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Autor: Aline Plönnes
Fach: Wirtschaft - Unternehmensforschung, Operations Research
Details
Tags: Auktionstypen, Simultaneous, Ascending, Auctions, Clock-Proxy, Auction
Jahr: 2007
Seiten: 20
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 19 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 170 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-60477-2
ISBN (Buch): 978-3-638-75409-5
Zusammenfassung / Abstract
Die Schwierigkeiten der Preisfindung und Ressourcenzuweisung sind besonders bei knappen, durch Synergieeffekte geprägten Gütern in hohem Maße vorhanden. In der Literatur wird der Einsatz kombinatorischer Auktionen als effizientes Preisfindungsinstrument vorgeschlagen. Versteigerungen bzgl. der Vergabe von Start- und Landeslots auf Flughäfen, sowie die „Federal Communications Commission“ (FCC)-Auktion (1994) anlässlich der Zuteilung der Funkfrequenzen sind jüngste Beispiele für diesen Auktionstyp. In der vorliegenden Seminararbeit werden die „Simultaneous Ascending Auction“ und die „Clock-Proxy Auction“ vorgestellt. Das Ziel der Seminararbeit ist, zu prüfen, inwieweit diese die Aufgaben der Preisfindung, der Ressourcen- bzw. Güterallokation bei gleichzeitiger Generierung eines hohen Erlöses für den Auktionator, sowie eines hohen Nutzens für den Bieter, erfüllen.
Textauszug (computergeneriert)
Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen
Seminars zur speziellen Betriebswirtschaftslehre im WS 06/07
„Kombinatorische Auktionen und eProcurement“
Abgabetermin: 06.12.2006
Auktionstypen: Simultaneous Ascending Auctions
und Clock-Proxy Auction
von: Aline Plönnes
1 EINLEITUNG 1
2 AUKTIONEN 2
2.1 Theoretische Grundlagen von Auktionen und grundlegende Auktionstypen 2
2.2 Kombinatorische Auktionsformen 3
3 DIE “SIMULTANEOUS ASCENDING AUCTION” 5
3.1 Der Ablauf der SAA 6
3.2 Inwiefern löst die SAA die Problemstellungen kombinatorischer Auktionen? 6
3.3 Maßnahmen zur Effizienzsteigerung 7
3.4 Negative Effekte der SAA 8
3.4.1 Nachfragereduktion 9
3.4.2 Kollusives Bietverhalten 9
4 DIE „CLOCK-PROXY AUCTION“ 10
4.1 Die Clock-Phase 10
4.1.1 Der Ablauf der Clock-Phase 10
4.1.2 Eliminierung des „Exposure Problems“ 11
4.1.3 Verbesserung der Preisfindung 12
4.2 Die Proxy-Phase 13
4.2.1 Der Ablauf der Proxy-Phase 13
4.2.2 Eliminierung der Nachfragereduktion 14
5 RESUMEE 15
6 LITERATURVERZEICHNIS 17
1 Einleitung
Die Schwierigkeiten der Preisfindung und Ressourcenzuweisung sind besonders bei knappen, durch Synergieeffekte geprägten Gütern in hohem Maße vorhanden. In der Literatur wird der Einsatz kombinatorischer Auktionen als effizientes Preisfindungsinstrument vorgeschlagen.1 Versteigerungen bzgl. der Vergabe von Start- und Landeslots auf Flughäfen, sowie die „Federal Communications Commission“ (FCC)-Auktion (1994) anlässlich der Zuteilung der Funkfrequenzen sind jüngste Beispiele für diesen Auktionstyp.2 In der vorliegenden Seminararbeit werden die „Simultaneous Ascending Auction“ und die „Clock-Proxy Auction“ vorgestellt. Das Ziel der Seminararbeit ist, zu prüfen, inwieweit diese die Aufgaben der Preisfindung, der Ressourcen- bzw. Güterallokation bei gleichzeitiger Generierung eines hohen Erlöses für den Auktionator, sowie eines hohen Nutzens für den Bieter, erfüllen.
Zur Erreichung dieses Ziels wird zunächst im 1. Kapitel ein Überblick über Auktionen als Preisfindungsinstrument(e) gegeben und die grundlegenden Auktionstypen vorgestellt, wobei die Kombinatorischen Auktionen eine gesonderte Betrachtung finden. Weiterhin wird dargelegt, inwieweit bei letzt genanntem Auktionstyp die Zahlungsbereitschaft der Bieter abhängig von Synergieeffekten ist.
Gegenstand des 2. Kapitels ist die „Simultaneous Ascending Auction“, welche im eigentlichen Sinne keine kombinatorische Auktion ist. In diesem Kapitel werden die Vorteile, sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung nach der Darstellung des Ablaufs dieser Auktion erarbeitet und geprüft, ob sie dargestellte Problemstellungen kombinatorischer Auktionen lösen kann. Es ergeben sich Lücken bzgl. der Lösung dieser Problemstellungen, z.B. besteht das „Exposure Problem“ noch. Dennoch haben viele positive Effekte, wie z.B. ihre Nicht- Komplexität, zur Folge, dass dieser Auktionstyp in abgeänderter und erweiterter Form in die „Clock-Proxy Auction“ integriert wird.
