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Scholary Paper (Seminar), 2006, 24 Pages
Author: Bastian Jannermann
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics
Details
Institution/College: University of Marburg (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Logistik)
Tags: Darstellung, Analyse, Bereitstellungsstrategien, Seminar, Supply, Chain, Management
Year: 2006
Pages: 24
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 46 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-57836-3
ISBN (Book): 978-3-638-67048-7
File size: 280 KB
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Abstract
Im Rahmen der zunehmenden Globalisierung erhöht sich der Konkurrenzdruck auf alle Unternehmen in einer Volkswirtschaft. Steigende Komplexität und Dynamik auf den Märkten, verbunden mit immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen und eine wachsende Wettbewerbsintensität in allen Branchen führen dazu, dass Unternehmen ihre gesamten Arbeits- und Produktionsprozesse flexibilisieren müssen, um langfristig auf dem Markt bestehen zu können. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, kommt dabei der Logistik im Unternehmen eine besondere Bedeutung zu. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Problemstellung zielt die vorliegende Hausarbeit darauf ab, mögliche Bereitstellungsstrategien darzustellen und einer Analyse zu unterziehen. Hierdurch sollen für Unternehmen diejenigen Ansätze der Beschaffung identifiziert werden, die sich für die jeweiligen eingesetzten Materialien eignen. Dadurch kann ein Unternehmen die logistische Leistung optimieren und erzielt damit gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung des Unternehmenserfolges. In Anbetracht dieser Zielsetzung wird zunächst die Beschaffungslogistik, deren Funktion die Bereitstellung von Materialien ist, in das gesamte Wertschöpfungssystem eingeordnet. Die Ausführungen in Gliederungspunkt 3 stellen den Schwerpunkt der Arbeit dar. Hier werden die Konzepte der Materialbereitstellung vorgestellt. Insbesondere werden dabei die Voraussetzungen und Grenzen sowie die Vor- und Nachteile der Vorratshaltung, der Beschaffung im Bedarfsfall und – etwas ausführlicher – die des Just-In-Time-Konzeptes (JIT-Konzeptes) aufgezeigt und analysiert. Im Speziellen werden in diesem Kapitel auch effizienzsteigernde Maßnahmen des JIT-Konzeptes sowie Trends in der Beschaffungslogistik behandelt. Die Inhalte des Gliederungspunktes 4 konzentrieren sich schließlich auf die Kriterien, die für die Wahl einer Bereitstellungsstrategie entscheidend sind. Dabei werden zunächst die Eigenschaften, welche die Teileauswahl betreffen, erläutert und anschließend in einer Matrix den Beschaffungskonzepten gegenüber gestellt und zugeordnet. Nachfolgend werden Merkmale beschrieben, die im Rahmen der Lieferantenauswahl zur Entscheidung für eine Bereitstellungsstrategie von Bedeutung sind. Abschließend werden die wesentlichen Erkenntnisse der Hausarbeit resümiert und ein Ausblick auf weiterführende Fragen im Bereich der Beschaffungslogistik gegeben.
