Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Anaphern - Eine pragmatische Beschreibung close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Anaphern - Eine pragmatische Beschreibung

Termpaper, 2005, 20 Pages
Author: Elvis Castro
Subject: Speech Science / Linguistics

Details

Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 20
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V66004
ISBN (E-book): 978-3-638-58388-6

File size: 250 KB


Excerpt (computer-generated)

Anaphern -
Eine Pragmatische Beschreibung

Hausarbeit

Hauptseminar: Wortarten

SS 2005

An der Johannes Gutenberg Universität Mainz
- Department of English and Linguistics -

vorgelegt von

 Elvis Castro

Mainz, im Juli 2005

(6. Semester)

 

 

Inhaltverzeichnis

Einleitung  1

1. Grice′ Pragmatik Theorien  1

2. Die Neo-Griceschen Pragmatiktheorie  5

3. Q-, I- und M-Prinzipien Levinsons  6
3.1 Q-Prinzip  6
3.2 I[nformations]-Prinzip: I-Implikatur  7
3.3 M-Prinzip (Markiertheit): M-Implikatur  9
3.4 Interaktion von Q-, I- und M-Prinzipien: Q>M>I Hierarchie  9

4. Huangs Erweiterung der Neo-Griceschen Pragmatiktheorie von Anaphern  11
4.1 Allgemeine Muster für Anaphern  12
4.2 Pragmatische Reduktion von Anaphern (nach Huangs Erweiterung)  12

5. Anwendung von (69-70) vs. A-, B-, und C-Bindungsbedingungen Chomskys  14

6. Logophorizität (Engl.: Logophoricity )   18

7. Fazit  19

Literatur  20

 

 

Einleitung

In den letzten Jahrzehnten hat man eine Entwicklung der Anaphernanalysen beobachten können, wobei anaphorische Erscheinungen nicht nur als ein grammatisch (Syntaktisch) beschreibbares Phänomen dargestellt werden. Man hat festgestellt, dass die Interaktion der Pragmatik und Syntax bei der Beschreibung von Anaphern unerlässlich ist. Hierzu meint Huang (2000), dass das Anaphern-Phänomen wie z. B. in asiatischen oder skandinavischen Sprachen überwiegend pragmatisch erklärt wird ohne den Einfluss der Grammatik (Syntax). Hierzu erklärt er welche Rolle die Pragmatik spielt, bei den Anaphorischen Prozessen in Bezug auf die Differenzierung von Sprachentypen. Ausgehend von Grice′ Theorien der "Bedeutung-n[icht]n[atürlich]" (1957, 1989) und der Konversationelle-Implikaturen (1975, 1978, 1989) demonstriert er systematisch die Neo-Gricesche Pragmatische Reduktion von Ana-phern und erweitert sie, geleitet von Arbeiten von Levinson (1987, 1991, 1995), Farmer and Harnish (1987), Bar-Hillel and Carpan (1964), Popper (1959), Reinhart and Reuland (1993), Burzio and Richards (1997), Horn (1988). Dies soll die pragmatische Natur der Bindungsbedingungen, aus Chomskys Bindungstheorie, in den o. g. verschiedenen Sprachtypen u. a. zeigen. Zunächst lesen wir bis (4.4) die theoretische Basis der erweiterten Neo-Griceschen Pragmatiktheorie, bevor wir mit der Beschreibung der Anapher-Muster beginnen.

1. Grice′ Pragmatik Theorien

Eines der wichtigsten Konzepte der Pragmatik ist Grices Theorie der Bedeutung-nn und die Theorie der Konversationelle Implikaturen.

Grices Theorie der Bedeutung-nn trägt zur Differenzierung der zufälligen Übermittlung von Informationen und der wirklichen Kommunikation bei (eine ausführliche Schilderung ist zweckmäßig nicht notwendig). Dabei unterscheidet Grice zwischen natürlicher Bedeutung und nicht natürlicher Bedeutung (einer Äußerung). Letzteres wird innerhalb eines Akts der Kommunikation (Gespräch) ersichtlich, wobei der Sender (Sprecher) versucht den Empfänger (Hörer) zu einer bestimmten Überzeugung oder Handlung zu bringen, indem er dem Empfänger seine Absicht erkennen lässt, dass er dieses Denken oder Handeln hervorrufen möchte. Sollte sich der Hörer darauf einlassen, gelingt es dem Sprecher tat-sächlich mehr auszudrücken als er wörtlich gesagt hat. Diese Art von Schlussfolgerungen des Hörers, die mit dieser speziellen Beabsichtigung des Sprechers gekennzeichnet ist, nennt man "Implikaturen" oder "Inferenzen".

In der Theorie der Konversationellen-Implikaturen versucht Grice einen Weg für die Übermittlung solcher Implikaturen zu finden und geht dabei davon aus, dass es eine Menge von übergreifenden Annahmen gibt, die den Gesprächsverlauf steuern. Diese entstehen anscheinend aus grundlegenden rationalen Überlegungen und lassen sich als Richtlinien für den effizienten und wirkungsvollen Gebrauch von Sprache zu kooperativen Zwecken im Gespräch nutzen. Grice nennt Richtlinien dieser Art (Konversations)-Maxime, die den effizienten und kooperativen Sprachgebrauch ermöglichen und gemeinsam ein generelles Kooperationsprinzip ausdrücken.

Dazu eine vereinfachte Darstellung aus Huang (2000; S. 206):

(40) Grices theory of conversational implicature

(a) The cooperative principle: (Kooperationsprinzip); Be cooperative.
(b) The maxims of conversation1

Quality: Be truthful; (i) Don’t say what is false. (ii) Don’t say what lacks evidence.
Quantity: (i) Don’t say less than is required. (ii) Don’t say more than is required.

Relevance: Be relevant.

Manner: Be perspicuous (i) Avoid obscurity. (ii) Avoid ambiguity. (iii) Be brief. (iv) Be orderly.

[....]


1 Es sind insgesamt 9 Maximen, die in 4 Kategorien (Qualität, Quantität, Relation und Modalität) unterteilt werden


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/66004/anaphern-eine-pragmatische-beschreibung
please wait Please wait