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Termpaper, 2005, 15 Pages
Author: Nadine Musch
Subject: Health Science
Details
Institution/College: University of Bremen
Tags: Migration, Gesundheit, Betrachtung, Altenpflege, Gesundheitsrisiken, Bevölkerung
Year: 2005
Pages: 15
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 6 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-61343-9
File size: 85 KB
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Excerpt (computer-generated)
Hausarbeit
Public Health/ Gesundheitswissenschaften
1. Fachsemester
Gesundheitsrisiken und –potentiale der Bevölkerung
Migration und Gesundheit unter
besonderer Betrachtung der Altenpflege
von
Nadine Musch
Abgabe am: 1. Februar 2005
Inhaltsverzeichnis
1. Vorstellung des Themas 3
2. Definitionen: Migranten und Ausländer 3
3. Demographische Entwicklung in Deutschland 4
4. Soziale und ökonomische Situation in Deutschland lebender Migranten 5
4.1 Soziale Integration 6
5. Neue Anforderungen an das deutsche Altenhilfesystem 7
5.1 Zugangsbarrieren 8
5.2 Notwendige Kompetenzen für ein gelungenes Miteinander 9
5.3 Pflegende mit Migrationshintergrund 10
6. Vorstellung eines Modellprojekts 11
6.1 Ideen und Ziele 11
6.2 Theorie und Praxis 12
6.3 Nachfrage 13
6.4 Fazit des Modellversuchs 13
7. Resümee 14
Literaturverzeichnis 15
1. Vorstellung des Themas
In der Theorie ist die Altenpflege für alle Menschen, die im Alter Hilfe benötigen, zuständig. In der Praxis aber findet man bis heute entgegen der faktisch recht schnell steigenden Zahl älterer Migranten in Deutschland kaum ausländische Pflegebedürftige in deutschen Einrichtungen.
Mit diesem "Phänomen" möchte ich mich in dieser Arbeit beschäftigen. Wo liegen die Zugangsbarrieren für Migranten zu unserem Altenhilfesystem? Wo sind Veränderungen in den pflegerischen Konzepten notwendig? Wie kann man eine sensible Internationalisierung erreichen oder wo kann sie verbessert werden?
Außerdem werde ich ein Modellprojekt aus dem rheinland-pfälzischen Landkreis Alzey-Worms vorstellen, in dem die Vielschichtigkeit der älteren Migranten in den Blick genommen wurde.
Des Weiteren soll auch die Internationalisierung des in Deutschland arbeitenden Pflegepersonals thematisiert werden, einerseits unter dem Blickwinkel der damit einhergehenden Problematik, andererseits aber auch mit den damit verbundenen, häufig ungenutzten Ressourcen.
2. Definitionen: Migranten und Ausländer
In der Migrationsforschung "versteht man unter einem Migranten einen aus dem Ausland stammenden Zuwanderer, der in ein Zielland einreist, um dort für eine bestimmte Zeit oder dauerhaft zu bleiben" (Bremer Gesundheitsamt, 2004, S.9).
Ausländer dagegen werden definiert als "Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die dauerhaft, nämlich länger als drei Monate, in Deutschland leben" (ebd. S.10).
Da diese Unterscheidung für die zu erwartenden Konsequenzen in der Altenpflege unerheblich sind (die Frage nach der Staatsbürgerschaft ist bei trotzdem bestehenden kulturellen Unterschieden zu vernachlässigen), werde ich in dieser Arbeit außer bei statistischen Angaben die Migranten und die Ausländer als eine Bevölkerungsgruppe behandeln.
3. Demographische Entwicklung in Deutschland
Seit Jahrzehnten ist eine Internationalisierung im Altenpflegebereich in Deutschland zu beobachten. Steigen die Zahlen der Nicht-Deutschen Pflegebedürftigen recht langsam aber kontinuierlich an, so verhält es sich auf der Seite der Pflegenden ganz anders: kaum eine Berufsgruppe kann als so migrationsfreudig angesehen werden wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Alten- und Krankenpflege (Habermann, 2002). Auch diese so entstehende Internationalisierung soll nicht außer Acht gelassen werden und bedarf dringend einer konzeptionellen Würdigung. Pflegende mit Migrationshintergrund dürfen nicht länger als Problem sondern vielmehr als Ressource betrachtet werden.
Zuerst aber möchte ich auf die demographische Entwicklung der ausländischen Senioren in Deutschland eingehen, die genannten Zahlen beziehe ich aus dem Bericht des Bremer Gesundheitsamts zur Situation der älteren Migranten in Bremen:
Ende 2001 gab es in Deutschland 665.000 gemeldete ausländische Senioren, Prognosen zufolge könnte diese Zahl innerhalb der nächsten 10 Jahre auf 1,31 Millionen und innerhalb der nächsten 30 Jahre auf 2,86 Millionen ansteigen.
Auch innerhalb der ausländischen Bevölkerung in Deutschland ist ein deutlicher demographischer Wandel zu beobachten: liegt der Anteil der Senioren derzeit bei "nur" 5,8% (1995), wird er voraussichtlich bis 2030 auf 24,1% anwachsen.
Diese Zahlen zeigen eine dringende Notwendigkeit, sich mit diesem Thema konkret in der Altenpflege auseinanderzusetzen, um das Rüstzeug für einen absehbaren Wandel der neuen Generation Pflegebedürftiger zu erarbeiten. Dabei geht es nicht allein um die "Versorgungsplanung", sondern vielmehr um das Entwerfen neuer Konzepte, um der Heterogenität und der verschiedenen Kulturen ausländischer Senioren gerecht zu werden.
Gleichwohl sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass (wie bereits oben erwähnt) auch unter den Pflegenden verschiedenste Nationalitäten zu finden sind, was nicht selten zu Konflikt- oder Problemsituationen führen dürfte. Auch diese Betrachtung soll möglichst bewusst gemacht werden und in die neue Konzeption auch als Ressource mit einfließen. Mit diesem speziellen Aspekt werde ich mich später in dieser Arbeit näher beschäftigen.
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