Excerpt (computer-generated)
Philipps-Universität Marburg, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Seminar: Supply Chain Management
WS 06/07, 28. September 2006
Darstellung und Analyse von Bereitstellungsstrategien
von: Bastian Jannermann
Inhaltsverzeichnis
1 Bedeutung der Logistik im Unternehmensprozess und Gang der Untersuchung 1
2 Einordnung der Beschaffungslogistik in das Wertschöpfungssystem 2
3 Konzepte der Materialbereitstellung 3
3.1 Vorratshaltung 4
3.1.1 Voraussetzungen und Grenzen 4
3.1.2 Vor- und Nachteile 5
3.2 Beschaffung im Bedarfsfall 6
3.2.1 Voraussetzungen und Grenzen 6
3.2.2 Vor- und Nachteile 6
3.3 Just-In-Time 7
3.3.1 Voraussetzungen und Grenzen 8
3.3.2 Vor- und Nachteile 10
3.3.3 Effizienzsteigernde Maßnahmen im Zusammenhang mit Just-In-Time 11
3.4 Trends im Bereich der Beschaffungslogistik 13
4 Kriterien für die Wahl einer Bereitstellungsstrategie 14
4.1 Teileauswahl 14
4.2 Identifikation einer Bereitstellungsstrategie mittels der ABC-XYZ-Analyse 15
4.3 Lieferantenauswahl 16
5 Erkenntnisse der Arbeit und zukünftiges Entwicklungspotenzial 17
Literaturverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
JIT = Just-In-Time
JIS = Just-In-Sequence
LRJIS = Long-Range-Just-In-Sequence
RFID = Radio-Frequency-Identifikation
1 Bedeutung der Logistik im Unternehmensprozess und Gang der Untersuchung
Im Rahmen der zunehmenden Globalisierung erhöht sich der Konkurrenzdruck auf alle Unternehmen in einer Volkswirtschaft. Steigende Komplexität und Dynamik auf den Märkten, verbunden mit immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen und eine wachsende Wettbewerbsintensität in allen Branchen führen dazu, dass Unternehmen ihre gesamten Arbeits- und Produktionsprozesse flexibilisieren müssen, um langfristig auf dem Markt bestehen zu können.1 Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, kommt dabei der Logistik im Unternehmen eine besondere Bedeutung zu. Wurde die Logistik früher zunächst ausschließlich mit den Aufgaben Transport, Lagerung und Umschlag von Gütern beauftragt, wird deren Gegenstand und Verständnis heute viel weiter gefasst und als Flusskonzept verstanden.2 So definiert GÖPFERT die Logistik als „ ... moderne Führungskonzeption zur Entwicklung, Gestaltung, Lenkung und Realisation effektiver und effizienter Flüsse von Objekten ... in unternehmensweiten und unternehmensübergreifenden Wertschöpfungssystemen“3. Durch eine steigende Nachfrage auf allen Weltmärkten nach logistischen Leistungen4 und einem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen wird die Logistik zunehmend zu einem knappen Gut.5 MARTIN sieht die Logistik deshalb als „ ... Schlüssel zur Verbesserung und Optimierung der betrieblichen Infrastruktur mit der Zielsetzung, die Marktleistungsfähigkeit zu erhöhen, Rationalisierungspotenziale aufzudecken und einen hohen Lieferservice zu gewährleisten“6. Um die richtigen Objekte, zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge, am richtigen Ort, mit der richtigen Qualität und zu minimalen Kosten bereitzustellen, ist es Aufgabe des Unternehmens, die logistische Leistungsfähigkeit zu erhöhen7 und die Zeit als Wettbewerbsfaktor zu betrachten. Ein wichtiger Aufgabenkomplex der in diesen Bereich fällt und besondere Modernisierungs- und Einsparungspotenziale aufweist, ist die Bereitstellung der erforderlichen Materialien.
Vor dem Hintergrund der beschriebenen Problemstellung zielt die vorliegende Hausarbeit darauf ab, mögliche Bereitstellungsstrategien darzustellen und einer Analyse zu unterziehen. Hierdurch sollen für Unternehmen diejenigen Ansätze der Beschaffung identifiziert werden, die sich für die jeweiligen eingesetzten Materialien eignen. Dadurch kann ein Unternehmen die logistische Leistung optimieren und erzielt damit gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung des Unternehmenserfolges.