Die kombinatorische Clock-Proxy Auktion und ihr Ablauf in zwei Phasen werden im folgenden Kapitel behandelt. Nach Integration der im 2. Kapitel aufgeführten Auktion folgt eine Prüfung jener Problemstellungen. Vorgenommene Erweiterungen, wie bspw. die „revealedpreference activity rule“ in der Clock-Phase und die „relaxed revealed preference activity rule“ in der Proxy-Phase, führen zu einem effizienten Preisfindungs- und Ressourcenallokationsinstrument, die Clock-Proxy-Auktion. Das abschließende Resumee im 5. Kapitel reflektiert den Einsatz, die Unterschiede, die Vor- und Nachteile, sowie die Effizienz der beiden vorgestellten Auktionstypen in Hinblick auf ihre Eignung als Preisfindungs- und Allokationsinstrumente.
2 Auktionen
2.1 Theoretische Grundlagen von Auktionen und grundlegende Auktionstypen
Eine Auktion besteht im klassischen Fall aus einem Anbieter der zu veräußernden Güter (der Verkäufer), einem Auktionator (der Auktionsleiter) und mehreren Bietern auf die angebotenen Güter (die Käufer). In Anlehnung an DE VRIES 3 wird in vorliegender Seminararbeit davon ausgegangen, dass der Auktionator der Verkäufer ist, dessen Ziel die Maximierung des eigenen Erlöses ist. Auktionen sind Preisfindungsinstrumente, die aufgrund der Problematik herrschender Informationsasymmetrien in einer Marktwirtschaft bei vollständiger Konkurrenz eingesetzt werden. Üblicherweise ist es für einen Verkäufer von Gütern oder Dienstleistungen häufig schwierig, geeignete Preise für die angebotenen Produkte festzulegen. Das Problem bestehender Asymmetrien lässt sich dadurch begründen, dass der Anbieter die Zahlungsbereitschaft der interessierten Käufer nicht kennt bzw. auch nicht kennen kann, weil diese ihre wahre Zahlungsbereitschaft oft nicht preisgeben. Versteigerungen als Preisbildungsinstrumente dienen dazu, Preise für die angebotenen Waren festzulegen, die möglichst alle Auktionsteilnehmer zufrieden stellen. Für die Preisfindung ist es erforderlich, dass Interessenten Gebote auf ein Gut bzw. mehrere Güter in mehreren Runden abgeben. Erstrebenswert ist ein Preis, der im Idealfall ein Marktgleichgewicht herstellt und folglich für den Auktionator gewinnmaximal und zugleich für den bzw. die Käufer nutzenmaximal ist.4 „Der Auktionator sucht demnach die Preise, bei denen die angebotenen und nachgefragten Mengen für alle Güter und Primärfaktoren übereinstimmen.“5 Der jeweilige Auktionstyp wird vom Anbieter bzw. Auktionator bestimmt6, es lassen sich vier verschiedene Auktionstypen unterscheiden:
Neben der englischen Auktion, wo sich der Preis des angebotenen Gutes durch das höchste abgegebene Gebot bestimmen lässt, existiert noch die holländische Auktion, bei welcher die Preise für die Güter schrittweise gesenkt werden. Diese beinhaltet, dass derjenige Bieter den Zuschlag erhält, der als Erster den Preis akzeptiert. Diese beiden Versteigerungen zählen zu den „offen Auktionsverfahren“, weil die Gebote einzelner Auktionsteilnehmer für jeden sichtbar sind. Weiterhin existieren die first-price-bid-auction und die second-price-bidauction (Vickrey Auktion), welche sich der Gruppe der „verdeckten Auktionsverfahren“ (also Auktionen mit nicht sichtbaren Geboten für andere Auktionsteilnehmer) zuordnen lassen.
[...]
1 Vgl. McAfee, R. P. / McMillan, J.: Auctions and Bidding, in: Journal of Economic Literature, Vol. 25, Juni 1987, S. 699 f..
2 Vgl. de Vries, S. / Vohra, R. V.: Combinatorial Auctions: A Survey, in: INFORMS (Journal on Computing), Vol. 15, No. 3, 2003, S. 284 f..
3 Vgl. De Vries, S. / Vohra, R. V. : Combinatorial Auctions, a.a.O., S. 284 ff..
4 Vgl. Feess, E.: Mikroökonomie: Eine spieltheoretisch- und anwendungsorientierte Einführung, (Grundlagen der Wirtschaftswissenschaft, Bd. 6), 2. Auflage, Marburg, 2000, S. 264, 299, 709 ff..
5 Feess, E.: Mikroökonomie, a.a.O., S. 299.
6 Vgl. ebenda, S. 264, 299, 709 f..
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