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Der Manier-Begriff in Cennino Cenninis Libro dell' arte close

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Der Manier-Begriff in Cennino Cenninis Libro dell' arte

Termpaper, 2005, 12 Pages
Author: Manuela Walter
Subject: Rhetoric / Elocution / Oratory

Details

Event: PS: Stil – Stationen der Begriffsgeschichte
Institution/College: University of Tubingen (Seminar für Allgemeine Rhetorik)
Tags: Manier-Begriff, Cennino, Cenninis, Libro, Stil, Stationen, Begriffsgeschichte
Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 12
Grade: 2,5
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V70149
ISBN (E-book): 978-3-638-62496-1

File size: 101 KB


Excerpt (computer-generated)

Eberhardt Karls Universität Tübingen, Seminar für Allgemeine Rhetorik
PS: Stil – Stationen der Begriffsgeschichte
Sommersemester 2005

Der Manier-Begriff in Cennino Cennini’s Libro dell′ arte

von: Manuela Walter

 


Inhaltsverzeichnis

1 Der Manier-Begriff  3

2 Biographie  4

3 Die Rhetorikausbildung und die Künstlerausbildung im Vergleich 6

4 Der alte und neue Manier-Begriff bei Cennino Cennini 10

Literaturverzeichnis 11

 


 

1 Der Manier-Begriff

Der Begriff Manier hat seinen Ursprung in der französischen Sprache. Im Spätmittelalter wurde mit Manier die erlernbare Qualifikation eines Künstlers bezeichnet. Diese Qualifikation setzte kein künstlerisches Talent voraus, sondern jeder konnte sich Manier durch fortwährendes Üben aneignen.1 Gegenwärtig wird der Begriff Manier häufig im Sinne des Begriffes ‚Stil’ verwendet Die Bezeichnung Stil benennt die Individualität und die Eigenart einer menschlichen Leistung. Ursprünglich gab es eine Trennung beider Begriffe. Der Begriff Stil wurde hauptsächlich in und für die Literatur verwendet, während Manier aus der Kunst hervorging. Der Künstler und Autor Cennino Cennini war einer der ersten, der den Maniera-Begriff in der Kunst etablierte. 2

In der folgenden Arbeit beginne ich mit einer kurzen Biographie des Autors und lasse einige Fakten über sein Buch Libro dell’ arte einfliesen. Danach werde ich die Ausbildung des Redners und die des Künstlers nach Cennini gegenüberstellen und mit einem Absatz über die Besonderheit von Cennino Cenninis Kunstauffassung enden.

2 Biographie

Über Cennino Cennini ist wenig bekannt. Die meisten Informationen über ihn als Person erhält man in seinem Buch Libro dell’ arte. Cennino Cennini wuchs in Colle di Val d’Elsa in der Region von Siena in Italien auf. Sein Geburtsdatum ist nicht genau bekannt. Sein Geburtsjahr wird auf 1372 geschätzt. Es wird vermutet, dass Cenninis Vater Maler gewesen ist.3 Im Jahr 1380 beginnt Cennini ebenfalls eine Ausbildung zum Maler. Er wird ein Schüler von Agnolo Gaddi und bleibt 12 Jahre lang sein Schüler. Nach dessen Tod geht Cennino Cennini nach Padua und ist als Maler für Francesco da Carrara tätig. Cennino Cennini schrieb vermutlich in dieser Zeit das Libro dell’ arte. Das Buch ist das einzige Werk, welches zweifelsfrei von Cennino Cennini stammt. Höchstwahrscheinlich wurde dass Fresko über dem Altar in der Kirche von Colle di Val d’Elsa von ihm gefertigt. Daher basiert Cenninis Ruhm weniger auf seiner künstlerischen Tätigkeit, sondern mehr auf seiner Arbeit als Autor. Das von ihm verfasse Libro dell’ arte ist im Original leider nicht mehr erhalten, aber in 3 Fassungen überliefert. Das Buch ist ein Hand- und Lehrbuch für den Künstler und Künstler ist Ausbildung. Das Libro dell’ arte ist die erste kunsttheoretische Schrift nach Beendigung des Mittelalters. Cennino’s Buch nimmt aber eine Zwischenstellung ein, je nachdem ob man das Werk dem Mittelalter oder der Renaissance zuordnet, ist es modern oder veraltet.

Das Libro dell’ arte besteht aus 188 Kapiteln und deckt alle Bereiche der ‚Kunstherstellung’, von der Ausbildung und Gesinnung des Künstlers, bis hin zur Pinselherstellung und Farbenmischung ab. Cennino wollte ein Buch für den angehenden Künstler verfassen, daher schrieb er es auch in italienischer Sprache und nicht in lateinischer, um es auch dem ‚einfachen’ Manne zugänglich zu machen.

[...]


1 Reck, Hans Ulrich: Von der geschmeidigen Regellosigkeit der Regeln. Köln, 2001, S. 17

2 Link-Heer, Ursula 11986. „Überlegungen zur Konkurrenz von Manier und Stil (Vasari, Diderot, Goethe)“ Stil. Geschichten und Funktionen. Hrsg. Hans Ulrich Gumbrecht und K. Ludwig Pfeiffer. Frankfurt a. Main: Suhrkamp, S 93-114

3 Siehe Kap. 45 im Libro dell’ arte. C.C. beschreibt, wie er mit seinem Vater zusammen Farben herstellt. Altert Ilg 1871. Das Buch der Kunst oder Tractat der Malerei des Cennino Cennini da Colle die Valdelsa, Wien (Quellschriften für Kunstgeschichte : 1-4), S. 29 f.


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