In Anbetracht dieser Zielsetzung wird zunächst die Beschaffungslogistik, deren Funktion die Bereitstellung von Materialien ist, in das gesamte Wertschöpfungssystem eingeordnet. Die Ausführungen in Gliederungspunkt 3 stellen den Schwerpunkt der Arbeit dar. Hier werden die Konzepte der Materialbereitstellung vorgestellt. Insbesondere werden dabei die Voraussetzungen und Grenzen sowie die Vor- und Nachteile der Vorratshaltung, der Beschaffung im Bedarfsfall und – etwas ausführlicher – die des Just-In-Time-Konzeptes (JIT-Konzeptes) aufgezeigt und analysiert. Im Speziellen werden in diesem Kapitel auch effizienzsteigernde Maßnahmen des JIT-Konzeptes sowie Trends in der Beschaffungslogistik behandelt. Die Inhalte des Gliederungspunktes 4 konzentrieren sich schließlich auf die Kriterien, die für die Wahl einer Bereitstellungsstrategie entscheidend sind. Dabei werden zunächst die Eigenschaften, welche die Teileauswahl betreffen, erläutert und anschließend in einer Matrix den Beschaffungskonzepten gegenüber gestellt und zugeordnet. Nachfolgend werden Merkmale beschrieben, die im Rahmen der Lieferantenauswahl zur Entscheidung für eine Bereitstellungsstrategie von Bedeutung sind. Abschließend werden die wesentlichen Erkenntnisse der Hausarbeit resümiert und ein Ausblick auf weiterführende Fragen im Bereich der Beschaffungslogistik gegeben.
2 Einordnung der Beschaffungslogistik in das Wertschöpfungssystem
Die Logistik im Unternehmen ist als Querschnittsfunktion zu verstehen und hat, wie zum Beispiel auch die Finanz- und Personalabteilung, bereichsübergreifende Leistungsverflechtungen8 und dient zunehmend zur Integration globaler Netzwerke. Zur Erreichung der logistischen Ziele, etwa der Reduktion der Bestände, der Kostenminimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette und der Optimierung des Güter- und Informationsflusses9 hat die Logistik in den Grundfunktionen – Beschaffung, Absatz, Produktion und Entsorgung – eines Unternehmens wichtige Aufgaben zu erfüllen. Hierdurch ergibt sich eine Gliederung der Logistik in die Teilbereiche Beschaffungs-, Absatz-, Produktions- und Entsorgungslogistik. Diese Unterteilung ist aufgrund einer besseren Planung, Steuerung und Koordination und durch die differierenden Aufgaben der einzelnen Systeme sinnvoll, um den gesamten Logistikprozess durch das Wertschöpfungssystem aufzubauen und zu optimieren.10
Im Folgenden wird ausschließlich die Beschaffungslogistik betrachtet, da diese den Bereich der Bereitstellungsstrategien umfasst.11 Ziel der Beschaffungslogistik ist es, im Rahmen der Beschaffungsaktivitäten Wettbewerbsvorteile zu erzielen und einen Beitrag zur Wertschöpfung zu leisten.12 Betrachtet man das Wertschöpfungssystem innerhalb des Unternehmens, so steht die Beschaffungslogistik am Anfang der Wertschöpfungskette.13 Weitergefasst über mehrere Ebenen vom Lieferanten über den Hersteller bis hin zum Endkunden stellt diese einen kleinen Bereich im gesamten Wertschöpfungssystem dar.14
[...]
1 Vgl. Urban, 2003, S. 1.
2 Vgl. Ehrmann, 2003, S. 25; Göpfert, 2005a, S. 24; Görgens, 1994, S. 1; Kuhn, 1998, S. 131.
3 Göpfert, 2005a, S. 23.
4 Vgl. Göpfert, 2005b, S. 112-116.
5 Vgl. Reese, 1993, S. 141.
6 Martin, 2000, S. 3.
7 Vgl. Bichler/Schröter, 2004, S. 23. Diese gehen davon aus, dass die Logistikkosten einen Anteil zwischen 10- 30% an den Gesamtkosten darstellen und damit hohe Potenziale für eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und für eine Senkung der Kosten in der Logistik gegeben sind.
8 Vgl. Baumgarten/Foerster, 1993, S. 12; Bichler, 1997, S. 20; Oeldorf/Olfert, 2002, S. 93.
9 Vgl. Arnold, 1997, S. 6; Bichler, 1997, S. 21; Krüger, 2004, S. 34-35.
10 Vgl. Arnold et al., 2002, S. A1-5.
11 Für eine ausführliche Betrachtung der anderen Aufgabenfelder der Logistik siehe Henning, 1994, S. 63-71.
12 Vgl. Arnold, 1997, S. 63.
13 Vgl. Ehrmann, 2003, S. 260.
14 Vgl. Wannenwetsch, 2002, S. 6.
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