Aspekte des Entwurfs und der Implementierung service-orientierter Architekturen am Beispiel von Portal-Systemen

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Details

Titel: Aspekte des Entwurfs und der Implementierung service-orientierter Architekturen am Beispiel von Portal-Systemen
Autor: Jens Kohne
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Institution/Hochschule: Universität Siegen (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 117
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 76  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1845 KB
Archivnummer: V65848
ISBN (E-Book): 978-3-638-58322-0
Anmerkungen :
Analyse service-orientierter Architekturen im Zusammenhang mit Unternehmensportalen. Implementierung eines Portalprototypen auf Basis des SAP Enterprise Portals 6.0. Stichworte: SOA, serviceorientierte Architektur, Prozesse, Portal, Portale, Web Services, Services, Unternehmensportal, SAP Enterprise Portal Mehrwert der Diplomarbeit: Die DA zeigt auf, wie ein Unternehmen einen entscheidenen Mehrwert durch die Einführung/Kombination einer SOA mit einem Unternehmensportal erlangen kann.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Siegen
Studiengang Wirtschaftsinformatik

Aspekte des Entwurfs und der Implementierung service-orientierter Architekturen am Beispiel von Portal-Systemen

Jens Kohne

 

Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung ... 1

2 Service-orientierte Architekturen ... 3

2.1 Einordnung des Architekturbegriffes ... 3
2.2 Definition einer Software-Architektur ... 4
2.3 Ziele einer Software-Architektur ... 5
2.4 Grundlagen service-orientierter Architekturen ... 6
2.4.1 Einführung ... 6
2.4.2 Begriffsabgrenzung ... 9
2.4.3 Der Anspruch an SOA – Definition und Ziele ... 12
2.5 Die Implementierung service-orientierter Architekturen ... 13
2.5.1 SOAP ... 15
2.5.2 Web Service Description Language (WSDL) ... 16
2.5.3 Universal Description, Discovery and Integration (UDDI) ... 18
2.6 Weiterführende Aspekte service-orientierter Architekturen ... 20
2.6.1 Top-Down Ansatz ... 20
2.6.2 Granularität ... 21
2.6.3 Umsetzung von Geschäftsprozessen in SOA ... 23
2.6.3.1 Business Process Execution Language (BPEL) ... 26

3 Unternehmensportale ... 29

3.1 Historische Entwicklung und Begriffsabgrenzung ... 29
3.2 Klassifizierung von Portalen ... 31
3.2.1 Offene und geschlossene Portale ... 31
3.2.2 Horizontale und Vertikale Portale ... 32
3.3 Analyse von Unternehmensportalen ... 35
3.3.1 Definition eines Unternehmensportals ... 35
3.3.2 Motivation für die Einführung eines Unternehmensportals ... 36
3.3.2.1 Kooperation ... 37
3.3.2.2 Unterstützung der Unternehmensstrategie ... 39
3.3.2.3 Motivation der Mitarbeiter ... 41
3.3.3 Kernelemente eines Unternehmensportals ... 42
3.3.3.1 Personalisierung und Benutzerverwaltung ... 42
3.3.3.2 Single Sign On ... 44
3.3.3.3 Kommunikation und Collaboration ... 45
3.3.3.4 Workflow Management ... 46
3.3.3.5 Wissensmanagement ... 47
3.3.4 Integration ... 48
3.3.4.1 Datenintegration ... 48
3.3.4.2 Systemintegration ... 49
3.3.4.3 Prozessintegration ... 50
3.4 Die Bedeutung des Portals im Rahmen SOA ... 51
3.4.1 Standards für Portalimplementierungen ... 52
3.4.2 Portallösungen im SOA-Umfeld ... 53

 

 

1 Einleitung

Ein zurzeit aktuelles Thema im Bereich der Informationstechnologie sind die so genannten service-orientierten Architekturen (SOA). Viele Firmen beschäftigen sich aktuell mit Service-orientierung und prüfen, ob die Einführung einer solchen Architektur einen Mehrwert für das Unternehmen bringen kann. Diese Arbeit analysiert das Konzept service-orientierter Architekturen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Verbindung und den daraus resultierenden Vorteilen dieser Architektur im Zusammenhang mit Unternehmensportalen. Zusätzlich zu der Analyse von service-orientierten Architekturen und Unternehmensportalen wird im Anschluss an diese theoretischen Betrachtungen die Umsetzung eines Portal-Protypen in einem Unternehmen beschrieben. Damit ergeben sich für die Arbeit drei elementare Themenbereiche:

  1. service-orientierte Architekturen
  2. Unternehmensportale
  3. konkrete Realisierung eines Portal-Prototypen für die Collogia AG

