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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 25 Pages
Author: Katrin Bernhardt
Subject: Archaeology
Details
Institution/College: University of Vienna
Tags: Dark, Ages, Gräber, Interpretation, Dark, Ages
Year: 2005
Pages: 25
Grade: 1,00
Bibliography: ~ 19 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-59018-1
File size: 169 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Wien
Lehrveranstaltung „Die Archäologie der Dunklen Jahrhunderte"
Dark Ages - Gräber und ihre Interpretation
Katrin Bernhardt
Inhaltsverzeichnis
1.Grabtypen in mykenischer und geometrischer Zeit ... 3
2. Epochen ... 4
2.1 Die submykenische Phase ... 4
2.2 Die protogeometrische Phase ... 5
Kerameikos in Athen ... 5
Athener Agora ... 6
Athener Akropolis ... 6
Argolis ... 7
Lefkandi ... 8
2.3 Die geometrische Phase ... 11
Athen ... 11
Argolis ... 12
2.4. Die spätgeometrische Epoche ... 13
Athen ... 13
Argolis ... 14
Heroen Kult ... 15
Einstellung zum Tod ... 17
3. Begräbnisrituale und Totenkult ... 18
4. Soziale Differenzierung der Bestatteten ... 22
5. Schlussworte ... 24
Ich werde in meiner Arbeit versuchen, einen Einblick in die Bestattungsbräuche der Dark Ages zu geben. Beginnend mit den verschiedenen Grab- und Bestattungsformen werde ich eine Besprechung der Gräber in den einzelnen geometrischen Phasen folgen lassen, wobei ich auch auf den Heroenkult und die Einstellung der Menschen zum Tod eingehen möchte. Danach werde ich mich dem Begräbnisritual und den Totenkult widmen, um schließlich noch die Möglichkeit der sozialen Differenzierung der Bestatteten zu diskutieren. Ich stütze mich in meinen Ausführungen vor allem auf die Landschaften Attika, Argolis und Euböa, da diese am besten erforscht sind.
1. Grabtypen in mykenischer und geometrischer Zeit
In mykenischer Zeit war die Mehrfachbestattung vorherrschend. Als Grabtypen sind hierbei das Kammergrab, das Tholosgrab, die `vaulted chamber´, eine überwölbte Kammer, die eine Fusion aus Kammer- und Tholosgrab darstellt und die natürliche Höhle zu nennen.
Signifikant für die geometrische Epoche ist hingegen das Aufkommen der Einzel- sowie der Brandbestattung, wenn sich diese auch unterschiedlich stark durchsetzte.
Einzelbestattungs- Grabtypen sind im Fall der Körperbestattung:
Das Kistengrab, welches aus einer rechteckigen Kiste, die aus Platten gebaut und oft bedeckt ist, besteht. Als Variationen dieses Grabtyps kann ein grober Sarkophag gelten, wobei dieser aus einem Steinblock gearbeitet sein kann oder die Kiste nicht aus Platten sondern aus groben unbehauenen Steinen besteht.
Das Schachtgrab zeichnet sich durch einen tiefen und schmalen Schacht, der mit kleinen Steinen ausgemauert wird, aus. Dieses ist charakteristisch für mykenische Zeit, lebt aber in geometrischer Zeit fort.
Das plattenbedeckte Schachtgrab stellt eine Fusion von Schacht- und Kistengrab dar. Ein weiterer Typus ist das Grubengrab, eine einfache ovale oder rechteckige Grube.
Außerdem finden sich Bestattungen in Gefäßen; häufig ist hierbei die Bestattung im pithos anzutreffen. Auch dürften Holzsärge Verwendung gefunden haben; dies ist jedoch im archäologischen Befund meist schwierig nachzuweisen.
Bei Brandbestattung findet man den Leichenbrand in einfachen Gruben oder die Aschenurne in ein Grab gestellt oder gelegt.
In gewissen Regionen Griechenlands wie Kreta und Messenien wurde der Umschwung zum Einzelbegräbnis nie vollzogen.
2. Epochen
2.1 Die submykenische Phase (1100-1050 v.)
Körperbestattung war in der submykenischen Epoche die übliche Bestattungsart. Hauptsächlich wurde das Schachtgrab und das Kistengrab genutzt, wobei letzteres im Vergleich zu mykenischen Kistengräbern in den Ausmaßen größer war, da der Tote in submykenischer Zeit ausgestreckt begraben wurde.
Die Einzelbestattung beginnt sich durchzusetzen, was einen bedeutsamen Bruch mit der mykenischen Tradition bezeichnet. Desborough nahm für diese dramatische Änderung in den Bestattungsriten das Ankommen von Einwanderern aus Gegenden, wo das Kistengrab in Gebrauch war, als Grund an. Diese kämen von Nordwesten über Zentralgriechenland auf die Peloponnes.1 Snodgrass sieht darin hingegen ein Wiederaufleben der MH Kultur, da das Kistengrab auch in mykenischer Zeit nie völlig aus dem Gebrauch kam.2 Cavanagh und Mee wollen den Gebrauch in Zusammenhang mit neuen politischen und sozialen Konditionen sehen, die einen ökonomischeren Umgang mit der Bestattung erfordern.3
Die Grabbeigaben waren nicht zahlreich oder aufwendig, manchen Gräber hatten gar keine aufzuweisen, in anderen befanden sich einige Tongefäße. Am häufigsten vertreten waren Ölfläschchen, Bügelkannen, Lekythen, Bronzeschmuck, Fibeln und Ringe.4
[...]
1 V. R. Desborough, The greek dark ages (1972) 106-11.
2 A. M. Snodgrass,The dark age of Greece (1971) 177-84. 314-16.
3 W. Cavanagh- C. Mee, Mourning before and after the Dark Age, in: Chr. Morris (Hrsg.), Klados. Essays in Honour of J.N. Coldstream (1995), 45-61.
4 D.C. Kurtz- J. Boardman, Thanatos. Tod und Jenseits bei den Griechen (1971) 40ff.
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