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Subtitle: aufgezeigt durch textanalytische Verfahren bei der einführenden Erarbeitung epischer Elemente der Brechtschen Dramaturgie behandelt in einem GK Deutsch, Gymnasium
Examination Thesis, 1999, 76 Pages
Author: Heidrun Launicke (geb. Rothmaier)
Subject: German Studies - Didactics
Details
Institution/College: Studienseminar für Lehrämter an Schulen Dortmund
Tags: Mutter, Courage, Konflikt, Handel, Menschlichkeit, Fachseminar, Deutsch
Year: 1999
Pages: 76
Grade: 3,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-14425-4
File size: 188 KB
Darstellung einer Unterrichtsreihe zu Brechts Mutter Courage in Klasse 12; darunter 5 Stunden genau ausgearbeitet mit Stundenverlauf, Tafelbild, Reflexion und Klausurvorschlägen zur Reihe.
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Excerpt (computer-generated)
Studienseminar für das Lehramt
für die Sekundarstufe II
Dortmund I
Schriftliche Hausarbeit im Rahmen der Zweiten Staatsprüfung
für das Lehramt für die Sekundarstufe II + I
Mutter Courage im Konflikt zwischen Handel und Menschlichkeit -
aufgezeigt durch textanalytische Verfahren bei
der einführenden Erarbeitung epischer Elemente
der Brechtschen Dramaturgie am Beispiel seines
Schauspiels Mutter Courage und ihre Kinder,
behandelt in einem Gk Deutsch 12.2
des Gymnasiums
Fach: Deutsch
Schule: Phoenix-Gymnasium, Dortmund
Klasse: 12
vorgelegt von: Heidrun Rothmaier
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG ... 1
2. Planung der Unterrichtseinheit ... 3
2.1. Sachanalyse ... 3
2.1.1. Brechts Schauspiel Mutter Courage und ihre Kinder ... 3
2.1.1.1. Entstehung von Brechts Mutter Courage ... 3
2.1.1.2. Aussageabsicht und Darstellungsmittel in der Mutter
Courage ... 4
2.1.2. Mutter Courage im Konflikt zwischen Handel und
Menschlichkeit ... 7
2.2. Bedingungsanalyse ... 11
2.2.1. Ausgangsbedingungen der Lerngruppe ... 11
2.2.1.1. Beschreibung der Lerngruppe ... 11
2.2.1.2. Kenntnisstand der Schüler ... 12
2.2.2. Voraussetzungen der Lehrenden ... 12
2.2.3. Institutionelle und unterrichtsorganisatorische Bedingungen ... 13
2.2.4. Vorgaben durch Richtlinien und Schulcurriculum ... 13
2.2.4.1. Neue Richtlinien ... 13
2.2.4.2. Alte Richtlinien ... 13
2.2.4.3. Schulcurriculum ... 13
2.2.4.4. Auswahl des Themas ... 13
Exemplarische Bedeutung des Themas ... 13
Gegenwartsbedeutung des Themas ... 14
Zukunftsbedeutung des Themas ... 14
2.3. Didaktische Überlegungen und Entscheidungen ... 15
2.3.1. Didaktische Akzentuierung und Reduktion ... 15
2.3.2. Lernziele ... 17
2.3.2.1. Fachliche Lernziele ... 17
2.3.2.2. Erzieherische Lernziele ... 18
2.3.2.3. Stufengemäße Lernziele ... 19
2.3.2.4. Schulformspezifische Lernziele ... 20
2.4. Methodische Entscheidungen ... 20
2.4.1. Lehr-/Unterrichtsmethode ... 20
2.4.2. Fachmethode ... 21
2.5. Thematischer Zusammenhang der Unterrichtsreihe ... 22
2.5.1. Darstellung des Reihenaufbaus ... 22
Thema der Unterrichtsreihe ... 22
Themen der Unterrichtseinheiten ... 22
2.5.2. Begründung des Reihenaufbaus ... 24
2.5.2.1. Zur 1. und 2. Einheit ... 24
2.5.2.2. Zur 3. Einheit ... 25
3. DURCHFÜHRUNG UND REFLEXION ... 26
3.1. Erste Stunde
3.1.1. Thema, Hausaufgaben und Lernziele der ersten Stunde ... 26
3.1.2. Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen
der ersten Stunde ... 27
3.1.3. Geplanter Unterrichtsverlauf der ersten Stunde ... 28
3.1.4. Geplantes Tafelbild zur ersten Stunde ... 29
3.1.5. Durchführung und Reflexion der ersten Stunde ... 30
3.2. Zweite Stunde ... 32
3.2.1. Thema, Hausaufgaben und Lernziele der zweiten Stunde ... 32
3.2.2. Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen
der zweiten Stunde ... 33
3.2.3. Geplanter Unterrichtsverlauf der zweiten Stunde ... 34
3.2.4. Geplantes Tafelbild zur zweiten Stunde ... 35
3.2.5. Durchführung und Reflexion der zweiten Stunde ... 36
3.3. Dritte Stunde ... 39
3.3.1. Thema, Hausaufgaben und Lernziele der dritten Stunde ... 39
3.3.2. Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen
der dritten Stunde ... 40
3.3.3. Geplanter Unterrichtsverlauf der dritten Stunde ... 41
3.3.4. Geplantes Tafelbild zur dritten Stunde ... 42
3.3.5. Durchführung und Reflexion der dritten Stunde ... 42
3.4. Vierte Stunde ... 45
3.4.1. Thema, Hausaufgaben und Lernziele der vierten Stunde ... 45
3.4.2. Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen
der vierten Stunde ... 46
3.4.3. Geplanter Unterrichtsverlauf der vierten Stunde ... 47
3.4.4. Geplantes Tafelbild zur vierten Stunde ... 48
3.4.5. Durchführung und Reflexion der vierten Stunde ... 48
3.5. Fünfte Stunde ... 51
