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Autor: Katja Löscher
Fach: Sport - Medien und Kommunikation
Details
Institution/Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin (Humboldt Universität Berlin)
Tags: Behindertensport, Medien, Sportgeschichte
Jahr: 2006
Seiten: 25
Note: keine
Literaturverzeichnis: ~ 18 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 230 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-57967-4
ISBN (Buch): 978-3-638-66632-9
Zusammenfassung / Abstract
Der Behindertensport findet in der heutigen Gesellschaft grundlegend Akzeptanz und Annerkennung. Auf dem Weg dorthin erfreute er sich immer größerer Beliebtheit bei den sporttreibenden Behinderten selbst und auch beim Publikum. Trotz dieser Situation sind relativ wenige Berichte über diese Sportereignisse in den Medien zu finden. In der vorliegenden Arbeit wird dieser Umstand ausgewertet und es werden die Defizite, Barrieren sowie die Chancen, die der Behindertensport bieten kann, dargestellt. Das Thema Behindertensport findet in den Medien noch wenig Beachtung, wenn jedoch Interesse zu erkennen ist, wird es eher plakativ behandelt. Da es auch in der Zukunft Behinderte geben wird und in jeder Hinsicht eine verstärkte Integration zu erhoffen ist, ist es unabdingbar, dass die Medien diesem Gebiet mehr Bedeutung beimessen. Dadurch könnte in der Berichterstattung eine annähernde Gleichberechtigung erreicht werden. Mit Hilfe einer stärkeren und vor allem bessere Darstellung des Behindertensports in den Medien würde der Fokus noch mehr auf den behinderten Menschen liegen und die Chance gegeben, dass die Öffentlichkeit mehr mit diesem Thema konfrontiert würde. Folglich wäre eine bessere Integration von Behinderten möglich und ein natürlicher Umgang mit ihnen könnte geschaffen werden. Dieser Ausblick wird unter anderem in den letzten Kapiteln näher erörtert. Die Arbeit gliedert sich in sieben Teile. Zu Beginn werde ich kurz auf die Definition des Begriffes „Behinderung“ eingehen und die historische Entwicklung des Behindertensports darstellen. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Medien und ihrer Berichterstattung. Ich werde versuchen die Defizite in der Berichterstattung, deren Ursachen und mögliche Lösungsansätze darzustellen.
Textauszug (computergeneriert)
Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Sportwissenschaft
Hauptseminarthema: „Ausgewählte aktuelle und historische
Probleme des internationalen und olympischen Sports“
Sommersemester 2003, 10. August 2006
Der Behindertensport in den Medien
von: Katja Löscher
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 3
2 DER BEGRIFF BEHINDERUNG 4
3 PARALYMPICS /BEHINDERTENSPORT 7
3.1 VOM REHABILITATIONSSPORT ZU DEN PARALYMPICS 7
3.2 BEGRIFFSERKLÄRUNG „PARALYMPICS“ 9
3.3 KLASSIFIZIERUNG 9
4 DIE MEDIENPRÄSENZ BEI BEHINDERTENSPORTEVENTS 11
4.1 VERGLEICH DER MEDIEN IM BEZUG AUF DIE PARALYMPICS UND DIE OLYMPISCHEN SPIELE IN SYDNEY UND SALT LAKE CITY 13
4.2 MÖGLICHE URSACHEN FÜR BISHERIGE DEFIZITÄRE BERICHTERSTATTUNG 16
5 BEHINDERTENSPORT UND SEINE POSITIVE WIRKUNG 19
6 LÖSUNGSANSÄTZE 20
7 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG 21
8 LITERATURVERZEICHNIS 24
8.1 PRINTMEDIEN 24
8.2 INTERNET 24
1 Einleitung
Der Behindertensport findet in der heutigen Gesellschaft grundlegend Akzeptanz und Annerkennung. Auf dem Weg dorthin erfreute er sich immer größerer Beliebtheit bei den sporttreibenden Behinderten selbst und auch beim Publikum. Trotz dieser Situation sind relativ wenige Berichte über diese Sportereignisse in den Medien zu finden. In der vorliegenden Arbeit wird dieser Umstand ausgewertet und es werden die Defizite, Barrieren sowie die Chancen, die der Behindertensport bieten kann, dargestellt.
Das Thema Behindertensport findet in den Medien noch wenig Beachtung, wenn jedoch Interesse zu erkennen ist, wird es eher plakativ behandelt. Da es auch in der Zukunft Behinderte geben wird und in jeder Hinsicht eine verstärkte Integration zu erhoffen ist, ist es unabdingbar, dass die Medien diesem Gebiet mehr Bedeutung beimessen. Dadurch könnte in der Berichterstattung eine annähernde Gleichberechtigung erreicht werden. Mit Hilfe einer stärkeren und vor allem bessere Darstellung des Behindertensports in den Medien würde der Fokus noch mehr auf den behinderten Menschen liegen und die Chance gegeben, dass die Öffentlichkeit mehr mit diesem Thema konfrontiert würde. Folglich wäre eine bessere Integration von Behinderten möglich und ein natürlicher Umgang mit ihnen könnte geschaffen werden. Dieser Ausblick wird unter anderem in den letzten Kapiteln näher erörtert. Die Arbeit gliedert sich in sieben Teile. Zu Beginn werde ich kurz auf die Definition des Begriffes „Behinderung“ eingehen und die historische Entwicklung des Behindertensports darstellen. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Medien und ihrer Berichterstattung. Ich werde versuchen die Defizite in der Berichterstattung, deren Ursachen und mögliche Lösungsansätze darzustellen.