Das grundlegende Konzept service-orientierter Architekturen liegt darin, über einheitliche Schnittstellen ausgewählte Funktionen oder Daten bereitzustellen. Eine Komponente der Architektur, die dieses leisten kann, wird dabei als Service bezeichnet. Auf diese Weise können komplexe, zusammenhängende heterogene Anwendungen erstellt und verknüpft werden. Das verwendete Prinzip service-orientierter Architekturen ist dabei nicht neu. Verteilte Anwendungen auf heterogener Basis können beispielsweise ebenfalls durch CORBA realisiert werden (vgl. [Corba 2006]). Bei CORBA spricht man in diesem Zusammenhang von definierten Diensten und Protokollen. Daher ist lediglich der Begriff des Services relativ neu, die grundlegende (technische) Idee allerdings nicht. Somit können service-orientierte Architekturen durchaus als eine Weiterentwicklung des CORBA-Prinzips gesehen werden (vgl. [Dostal u.a. 2005]). Das erste Auftreten des Begriffes service-orientierter Strukturen ist dabei auf Hewlett-Packard zurückzuführen [Hauser und Löwer 2004]. HP wollte 1999 mit e-Speak eine Plattform für das Web schaffen, auf der Daten und Funktionalitäten als Service zur Verfügung gestellt werden können. Das Produkt fand allerdings keine Akzeptanz am Markt. Das e-Speak Projekt scheiterte, aber der Begriff service-orientierter Architekturen war damit geboren [Hauser und Löwer 2004]. Heute werden service-orientierte Architekturen, kurz SOA genannt, von einigen Experten als „Hype“ bezeichnet. Sie rechnen nicht damit, dass sich solche Architekturen durchsetzen werden und somit bald vom Softwaremarkt verschwinden. Entgegengesetzte Ansichten sehen in SOA eine Revolution, um IT-Architekturen neu und flexibel zu gestalten. Diese Diplomarbeit macht es sich zur Aufgabe, die Aspekte serviceorientierter Architekturen zu analysieren. Im Vordergrund stehen, nach einer generellen Betrachtung service-orientierter Architekturen, die Verbindung und der daraus resultierende Mehrwert dieser Architekturen mit prozessorientierten Unternehmensportalen. Kapitel 2 beinhaltet eine umfassende Analyse service-orientierter Architekturen. Dabei wird der Begriff zunächst in den Kontext allgemeiner IT-Architekturen eingeordnet. Danach werden service-orientierte Architekturen definiert und ihre wesentlichen Merkmale und Ziele vorgestellt. Es wird aufgezeigt, dass die verwendeten Prinzipien nicht völlig neu sind (vgl. vorangegangenes CORBA-Beispiel), allerdings einen entscheidenden Mehrwert im Gegensatz zu bisherigen Architekturen leisten können. Nach der Analyse des generellen Konzepts werden Möglichkeiten zur Implementierung serviceorientierter Architekturen vorgestellt. Zum Abschluss dieses Kapitels werden weiterführende Aspekte behandelt. Dazu zählen unter anderem die strategische Einführung service-orientierter Architekturen und die Verbindung von service-orientierten Architekturen mit Geschäftsprozessmodellierungssprachen. Kapitel 3 analysiert anschließend die Thematik der Unternehmensportale. In diesem Kapitel wird ebenfalls zunächst der Portal-Begriff eingeordnet, um anschließend aufzuzeigen, wie man Portale kategorisieren kann. Der Fokus liegt dabei auf prozessorientierten Unternehmensportalen. Diese werden definiert, anschließend werden die Vorteile und Kernelemente eines prozessorientierten Unternehmensportals vorgestellt. Am Ende des dritten Kapitels werden dann beide Themenkomplexe miteinander verknüpft. Diese Verknüpfung stellt den eigentlichen Mehrwert der vorliegenden Diplomarbeit dar. Nach einer separaten Betrachtung beider Themenkomplexe wird die Verbindung zwischen service-orientierten Architekturen und prozessorientierten Unternehmensportalen aufgezeigt. Abschließend wird der Vorteil analysiert, den Unternehmen aus einer solchen Verbindung für sich nutzen können. In dem nachfolgenden Kapitel 4 werden dann, aufbauend auf dem vermittelten theoretischen Wissen der Kapitel 2 und 3, ausgewählte Funktionen eines Unternehmensportals in Form eines Portal-Prototypen für die Collogia AG realisiert. Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Teil der Diplomarbeit und dient zur Veranschaulichung der in Kapitel 3 beschriebenen Aspekte eines Unternehmensportals. Das abschließende Kapitel 5 fasst die Arbeit aus den vorangegangenen Kapiteln noch einmal zusammen. Neben einem Fazit der vorliegenden Arbeit wird ebenfalls ein Blick auf die Zukunft service-orientierter Architekturen geworfen.


2 Service-orientierte Architekturen


2.1 Einordnung des Architekturbegriffes

Um das Konzept service-orientierter Architekturen zu verstehen, muss man sich mit den sprachlichen Bausteinen beschäftigen: „Service-orientierung“ und „Architektur“. Um an das Thema heranzuführen, wird in diesem Kapitel zunächst allgemein auf den Begriff der Architekturen in IT-Projekten eingegangen. Danach wird der konkrete Ansatz der serviceorientierten Architekturen analysiert.

 

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