3.5.1. Thema, Hausaufgaben und Lernziele der fünften Stunde ... 51
3.5.2. Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen
der fünften Stunde ... 52
3.5.3. Geplanter Unterrichtsverlauf der fünften Stunde ... 53
3.5.4. Geplantes Tafelbild zur fünften Stunde ... 55
3.5.5. Durchführung und Reflexion der fünften Stunde ... 55
3.6. Hinweise zur Durchführung der Stunden der 1. und 2. Einheit ... 58
3.7. Klausur ... 59
4. GESAMTREFLEXION DER 2. UNTERRICHTSEINHEIT ... 60
4.1. Zur Umsetzung der Lernziele in der 2. Einheit ... 60
4.2. Schlussfolgerungen hinsichtlich zukünftiger Lernsituationen ... 61
4.2.1. Zu den Lehr-/Unterrichtsmethoden ... 61
4.2.2. Zu den Fachmethoden ... 63
4.2.3. Materialien und Medien ... 63
4.2.4. Schriftliche Ergebnissicherung ... 63
4.3. Resümee ... 64
5. Literaturverzeichnis ... 65
6. Anhang
- Material zu den Stunden und 3 Klausurbeispiele
1. EINLEITUNG
Als wir auf unserer Fahrt vom Fachseminar Deutsch im Herbst ′98 in Berlin auf dem Dorotheenfriedhof das Grab von Bertolt Brecht sahen, schlicht und unauffällig, ein einfacher Grabstein, nur mit seinem Namen und Efeu auf dem Grab, daneben der Grabstein seiner Ehefrau Helene Weigel, konnte man nicht umhin zu denken: Irgendwie passt das zu ihm.
Er selbst hatte sich gedacht:
"Ich benötige keinen Grabstein, aber
Wenn ihr einen für mich benötigt
Wünsche ich, es stünde darauf:
Er hat Vorschläge gemacht. Wir
Haben sie angenommen.
Durch eine solche Inschrift wären
Wir alle geehrt."
Vorschläge finden sich viele in seinen Werken; auch in seinem Schauspiel Mutter Courage und ihre Kinder. Schon damals zur Enstehungszeit des Stückes kurz vor dem 2. Weltkrieg stellte Brecht fest: "Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, als die Regierungen Kriege machen können" und zog den Schluss "′Mutter Courage und ihre Kinder′ kam also zu spät" .
Dieser Einwand mag für die damalige Zeit berechtigt sein, trotzdem ist seine Kritik des Krieges bzw. unmenschlicher Verhaltensweisen damals wie heute von erschreckender Aktualität, schaut man sich die gegenwärtigen Entwicklungen auf der Welt - vor allem im Kosovo - an. Brecht gilt bis heute als bedeutender deutscher Schriftsteller und Lyriker; 101 Jahre nach seiner Geburt im Jahr 1898. Daher wurde sein episches Theater "für Schülergenerationen zur Pflicht" .
Auch für die Schüler von heute lohnt sich die Beschäftigung mit Brechts Werken, nicht nur, weil sie mit dem epischen Theater eine von traditionellen Erzähltechniken abweichende Form kennenlernen, was unter literaturwissenschaftlichen Gesichtspunkten interessant ist, sondern auch, weil Brechts Vorschläge aufgrund ihrer Aktualität heutigen Schülern nicht vorenthalten werden sollten.
Die geplante Unterrichtsreihe soll dazu beitragen, dass die Schüler im Sinne Brechts die Verhaltensweisen von Menschen mit kritischen Augen sehen und zum Handeln in sozialer Verantwortung motiviert werden.
2. PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT
2.1. Sachanalyse
Eine Sachanalyse beinhaltet immer auch didaktische Aspekte, denn es gibt keine reine Sachanalyse . Daher beschränkt sich die folgende Darstellung auf Sachaspekte, die für die zu dokumentierenden Unterrichtsstunden relevant sind.
Zunächst soll auf die Entstehungssituation des Werkes und den Bezug zu Vorlagen eingegangen werden und vor diesem Hintergrund anschließend Brechts besondere Aussageabsicht und Darstellungsmittel.
2.1.1. Brechts Schauspiel Mutter Courage und ihre Kinder
2.1.1.1. Entstehung von Brechts Mutter Courage
Vor mittlerweile genau 60 Jahren, also im Jahr 1939, schrieb Brecht das Stück Mutter Courage und ihre Kinder . Bertolt Brecht wurde 1898 in Augsburg geboren, er starb 1956 in Berlin. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Wie viele andere Schriftsteller floh er 1933 vor den Nationalsozialisten ins Ausland. Im Exil in Schweden erfuhr er von Johan Ludvig Runebergs Ballade der Marketenderin Lotta Svärd , die ihn zu seiner Markentenderin, der Mutter Courage, anregte. Übernommen hat er vor allem die "volksnahe Perspektive" der Ballade aus dem 19. Jahrhundert. Eine weitere "Vorlage" stellte die Lebensbeschreibung Der Ertzbetrügerin und Landstörtzerin Courasche (1670) von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen dar . Sowohl bei Brechts Courage als auch bei Grimmelshausens Courasche kann man von einer "merkantilen" Beziehung zum Krieg sprechen; beide Hauptfiguren wollen vom Krieg profitieren. Weiterhin hat Brecht den Namen Courasche (oder je nach Schreibweise Courage) und die vorangestellten Inhaltsangaben vor jeder Szene übernommen.
[...]
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