2 Der Begriff Behinderung
Den Begriff "Behinderung" in all seinen Dimensionen vollständig zu erfassen, wird in dieser Arbeit nicht möglich sein, da es mehrere Ansätze gibt, aus denen keine allgemein gültige Definition von Behinderung hervorgeht. Im Laufe der Geschichte hat sich der Begriff „Behinderung“ erst langsam entwickelt und scheint sich offensichtlich weiterhin zu verändern. Vom Anbeginn der Geschichte bis ins Mittelalter gibt es nicht viele Aufzeichnungen zum Umgang mit behinderten Menschen. In den einzelnen Ländern und Epochen gab es Unterschiede zur Einstellung behinderten Menschen gegenüber. Die Griechen verabscheuten jegliche Behinderung, da sie nicht ihrem Idealbild des gottgleichen Menschen entsprachen, die alten Römer hingegen, akzeptierten sie und ließen sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben.
Bekannt ist, dass im Mittelalter, als der Glauben im Leben der Menschen die wichtigste Rolle einnahm, geistig oder körperlich behinderte Menschen beschuldigt wurden von Dämonen oder dem Teufel besessen zu sein und demnach meist zum Tode verurteilt wurden. Der Begriff Behinderung existierte damals noch nicht. Erst mit der Epoche der Aufklärung und Reformation ändert sich die Einstellung der Gesellschaft zu den Behinderten. Auf der einen Seite werden sie entdämonisiert, auf der anderen Seite sollen sie ihren Beitrag zur Volkswirtschaft leisten. Wer seinen Beitrag für die Gesellschaft nicht leisten kann, bekommt auch keine Unterstützung. Nach dem Bekanntwerden der Euthanasieprogramme der deutschen Nazis war fast jeder entsetzt. Die Akzeptanz und Integration von behinderten Menschen wurde seitdem verstärkt gefördert und sie wurden als lebenswürdige Individuen anerkannt.1 Heutzutage haben behinderte Menschen weitgehend die gleichen Rechte und Pflichten wie nicht behinderte Bürger. Sie haben ein Recht auf Arbeit und Integration und finden Anerkennung im Sport.
Im neunten Buch des Sozialgesetzbuches wird „Behinderung“ wie folgt definiert: „Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.“.2 Von einer Behinderung spricht man demzufolge, wenn eine dauerhafte Einschränkung verschiedener physischer und psychischer Funktionen besteht, die den Betroffenen im Vergleich zum Durchschnitt der restlichen Bevölkerung massiv im Alltagsleben beeinträchtigen. Weitere Erklärungen des Begriffes Behinderung orientieren sich größtenteils an den genannten, vom Gesetzgeber vorgegebenen, Inhalten, ergänzen diese aber meist, um sie ihren Ansprüchen anzupassen. Ulrich Bleidick erörtert in seinem Buch „Einführung in die Behindertenpädagogik Band 1“ mehrere Ansätze der Begriffsbestimmung Behinderung. Die WHO (World Health Organization) beispielsweise teilt „Behinderung“ in drei Kategorien ein.
1. Die Schädigung (impairment) der anatomischen, psychischen oder physiologischen Funktionen des Körpers.
2. Die Beeinträchtigung (disability) des Menschen aufgrund seiner Schädigungen, die typische Alltagssituationen behindern oder unmöglich machen, auch im Bezug auf gleichaltrige nichtbehinderte Menschen.
3. Die Benachteiligung (handicap) einer Person aufgrund ihrer Schädigung oder Beeinträchtigung hinsichtlich seines physichen, psychischen und sozialen sowie gesellschaftlichen Umfeldes.3
[...]
1 vgl. Mayer, Alexander: 40 Jahre Lebenshilfe Fürth - Eine Geschichte der Behinderten - Begleitbroschüre zur Jubiläums-Dokumentation; Lebenshilfe Fürth; Fürth: Eigenverlag, 2001. S. 6-27, Online: http://www.trisomie21.de/lh_fuerth.html (Stand: 20.07.2006)
2 Bundesministerium der Justiz: Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen. Online: http://www.gesetze-iminternet. de/sgb_9/BJNR104700001.html (Stand: 24.06.2006).
3 vgl. Bleidick, Ulrich: Einführung in die Behindertenpädagogik Band
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