt. Darauf werden dann der geschichtliche Kontext und die Rezeption der zeitgenössischen Leser auf den Roman erläutert. Dabei soll im Besonderen auch Aufschluss über die gesellschaftliche Bedeutung und Auswirkung des Romans in der Zeit nach der 04. Mai-Bewegung sowie dessen Stellenwert in der Republikliteratur gegeben werden. Danach erfolgt im Hauptteil die Analyse des Romans auf die Handlungsumspannenden Liebesbeziehungen und die darin involvierten Charaktere, worauf im Anschluss die sprachliche Gestaltung und der Stil analysiert werden. Nach dem Vergleich des traditionellen konfuzianischen Familiensystems mit dem der Großfamilie Gao erfolgt schlussendlich im Punkt ´´Intention´´ die Darstellung der Absichten, welche der Autor mit seinem Werk verfolgte.

2. Biographie des Autors

Ba Jin wurde am 25. November 1904 unter dem Namen Li Feigan in Chengdu, in der Provinz Sichuan, als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Sowohl sein Vater als auch sein Großvater waren beide Beamte. Li Feigan genoss eine gute Bildung, die er zum größten Teil von Privatlehrern erfahren durfte, seine Jugend verbrachte er überwiegend unter Obhut seines Großvaters. 1920 besuchte er die Chengdu Foreign Language School und studierte dort englische Philologie. Im Jahr 1923 ging er zwecks Studium nach Shanghai und später nach Nanjing. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit dem Übersetzen und Schreiben von Artikeln über den Anarchismus. Im Alter von 22 Jahren verschlug es den jungen Li Feigan 1927 nach Frankreich, nämlich nach Paris, wo er nicht nur sein erstes literarisches Werk mit dem Namen „Zerstörung“ schrieb, sondern zugleich seine Namensänderung in Ba Jin vornahm. Dieser Künstlername soll der ersten Silbe von Bakunin sowie der letzten von Kropotkin entspringen, welche beide von ihm sehr geachtete Anarchisten waren. 1928 kehrte er zurück nach Shanghai wo er seine Tätigkeit als Schriftsteller aufnahm und auch als Herausgeber mehrerer Zeitschriften fungierte. 1933 veröffentlichte er mit Jia ( ), auf deutsch: „Die Familie“, einen der bis heute bedeutendsten Romane der chinesischen Literaturgeschichte, welcher mit seinen beiden Nachfolgern „Frühling“ und „Herbst“ die Trilogie „Reißende Strömung“ komplettierte. 1944 heiratete Ba Jin Xiao Shan, mit welcher er später zwei Kinder hatte. Während des Bürgerkriegs positionierte er sich gegen das Regime der Guomindang, deren Führer Xiang Kaishek die Werke Ba Jins verbieten ließ. Grund dafür war, dass Ba Jin in seinen Büchern auf die Probleme Chinas seiner Zeit hinwies und damit soziale Veränderungen postulierte, was letzten Endes die Machtposition des Guomindang-Regimes bedrohte. Nachdem er gezwungen war seine anarchistischen Gedanken und den Anarchismus zu widerrufen wurde er nach der Gründung der Volksrepublik 1949 von den Kommunisten vorerst toleriert. Während dann später im Laufe der Hundert-Blumen-Bewegung von 1956/1957 lediglich Kritik an Ba Jins anarchistischer Vergangenheit geübt wurde, erhoben sich im Laufe der Kulturrevolution zwischen 1966-1976 schwere Vorwürfe gegen den Autor. Unter anderem warf man ihm vor, dass er sich mit seiner in den zwanziger und dreißiger Jahren geäußerten Kritik letzten Endes auf die Kommunistische Partei Chinas und deren Anführer Mao Zedong bezogen hatte, so dass man Ba Jin schließlich zur öffentlichen Selbstkritik zwang. Nachdem er 1977 rehabilitiert wurde, ernannte man ihn zum Vorsitzenden der Vereinigung der Chinesischen Schriftsteller und zum stellv. Vorsitzenden des Stadtrates von Shanghai. Ab 1983 war er als Abgeordneter im 1., 2., 3., 4. und 5. Nationalen Volkskongress tätig. Seit seiner Erkrankung an Parkinson, die ihn fast vollständig destabilisiert hat, wird Ba Jin heute noch als fast 100 jähriger Mann im Krankenhaus von Shanghai am Leben gehalten. 1

3. Historischer Hintergrund und Rezeption der Zeitgenossen

[...]


1 Vgl. Ba Jin; Keen, Ruth: Mein Protest, diesem todgeweihten System entgegengeschleudert: Von dem Zusammenbruch einer Gutsherrensippe in Sichuan, S.304 Vgl. Shapiro, Sidney: Selected Works of Ba Jin, S.363f


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